<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339</id><updated>2012-01-27T11:01:33.103+01:00</updated><category term='Wohlklang'/><category term='Kabarett'/><category term='Macht des Wortes'/><category term='Hawks'/><category term='Elektrischer Zauberkasten'/><category term='Dorf'/><category term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Inklusorium</title><subtitle type='html'>Gemurmel von drinnen</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://inklusorium.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>583</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6745805212866416088</id><published>2012-01-27T11:01:00.000+01:00</published><updated>2012-01-27T11:01:33.109+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><title type='text'>Space Ritual</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-5J4hQs3eKz8/TyJ1A4k--wI/AAAAAAAAN20/pAMqhxE0160/s1600/space-ritual.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-5J4hQs3eKz8/TyJ1A4k--wI/AAAAAAAAN20/pAMqhxE0160/s200/space-ritual.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ja, es stimmt, was die Leute sagen. Ich habe mich noch mal vergewissert. Es ist die beste Platte aller Zeiten. Habe sie lange nicht mehr am Stück gehört, wie mir auffiel. Nun habe ich gleich die neueste neuremasterte Neuauflage besorgt, um auf dem Laufenden zu bleiben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist ein Dokument der Tollheit. Was allein die Rhythmusgruppe Kilmister/King hier anrichtet, geht auf keine Kuhhaut. Von der Abteilung Zirp &amp;amp; Kreisch ganz zu schweigen. Wie zu Anfang das Elektronikgeschwirre von „Earth Calling“ in „Born To Go“ umbricht, wie besagtes Stück das Programm der ganzen Veranstaltung zusammenfasst, das da lautet: Bedingungslos nach vorne um sich selbst kreisend. Wie Bass und Gitarre sich in „Down Through the Night“ umschmeicheln, wie die Dichterlesung „Ten Seconds of Forever“ im schärfstmöglichen Dynamikkontrast in den Brummkreisel „Brainstorm“ überführt wird, wie unterschiedliche Gesangsstimmen unterschiedliches episches Flair reinbringen. Das alles ist Legende.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bemerkenswert, dass dieses Sound-Inferno es ebenso versteht, ästhetische Bedürfnisse zu befriedigen, über der Motorik und Kinetik sogar an den Intellekt zu appellieren. Für die Poesie sind Robert Calvert und Michael Moorcock zuständig, vor allem Calverts Texte haben hohe und höchste Science-Fiction-Qualität und oszillieren zwischen Satire und traurigem Ernst. Ein Gedicht wie „Ten Seconds of Forever“ erdet den ganzen abgedrehten Space-Kram und verortet ihn in seiner Epoche. Hiroshima, Kalter Krieg, Fail Safe. Das Projekt Hawkwind wird zum zornigen Eskapismus, zum Leckt-uns-doch-am-Arsch-Manifest.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Inspiriert wurde die Show im Prinzip von Moorcocks Roman &lt;i&gt;The Black Corridor&lt;/i&gt;, Calvert trägt einen zum Gedicht verknappten Auszug vor. Raumfahrer entfliehen einer zum Inferno gewordenen Erde, kapseln sich in ihrem Schiff ein und werden erst neurotisch, dann ganz bekloppt. Die Flucht zu den Sternen ist auch keine Lösung, denn da draußen warten die Selbstauflösung und schließlich das Nichts. Neben den Büchern Barry Malzbergs ist der Roman eine der bittersten Space-Opera-Gegenreden ihrer Zeit, querulantisch mitten hineingepflanzt in die Apollo-Euphorie. Und die Band bezieht daraus den größtmöglichen Spaßfaktor. Obwohl sich &lt;i&gt;Space Ritual&lt;/i&gt; ja angeblich mit der Zukunft beschäftigt, ist es ein frühes, gutgelauntes „No Future“-Album, das den Moment, das Hier und Jetzt, zum einzig relevanten Punkt der Geschichte erklärt. Und auf der Bühne tanzt dazu eine nackte, bemalte Irin mit großen Brüsten. Sauber!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6745805212866416088?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6745805212866416088'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6745805212866416088'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/space-ritual.html' title='Space Ritual'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-5J4hQs3eKz8/TyJ1A4k--wI/AAAAAAAAN20/pAMqhxE0160/s72-c/space-ritual.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-639343360767674365</id><published>2012-01-24T10:19:00.001+01:00</published><updated>2012-01-24T10:19:53.733+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><title type='text'>Hype</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Hype &lt;/i&gt;von 1981 ist Robert Calverts drittes Solo-Album und die eine Hälfte eines Doppelpacks. Zeitgleich erschien ein Roman mit demselben Titel. Beides war wenig erfolgreich, wobei sich die Auskopplung „Lord of the Hornets“ jedoch zum kleinen Szene-Hit mauserte. Für den Roman blättert man heute (laut Amazon.co.uk) mindestens 75 Pfund auf den Tisch, einige wollen über 180 Pfund dafür haben. Das Musikalbum war auch lange Jahre verschollen, ehe es wiederentdeckt wurde.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Beschrieben wird die „Schöpfung“ eines Rockstars namens Tom Mahler, der von den Plattenfirmen gemacht wird. Es wehen Echos von Marc Bolan, dem glitzernden Chef der Band T-Rex, durch diese Geschichte, aber Calvert sah zugleich das Phänomen des gestanzten Plastik-Popstars voraus, der hier, im Gegensatz zu Calverts früheren Androiden-Diskursen, ein Mensch aus Fleisch und Blut ist. Und diesen Menschen gelüstet es nach Ruhm und Geld, weswegen er sich komplett prostituiert und seinen dubiosen Managern anvertraut. Am Ende inszenieren sie einen Drogenskandal und seinen Märtyrer-Tod, was erst recht die Kassen klingeln lässt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tom Mahler ist im Grunde nichts anderes als eine frühe Version von Robbie Williams, und Calvert studiert auf Promo-Fotos zum Projekt selbstironisch eben jene Posen ein, mit denen jemand wie Williams uns jahrelang den Gockel gab: Wein, Weib, Goldkettchen. Das Album präsentiert angebliche Songs eben jenes Tom Mahler, jedoch fehlt der Platte der kabarettistische Charakter von Calverts 70er-Alben &lt;i&gt;Captain Lockheed and The Starfighters&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Lucky Leif and The Longships&lt;/i&gt;. Es ist eine Ansammlung von Songs, die auch völlig ohne die Metageschichte funktionieren. An Marc Bolans Glam-Rock erinnert hier auch kaum etwas, tatsächlich ist es ein robustes, teils düsteres, aber natürlich auch schwer ironisches Wave-Rock-Album des Jahres 1981, auf dem die Proto-Punkband Bethnal und Musiker aus Michael Moorcocks Projekt Deep Fix als Calverts treue Hintergrundcombo fungieren und Hawkwind-Geiger und -Elektroniker Simon House maßgeblichen Anteil an den Arrangements hat. Auch Moorcock ist als Session-Musiker mit von der Partie. Das Ergebnis fällt sehr viel schmissiger und punkiger aus als Calverts quälend monotone Musiklabor-Bemühungen der Mittachtziger.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="182" src="http://www.youtube.com/embed/Gm1a3tcyF14?rel=0" width="300"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-639343360767674365?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/639343360767674365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/639343360767674365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/hype.html' title='Hype'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/Gm1a3tcyF14/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-8922534166911810348</id><published>2012-01-20T10:13:00.000+01:00</published><updated>2012-01-20T14:29:27.106+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kabarett'/><title type='text'>"Ich bin kein Tag für eine Nacht oder: Ein Abend in Holz"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jochen Malmsheimer, die Zweite. Weil die Gattin den so bekömmlich findet. Ich übrigens auch. Ein anderes, älteres Programm diesmal. Macht aber nichts, weil Malmsheimer die Tagespolitik traditionell umgeht und sich den wirklich wichtigen Dingen widmet, die bekanntlich zeitlos sind. Als da wären Dachdeckervereinstreffen in Kaarst, Kneipengespräche, Flugzeugtoiletten, Fernseh- und Radio(!)-Köche, Bochum. Und in einem seiner allerschönsten Texte verdeutlicht er uns, warum bei verbaler Kommunikation nicht wir Herr im eigenen Körper sind, sondern vielmehr das reichlich überforderte „Leitende Adrenalin“, das eine schier unüberschaubare Anzahl an biochemischen Abteilungen koordiniert. Die Abteilung SAM (Sitte/Anstand/Moral) spricht übrigens mit bayerischem Akzent. Man kennt diese komödiantischen Körperinneneinsichten spätestens seit Woody Allens &lt;i&gt;Was Sie schon immer über Sex wissen wollten …&lt;/i&gt;, aber Malmsheimers Text ist 1) nur Text, 2) extrem prächtig gearbeitet und 3) rabiat vorgetragen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Malmsheimer präsentiert verblüffende Satzsemantik-Kanonaden, bietet eine Menge zitierfähiges Material und seziert schnellsprecherisch und dynamisch, was das Zeug, also die Sprache, hält. Dazu kommt, dass der breitgewachsene Bochumer unter jenen Bühnenentitäten, die allgemein zur Eruption neigen, zweifellos die beeindruckendste ist. Seine Misanthropie ist zu gleichen Teilen bedrohlich und zutiefst gerechtfertigt. Wenn es ihm aus dem breiten Brustkorb satzsemantisch und cholerisch herausbricht, neigen sich die Zuschauerränge und demzufolge auch die Zuschauer gleich mehrere Zentimeter nach hinten wie unter dem Einfluss einer taktischen Nuklearwaffe. Des Zuschauers Haupthaar, sofern vorhanden und auf entsprechende Länge gebracht, weht einen Moment lang in der Druckwelle. Rentner kippen auch schon mal, uff, nach hinten um. Von Verbrennungen und Verstrahlungen unter der Bevölkerung ist indes nichts bekannt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein wenig machen sich jedoch auch Abnutzungserscheinungen bemerkbar, was womöglich an der Schnittmenge zwischen diesem Programm und dem vom letzten Termin liegt: Es kommt zu Wiederholungen. Außerdem schien mir der letzte Termin verblüffender, enthusiastischer. Diesmal werden einige gedehnte Albernheiten losgelassen und ist mir persönlich zu oft von Flatulenz die Rede. Davon redet doch irgendwie jeder.    &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-8922534166911810348?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8922534166911810348'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8922534166911810348'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/ich-bin-kein-tag-fur-eine-nacht-oder.html' title='&quot;Ich bin kein Tag für eine Nacht oder: Ein Abend in Holz&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3012579203015007537</id><published>2012-01-16T09:00:00.002+01:00</published><updated>2012-01-16T09:01:08.602+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Macht des Wortes'/><title type='text'>Thriller-Tipp</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Nacht träumte ich den Thriller „Die Lieuwenhoek-Torte. Vermächtnis der Angst“ von Robert V. Hintherman. Spitzentitel im Februar 2014. Am spannendsten war die Stelle, als das Linienflugzeug den äußerst knappen Landeanflug auf den Flughafen Istanbul in Angriff nahm und im Laderaum die Torte zu verrutschen drohte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3012579203015007537?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3012579203015007537'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3012579203015007537'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/thriller-tipp.html' title='Thriller-Tipp'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3591662388960549567</id><published>2012-01-12T09:31:00.001+01:00</published><updated>2012-01-12T09:31:15.515+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><title type='text'>Trio-Hawks</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Cool, auf dieser Tour war ich damals. Nicht in Aschaffenburg, sondern in Köln. Die puristische Trio-Besetzung Brock/Davey/Chadwick, die sich hinter ihren Maschinen verschanzte. Laut, druckvoll, schartig, mit meditativen Verschnaufern.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/VS0kiCL-gXs?rel=0" width="420"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3591662388960549567?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3591662388960549567'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3591662388960549567'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/trio-hawks.html' title='Trio-Hawks'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/VS0kiCL-gXs/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4678396784352350316</id><published>2012-01-11T17:03:00.002+01:00</published><updated>2012-01-11T17:03:32.690+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Macht des Wortes'/><title type='text'>Normseite</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Meine Normseite ist die schönste Normseite der Welt. Es wurde mir gerade wieder bestätigt. Sie ist äußerst präzise, kultiviert, kann sich ausdrücken, trägt minimalistischen, japanisch angehauchten Designer-Schmuck, schaut französische Filme, ist sexy und geschmackvoll, dezent gebräunt, biegsam und athletisch, kann Bodenturnen und Synchronschwimmen, sie raucht Light-Zigaretten mit Mundstück, bevorzugt belgische Pralinés und trägt bei Sonne einen ausladenden Designer-Strohhut. Ich nenne sie Chloé.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Chloé scrollt sich wie von selbst, hat tollen, figurbetonten Blocksatz, bei Ausdrucken ist rechts eine Menge Platz für Handschriftliches, Times New Roman tut den Äuglein nicht weh, die Kopf- und Fußabstandswerte sind ideal, und Gedankenstrich ist Gedankenstrich und nicht Bindestrich, und Anführungszeichen unten ist Anführungszeichen unten und nicht Anführungszeichen oben oder so’n Quatsch. Und hässliche Dinge wie doppelte Leertasten gibt es auf ihr so gut wie nie. Und vor allem: Chloé hat keine Einzüge vorzuweisen, also keine Einrückungen am Absatzanfang. Die sind nämlich der Erzfeind der Herstellungsabteilung und haben mit ihrer Launenhaftigkeit schon so manchen Hersteller in den Wahnsinn getrieben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Leider verliert der aktuelle Text auf meiner Chloé gegenüber der Übersetzerinnen-Version zwanzig Seiten, so dass ich weniger Seiten abrechne. Das hole ich dann wieder rein, indem ich Chloés Apartment am Yachthafen von Nizza während des Winters untervermiete.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4678396784352350316?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4678396784352350316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4678396784352350316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/normseite.html' title='Normseite'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6331246948494733028</id><published>2012-01-11T10:17:00.002+01:00</published><updated>2012-01-11T10:17:59.918+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Woran man merkt, dass man alt wird</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn einem 200 Meter außerhalb des Supermarkts siedend heiß einfällt, dass man die vier Pfandflaschen zu je 25 Cent zwar in den Automaten gesteckt hat, dann aber versäumte, per Knopfdruck den Bon anzufordern, und diesen somit nicht an der Kasse zur Verrechnung vorlegte. Das ist eine beachtliche Leistung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Immerhin bin ich halbwegs sicher, auf dem Weg die Verlagsrechnung in den Briefkasten an der Eisdiele eingeworfen zu haben und nicht in den Altkleider-Container. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6331246948494733028?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6331246948494733028'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6331246948494733028'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/woran-man-merkt-dass-man-alt-wird.html' title='Woran man merkt, dass man alt wird'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2124101369354609345</id><published>2012-01-06T10:47:00.002+01:00</published><updated>2012-01-06T10:48:08.805+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Zwei Kölsch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;War gestern mal mit Wulffi im Brauhaus. Wir kennen uns aus der Jungen Union, als wir mit den höheren Töchtern Flaschendrehen spielten. Damals&amp;nbsp;nannten wir ihn immer Wulffi. Ist ja nicht sooo abwegig. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nicht einfach, die Lage, klar. Menschenrechte gelten auch für Präsidenten, da muss drauf hingewiesen werden. Sind ja alles auch nur Menschen. In Arabien und auch bei uns. Besonders bei uns. Aber der Kai hat eben seine eigene Agenda. Machtgewinn, Machterhalt, Machtverlust. Ich bin der Macher, will der Kai den ganzen Platzhirschen signalisieren, ich regiere die Republik via Druckmaschinen, Mailboxes und Gel-Tuben. Meint zumindest Wulffi, wie er da so steht und fassungslos den Kopf schüttelt. Seine frischfrisierten Haare sind ganz zersaust. Kann der Sturm gewesen sein. „Ich hätte es wissen müssen“, sagt er zum Köbes. „Noch zwei?“, fragt der Köbes.&amp;nbsp;Vor ihm, so Wulffi, war der Heinz-Olaf dran, als Nächstes wollen sie erst Dieter Bohlen, danach die Veronica runterschreiben. Meint Wulffi. Hat er von seiner Quelle in der Redaktion gehört. Kai hat in seinem Kellerraum mit den ganzen Akten der gerade-nicht-opportunen Skandale schon die Fotos aufgehängt und Dartpfeile draufgeschmissen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Noch zwei?“, fragt der Köbes ein weiteres Mal. Nein, sagt Wulffi, er muss los, Bettina vom Tattoo-Studio abholen. Fruststechen. Sie schwankte eben noch zwischen einem Hackebeil überm Herzen und einem religiösen Spruch auf dem Hintern. Na, er lässt sich überraschen, meint Wulffi und geht hinaus in den Wind. Den Deckel bezahle ich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2124101369354609345?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2124101369354609345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2124101369354609345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/zwei-kolsch.html' title='Zwei Kölsch'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4116268279207428180</id><published>2012-01-02T13:12:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T13:13:08.515+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Doppelsocken</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Immer diese Omen. Pünktlich zum Neujahrsmorgen gibt die Heizung keinen Glucks mehr von sich. Ich rufe panisch: „Weltuntergang! Maya-Prophezeiung!“ Renne in den Heizungskeller, denn ich hatte ja neulich einen Crash-Kurs vom Vermieter. Warnlampe am Brenner leuchtet. Hab ich mir doch gedacht. Draufdrücken führt dazu, dass der Brenner für genau dreißig Sekunden anspringt, ehe die Warnlampe wieder leuchtet. Hab ich mir doch gedacht. Frau schickt eine SMS an den Vermieter. Ziehen Doppelsocken an und uns ins Bett zurück. Katze drauf, denn der ist es allein auf ihrem Sessel auch zu kalt. Frau liest einen Horror-Roman, vergisst die Welt um sich herum und kommt glücklicherweise nicht auf die Idee, zum Lüften die Fenster aufzureißen. Im Fernsehen laufen nur Naturdokus mit Arktis- und Pinguin-Thematik oder über Stalingrad. Traue mich nicht unter die Dusche, denn mittendrin könnte das Warmwasser ausgehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute: Heizung geht wieder. Auf volle Pulle gestellt. Frau liest weiter Horror-Roman. Im Fernsehen laufen Naturdokus mit Vulkan-Thematik und irgendwas über den Hamburger Feuersturm.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4116268279207428180?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4116268279207428180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4116268279207428180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/doppelsocken.html' title='Doppelsocken'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7391084004213417759</id><published>2012-01-01T09:02:00.001+01:00</published><updated>2012-01-01T09:02:19.261+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Jahreswechsel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern Abend mal was ganz Verrücktes gemacht. Um 22 Uhr ins Bett gefallen. Dann um 23.55 Uhr von heimtückischem Geknalle vorm Fenster geweckt worden, kurz die Augen gerieben und daran erinnert, welches Datum ist, die zufällig anwesende Flasche Sekt geöffnet, angestoßen, jeder ein Gläschen getrunken und zurück ins Bett gefallen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;War eben ein anstrengendes Jahr.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7391084004213417759?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7391084004213417759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7391084004213417759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2012/01/jahreswechsel.html' title='Jahreswechsel'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3803045749306582510</id><published>2011-12-29T09:43:00.002+01:00</published><updated>2011-12-29T09:43:34.273+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Pralinen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;So langsam erreicht man das Alter, in dem man zu Weihnachten beunruhigend viele Pralinen geschenkt bekommt. Das hat mutmaßlich auch zu tun mit der obligatorischen Antwort auf die obligatorische Frage nach Geschenkwünschen: „Ich hab alles. Frau, Katze, Dach überm Kopf, Universitätsabschluss, Breitbildfernseher und Blu-ray-Player. Ich brauch nix.“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann also Pralinen. Meistens welche mit „hochgeistiger“ Füllung. Die Schenker könnten sich theoretisch auch zusammentun und zwei Flaschen Cointreau mit Schokoladenüberzug schenken. Wäre platzsparender. Die Schachteln türmen sich zu einem beachtlichen Stapel, und ich werde mindestens ein halbes Jahr lang lallen, taumeln, gegen die deutsche Schrankwand knallen und Heinz-Erhardt-Filme gucken müssen, bis ich sie alle gewürdigt und ordnungsgemäß entsorgt habe. Erschwert wird die Sache dadurch, dass auch die Gattin von diversen Kunden usw. Pralinen geschenkt bekam, die sie aber nicht isst, weswegen die Schachteln natürlich auf meinem Stapel landen. Prosit.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3803045749306582510?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3803045749306582510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3803045749306582510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/pralinen.html' title='Pralinen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3412774387765496981</id><published>2011-12-25T10:32:00.002+01:00</published><updated>2011-12-28T20:14:27.835+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Christmette im Stehen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach dem Umzug in die Südstadt wurde ein Langzeitprojekt in Angriff genommen. Jeweils eine Christmette in einer der zwölf romanischen Kirchen Kölns. Jedes Jahr eine andere.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das erste Jahr galt noch der nicht-romanischen (aber immerhin neogotischen) Kirche St. Paul in unmittelbarer Nachbarschaft, die sozusagen unsere „Gemeinde“ darstellt und deren Pfarrbrief wir regelmäßig im Briefkasten vorfinden. Aber danach ging’s dann richtig los.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Erst war St. Severin dran, kurzer Fußmarsch nur. Das Jahr darauf ging es zu St. Georg, direkt am Stadtarchiv-Loch. Volles Haus, ganz hinten gesessen und gefröstelt. Ich erinnere mich an eine progressive, fast ein bisschen aggressive Predigt, die mir gefallen hat. Im Schneeidyll des letzten Jahres wanderten wir zu St. Pantaleon und zum Theophanu-Grab. War der allerschönste Anblick bei dem Schnee und im Dunkeln, das reinste Postkartenmotiv, aber die konventionellste und schlechtbesuchteste Mette. Nicht mehr als fünfzig Leute in dem Riesending.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dieses Jahr besuchten wir die vierte romanische Kirche und machten ein Drittel des Langzeitprojekts voll. Es ging zu St. Maria in Lyskirchen (1210/20). Diese kleine, dafür umso schönere Kirche ist für Christmetten während Wirtschafts- und Währungskrisen eindeutig nicht ausgelegt. Wir kommen 25 Minuten vor Beginn, und sogar die Stehplätze sind schon knapp. Also irgendwo an den Rand hinter einen Pfeiler verkrümelt, still die Leute begutachtet und im Stehen der Weihnachtsandacht gefrönt. Müssen dann etwas nach vorne tippeln, denn ich stehe direkt auf der Heizung, und nach einer halben Stunde hätte man mich als Flüssigkeit in einem Wischmopp nach Hause tragen können, um mich über dem Waschbecken auszuwringen. Immerhin stehen wir jetzt direkt an der berühmten, wirklich tollen &lt;a href="http://www.krippe-online.de/"&gt;&lt;span style="color: red;"&gt;&lt;b&gt;Kölschen Milieukrippe&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;und können sie während der etwas zäheren Passagen im Gottesdienst ausgiebig bewundern.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich liebe den Geruch von Weihrauch am Abend. Von dem gibt es reichlich, lecker, aber sonst ist nur wenig Brimborium. Nicht mal Messdiener. Sympathisch, wie leidenschaftlich der Priester die Weihnachtsbotschaft paraphrasiert. Er stampft sogar mit den Füßen auf, gestikuliert feingeistig und umschreibt das verderbliche Schreiten von Soldatenstiefeln (abgeleitet aus der obligatorischen Lesung aus dem Buch Jesaja) mit „Knirsch, knirsch, knirsch“. Die Frau neben mir kickelt. Ein Tenor singt. Der Organist ist gut drauf. Die Gabenbereitung findet auf dem Gang mitten unter den Leuten statt. „Wir tragen jetzt mal gerade einen Tisch rein.“ Ich betrachte derweil die Krippe und die 120 Kerzen über meinem Kopf.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach insgesamt eindreiviertel Stunden im Stehen sind die Füßlein etwas platt und der Rücken zieht spürbar an der rechten Seite. Standbein, Spielbein. Der Rückmarsch zu Fuß ist Pflicht, um den Kadaver wieder zu wecken. Georg- und Severinstraße sind hell erleuchtet, kaum jemand ist unterwegs, nur ein paar Leute rennen mit Tüten oder Flechtkörben herum, aus denen die Geschenke lugen. Offensichtlich warten irgendwo noch Kinder auf ihre Bescherung. Vor dem Seniorenstift und dem Krankenhaus holen Autos die alten Mütter ab. Zu Hause angekommen, lebt der Kadaver wieder, und aus dem Fenster des wohlhabenden Nachbarhauses schallen schiefe Blockflötenklänge. „Sti-hi-lle (pieps) Na-acht. Hei-hi-lige (kreisch) Na-acht. A-ha-lles (flöt) schlä-äft, ei-hei-nsam wa-acht (schrill) …“ So muss das sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3412774387765496981?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3412774387765496981'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3412774387765496981'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/christmette-im-stehen.html' title='Christmette im Stehen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1926099096099397935</id><published>2011-12-24T10:30:00.000+01:00</published><updated>2011-12-24T10:30:32.125+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Weihnacht</title><content type='html'>&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/Ru0JYOBre7Y?rel=0" width="420"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1926099096099397935?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1926099096099397935'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1926099096099397935'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/weihnacht.html' title='Weihnacht'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/Ru0JYOBre7Y/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7569265344906295290</id><published>2011-12-20T09:59:00.000+01:00</published><updated>2011-12-20T09:59:01.785+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Elektrischer Zauberkasten'/><title type='text'>Der Zeit weit voraus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern Abend erstmals &lt;i&gt;Die Päpstin&lt;/i&gt; gesehen. TV-Langfassung. Kannte bisher weder das Buch noch den Kinofilm. War begeistert. Die Hauptfigur vertritt um das Jahr 840 n. Chr. herum jede nur erdenkliche progressive Idee. Bevor sie jedoch die AKW-Bewegung gründen, „Das Kapital“ schreiben, 95 Thesen an die Kirchentür nageln und die 35-Stunden-Woche ausrufen kann, stirbt sie. Was ich persönlich schade fand.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7569265344906295290?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7569265344906295290'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7569265344906295290'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/der-zeit-weit-voraus.html' title='Der Zeit weit voraus'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5102347338367790369</id><published>2011-12-19T09:13:00.001+01:00</published><updated>2011-12-19T09:13:15.980+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorf'/><title type='text'>Advent in echt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Traditionelles Adventskonzert auf dem Dorfe. Alle Musikvereine in der Kirche. Seit meiner Zeit damals haben sie sich gemausert, sind moderner und schmissiger geworden. Bin durchweg beeindruckt. Die Blasmusik hat sogar eine junge Luxemburger Musikstudentin als Dirigentin. Die Mandolinisten und -innen versuchen sich derweil an John Miles’ „Music“, und es gerät zu einem Triumph. Eine Seventies-Miniatur-Rock-Suite, arrangiert für ein Mandolinenorchester – nichts weniger als überraschend. Super Rhythmusgruppe unter Schlagzeuger Pinky, aber der war damals schon gut. Eigentlich ein Rock’n’ Roller. Der Kirchenchor gibt Roy Black: „Weihnachten bin ich zu Haus“. Man könnte heulen vor Rührung, aber man ist ja ein Kerl. Und: Dieses Jahr ist die Kirche sogar beheizt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mittendrin gibt es eine Störung. Nach dem Ende eines Stücks und in andächtiger Stimmung erklingt vom Eingang her eine ungünstig hohe Männerstimme, die frappant an die aus dem Loriot-Cartoon mit den Comedian Harmonists erinnert: „Halt, halt, halt!“ Alle zucken kollektiv zusammen und wenden sich um. Ich könnte mich wegschmeißen vor Lachen, denn es ist nahezu original Loriot. Als wollte der Meister sich aus dem Jenseits ins Geschehen einbringen. Dann die profane Auflösung: „Da draußen blockiert das Auto mit der Nummer TR-XY 123 die GESAMTE Straße! Da stauen sich schon zwanzig Fahrzeuge!“ Der Besitzer des Autos spurtet raus – jemand vom Kirchenchor –, Problem wird behoben, Verkehr fließt, Stimmung wieder andächtig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu dieser Veranstaltung kommt echt jeder, denn a) jeder ist einem der Musikvereine, b) jeder, der nicht in einem der Musikvereine ist, kommt zuhören, c) jeder, der nicht in einem der Musikvereine ist und nicht zuhören kommt, findet sich danach zum Stubbi-Kippen im Gemeindehaus ein. Ich stelle allerdings fest, dass ich nur noch jeden Fünften kenne und mich erstmal akklimatisieren muss. Ein Stubbi hilft dabei. Werde trotzdem nicht sehr alt, muss noch arbeiten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;War alles für einen guten Zweck. Im Sommer verunglückte ein Bursche aus dem Dorf schwer mit dem Auto und weilt seitdem in derselben Reha-Klinik wie der „Wetten, dass …?“-Kandidat. Ihm und der Familie sollen die Spenden und der Erlös des Abends zufließen. Gut. Der Zusammenhalt ist beeindruckend, vor allem die Selbstverständlichkeit desselben. Advent in echt. Gibt’s tatsächlich noch.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5102347338367790369?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5102347338367790369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5102347338367790369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/advent-in-echt.html' title='Advent in echt'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-8227374834026484218</id><published>2011-12-15T08:34:00.000+01:00</published><updated>2011-12-15T08:49:52.257+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Test-Tube Conceived</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-bbolkhTjE_s/TumhPXmpiKI/AAAAAAAANa8/w7ld7ZUQAp4/s1600/calvert.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-bbolkhTjE_s/TumhPXmpiKI/AAAAAAAANa8/w7ld7ZUQAp4/s200/calvert.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Musste auch dringend mal wieder durchgehört werden. Macht mich ganz sentimental. Das letzte Studioalbum von Herrn Calvert. 1986 erschienen. Zwei Jahre später war der Mann leider mausetot.&lt;br /&gt;Ich halte Robert Calvert bekanntlich für einen der aufgewecktesten Rockmusik-Dichter des Atomzeitalters und des Kalten Krieges und für einen, der aus persönlichen Ambivalenzen große poetische Spannung generierte. Sein Interesse an Technologie und ihren Möglichkeiten befeuert auch die Kessel von &lt;i&gt;Test-Tube Conceived&lt;/i&gt;, zugleich werden (Natur-) Wissenschaft und Weißkittel böse angegangen. Retortenwesen, Gen-Technologie, Tierversuche, Computerkriminalität, Psi-Experimente, Allmachtsphantasien – alles wird verhandelt. Mal treibt der Drang zur Ironie Calvert an, mal die Lust am L’art pour l’art, mal ist er engagiert und völlig frei von Humor. Beim Thema Tierversuche sind Spott oder Humor auch nicht unbedingt angesagt („Save Them“).&lt;br /&gt;Ich mochte das Album damals nicht so sehr. War mehr so ein Pflichtkauf. Ich stand Mitte der Achtziger eher auf fetttriefenden Power-Rock, Metal sogar, also war mir Calverts Soundsoße zu dünn. Bis auf etwas schartigen Radau war die Platte quälend minimalistisch, skelettiert, steril, wavig, technoid, zu hingehaucht.&lt;br /&gt;Heute erscheint gerade diese Zurückgenommenheit natürlich völlig konsequent. Man kommt sich vor wie in einem weißgekachelten, neonbeleuchteten Vivisektionsraum, während man einem hochkonzentrierten Pathologen beim Rumschnippeln zuschaut. Die asketischen, hallenden Synthie-Sounds, die aufgerauhte Stimme, die Langsamkeit und der gezielte Einsatz von Effekten machen aus &lt;i&gt;Test-Tube Conceived&lt;/i&gt; ein gespenstisches Album mit sehr klaren, sehr poetischen Botschaften. Eine etwas aufwendigere Produktion, die aus Budgetgründen gestrichen werden musste, hätte der Platte dennoch gut getan.&lt;br /&gt;Später im selben Jahr interpretierte Calvert zusammen mit der Begleitband Maximum Effect einige der Stücke live, und die Mitschnitte zeigen die fülligere, aggressive Seite dieser Technologiekritik. Eine neue Solo-Platte, die von Brian Eno produziert werden sollte, war in Planung, knackige Demo-Aufnahmen lagen vor. Und mit Hawkwind stand Calvert auch wieder in Verhandlungen. Mittendrin in diesem hoffnungsvollen Treiben haute es ihn 1988 um. Verdammt schade, denn das hätte spannend werden können.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="192" src="http://www.youtube.com/embed/Ox3N0e95MPI?rel=0" width="320"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="192" src="http://www.youtube.com/embed/GkU9T-GtE9A?rel=0" width="320"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-8227374834026484218?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8227374834026484218'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8227374834026484218'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/test-tube-conceived.html' title='Test-Tube Conceived'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-bbolkhTjE_s/TumhPXmpiKI/AAAAAAAANa8/w7ld7ZUQAp4/s72-c/calvert.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4203564191631433397</id><published>2011-12-12T12:00:00.001+01:00</published><updated>2011-12-12T12:13:26.346+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Thüringer Bratwurst</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich bin ja bekanntermaßen nicht so der Weihnachtsmarkt-Enthusiast. Bin nicht mit denen sozialisiert worden, denn zu meiner Zeit gab es sie schlicht noch nicht. Der erste Weihnachtsmarkt im heimischen Trier dürfte so Mitte der Achtziger stattgefunden haben. Da war ich schon fast zwanzig und nicht mehr ganz so kulleräugig. Über die Jahre hat sich der W-Markt vom Trierer Hauptmarkt bis auf den Domfreihof ausgedehnt. Irgendwann hatte dann jedes Kaff in der Region seinen W-Markt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Hauptmotiv für die Existenz von Weihnachtsmärkten, Glühwein, ist mir auch stets ein Rätsel geblieben. Kriege ich die Scheißerei von, außerdem klingt der vielbeschworene Aufwärmeffekt schnell ab und verwandelt sich in einen Kälteeffekt. Dem kann nur entgegengewirkt werden durch noch mehr Glühwein. Eine sehr durchsichtige Strategie der Profitmaximierung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als eminent brauchbar hingegen erwies sich auf den ersten Trierer Weihnachtsmärkten die Thüringer Bratwurst. Der Stand befand sich stets am Rand, man musste gar nicht tief rein ins Gewühl. Der Standort wie auch der Preis blieben bis heute stabil, was man so hört. Seit diesem – ich nenne es beim Namen – kulinarischen Hochgenuss, nach dieser Initiation in die Freuden der Zum-Mitnehmen-Gourmetbraterei wurde auf anderen Weihnachtsmärkten, hauptsächlich im Rheinland, stets zuerst Ausschau gehalten nach den Bratwurstständen und nach dieser speziellen Thüringer Bratwurst. Sie ist lang und dünn und wird in der Mitte geknickt, um ins Brötchen zu passen. Viele Bratwurststände kokettieren mit „Thüringer Bratwurst“, aber ein Blick aufs Rost zeigt, dass es meist nur gewöhnliche Bratwürste sind, die in keinster Weise mit der Gewürzexplosion der echten konkurrieren können.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wichtig dabei ist: Diese Wurst gehört ausschließlich auf den Weihnachtsmarkt. Sie zu anderen Jahreszeiten irgendwo ausfindig zu machen und dann inflationär in sich reinzuschaufeln, würde die Atmo zerstören und den Moment des Genusses sabotieren. Nein, nur einmal im Jahr und für begrenzte Zeit. Insofern ist der Weihnachtsmarktbesuch doch zur Pflicht geworden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Gattin bevorzugte dieses Jahr den kleinen Markt im puppigen Brühl, wo sie palettenweise Lebkuchen in hübschen Dosen abgriff. Echten Nürnberger Lebkuchen, nicht so ein Pseudo-Zeug. Ich schaute mich derweil etwas um, roch mich durch die Gastronomie-Buden und darf die frohe Botschaft verkünden: In Brühl gibt es sie, die echte Thüringer. Es ist, wenn man von der Innenstadt her kommt, die zweite Wurstbude des Marktes, die auf der linken Seite, gleich gegenüber dem Kinderkarussell. Was für eine Wiederschmeckensfreude! Ich aß gleich zwei davon, denn diese Saison komme ich hier nicht mehr vorbei. Eine dritte hätte eventuell noch gepasst. Ich bin ganz reuig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brühl ist überhaupt recht lieblich. Man verzichtet dort auf Musikberieselung vom Band und verfügt stattdessen über eine zappelige, freudig erregte Live-Combo, die Weihnachtslieder im authentischen Swing-Modus abdudelt, sowie über einen einsamen, falsch, aber wacker spielenden Trompetenjungen. Er steht ein paar Schritte abseits der Lebenden Krippe, wo die Darsteller tapfer dauerlächeln. Vermutlich haben sie dreizehn Schichten Fleece unter den pseudo-antiken Gewändern. Sie wirken jedenfalls alle ziemlich rundlich. Könnten natürlich auch Thüringer Bratwürste oder Dampfnudeln dran schuld sein. Die vorbeiflanierenden Kinder bleiben stehen und zuppeln manisch an Esel, Schaf und Lämmchen herum. Den Viechern ist es egal; sie haben dickes Fell. Ausgerechnet die Hauptfigur, das Kind in der Krippe, ist jedoch eine Puppe. Meiner Meinung nach eine falsche Rücksichtnahme.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf dem Weg zum Bahnhof, während die Bratwurst heimelig im Magen quellt, kann man dann noch das illuminierte Schloss von Clemens August bewundern, als sei es eine fette Vision vor dem Sternenzelt. Nett.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4203564191631433397?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4203564191631433397'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4203564191631433397'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/thuringer-bratwurst.html' title='Thüringer Bratwurst'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-357003370618289572</id><published>2011-12-11T11:28:00.001+01:00</published><updated>2012-01-19T09:23:35.850+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><title type='text'>"Ain't no joke, you can disappear in smoke"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein (zuletzt selten live gespielter) Klassiker des gepflegten Eskapismus als aktuelle Handy-Aufnahme. Leidliche Soundqualität, lässt aber den Psycho-Grad zumindest erahnen. Besonders nett finde ich die authentische Rekonstruktion des alten Mellotron-Sounds, der zwischendurch immer mal wieder durchschimmert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/reYM_KbVuCw?rel=0" width="420"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-357003370618289572?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/357003370618289572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/357003370618289572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/aint-no-joke-you-can-disappear-in-smoke.html' title='&quot;Ain&apos;t no joke, you can disappear in smoke&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/reYM_KbVuCw/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4560080651053033351</id><published>2011-12-05T12:10:00.001+01:00</published><updated>2011-12-05T12:15:18.743+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Plünderer</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit das Schlimmste auf der Welt: Berufsschüler.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vor allem dann, wenn der Endverbraucher (= ego) gerade kontemplativ den Einkaufswagen durch den völlig leeren Supermarkt schiebt, die Regale studiert und auf Inspiration und Vision hofft. Dann fallen sie ein, die Berufsschüler aus der fragwürdigen Erziehungsanstalt nebenan.  Immer zwischen 9.30 und 10.00 Uhr. Hundertfünfzig Stück auf einmal. Sie schreien, sie plündern, sie brandschatzen, hauen alles kaputt und vergewaltigen. Sie labern, sie kreischen, erzählen dumme Witze, sie rempeln, sie stehen grüppchenweise dumm herum und telefonieren mit ihren Handys. Sie kaufen nur sehr wenig – Kaffeekaltgetränke, Sandwiches, Croissants, Teilchen, Brötchen, Kaugummis –, verstopfen dabei erst die Gänge, dann die Backwaren-Ausgabe („Bitte benutzen Sie die Griffzange. Berühren verpflichtet zum Kauf“) und schließlich die Kassen („Sagen Sie unseren Mitarbeitern Bescheid, wenn mehr als fünf Kunden vor Ihnen stehen“). Die Schlange geht fast durch den ganzen Laden, und während sie warten, spielen sie Browser-Games auf ihren Handys (Jungmänner) oder zupfen sich gegenseitig an ihren Strähnchen (Jungmädels). Sie quieken, lassen Münzgeld fallen, dann ist auch noch der Zigarettenautomat an der Kasse leer.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Endverbraucher schiebt seinen Einkaufswagen derweil ganz nach hinten in die äußerste Ecke des Markts (Dosengemüse und H-Milch), verharrt regungslos, verhält sich still, starrt teilnahmslos auf die Erbsen und Möhrchen und wartet, bis der Tumult sich legt. Es dauert danach eine Weile, bis er den zum Einkaufen nötigen Grad an Kontemplation wiedererlangt hat und sich nach vorne in Marsch setzen kann, um an der Backwaren-Ausgabe nachzuschauen, was die Plünderer ihm übrig gelassen haben.    &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4560080651053033351?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4560080651053033351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4560080651053033351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/plunderer.html' title='Plünderer'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3108748932249799123</id><published>2011-12-01T11:58:00.001+01:00</published><updated>2012-01-19T09:24:13.337+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><title type='text'>Neue Platte</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Hawkwind-Universum kündigt für Frühjahr 2012 ein neues Studioalbum an. Man hatte kaum Zeit, alle Details des letzten Albums zu ergründen, und da soll es schon wieder eins geben? Bei einer Band, die zwischen 1998 und 2010 ziemlich am Boden lag und nur eine einzige Studioplatte rausbrachte, kommt diese Wiederaufnahme des alten Publikationsrhythmus fast einer Sensation gleich. Man hatte sich längst daran gewöhnt, die Hawks als ein überzeitliches Phänomen wahrzunehmen, dessen Uhr anders tickt. Und nun diese Inflation.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die aktuelle Besetzung macht einen erstaunlich stabilen, spielfreudigen Eindruck. Eben diese Besetzung und die zeitliche Nähe zu &lt;i&gt;Blood of the Earth&lt;/i&gt; lässt einen Output im selben ästhetischen Gewand vermuten: verspielte Weltraumepik mit balladesk-konzertanen Passagen, technoidem Deep-Space-Maschinengepumpe, melancholischem Gitarrenflirren und revitalisiertem Kiffer-Punk-Krautrock. Hoffentlich nicht zu viele halbgare Neuaufnahmen alter Stücke. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es die Rückkehr der Akustikgitarre ins Klangbild.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3108748932249799123?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3108748932249799123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3108748932249799123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/12/neue-platte.html' title='Neue Platte'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1549656765790546821</id><published>2011-11-28T13:14:00.001+01:00</published><updated>2011-11-28T13:15:46.991+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Das System III</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Paket ist definitiv im System verschollen. Der Zusteller hat eindeutig „geschwindelt“, wenn er sagt, er hätte es auf der Filiale abgegeben. Das meint jedenfalls der Mitarbeiter am Schalter. Mein Menschenkenntnispegel sinkt gen null, mir wird ganz flau. Bin ich zu naiv und leichtgläubig? Vertraue ich zu sehr Menschen in Uniform? Der Zusteller hat das Paket auch in keiner anderen Filiale des Zustellgroßbezirks abgegeben, denn der Mitarbeiter am Schalter hat eine halbe Stunde lang bei denen herumtelefoniert. Er kann nichts machen. Eine Sendungsnummer habe ich nicht, und die Typen von der DHL-Hotline „fragen immer zuerst nach der Sendungsnummer“. Und legen sofort auf, wenn man keine vorweisen kann. Nee, das hat der Mitarbeiter nicht gesagt, aber es klang etwas in der Art durch.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Recherchen meinerseits ergaben, dass es weder Verlagsvorschauen noch Belegexemplare noch unangekündigte Manuskripte sind. Aber woher kommt es dann, das Paket? Ich bin regelrecht neugierig. Ist es eine gratis Warenprobe Christstollen oder Lebkuchen? Habe ich bei der „Aktion Mensch“ ein Eigenheim gewonnen, und die haben mir den Schlüsselbund mit Haustür-, Keller-, Garagen-, Klo- und Tresorschlüssel geschickt? Wird die Villa jetzt, wo keiner sie bezieht, verfallen? Ist es eine Nebenkostenerstattung in bar und kleinen Scheinen? Oder habe ich einen Plasmafernseher, 106 cm Diagonale, gewonnen? Oder ein Nackenkissen? Ein Nudelholz? Eine CD von Lena Mayer-Landrut oder Mickie Krause? Eine Thomas-Mann-Gesamtausgabe? Ein Werbe-T-Shirt vom Autohaus Kastenholz? Muss die Katze etwa auf eine gratis Jumbotüte Royal Canin verzichten oder ein Catsan-Pröbchen?&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Meine Güte, System, du machst es spannend. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1549656765790546821?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1549656765790546821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1549656765790546821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/das-system-iii.html' title='Das System III'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7820601809522643653</id><published>2011-11-25T10:52:00.001+01:00</published><updated>2011-11-25T11:00:12.755+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Das System II</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Fünf Minuten nach dem vorherigen Blog-Eintrag traf ich „die Flasche“ vorm Haus. Ich glaube anhand des Akzents übrigens zu erkennen, dass er Italiener ist. „No, isch’abe keine Paket auffe Wagen mehr.“ Er hat also das Paket nicht mehr auf dem Wagen. Zudem ist er sichtlich zerknirscht und versichert felsenfest, er habe es in der Filiale abgegeben. Ich glaube ihm. Der Typ scheint mir keine Flasche zu sein. Die Flasche befindet sich irgendwo anders im System.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Also werden nun die DHL-Systemanalytiker ran müssen, um mittels einer Flaschenanalyse und eines Flaschenzugs meine Verlagsvorschauen aus den systemischen Tiefen&amp;nbsp;zu bergen. Ich blättere sie dann dreißig Sekunden lang durch und überantworte sie der Papiermüllabfuhr. Das ist dann allerdings ein System, das lückenlos funktioniert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7820601809522643653?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7820601809522643653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7820601809522643653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/das-system-ii.html' title='Das System II'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7433706747819688472</id><published>2011-11-25T10:18:00.001+01:00</published><updated>2011-11-25T10:24:49.712+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Das System</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auch der zweite Versuch, das DHL-Paket auf der Filiale entgegenzunehmen, scheiterte. Es ist, entgegen der Angaben auf der Benachrichtigungskarte, schlicht nicht da. Man versprach, sich darum zu kümmern, und schrieb meine Telefonnummer auf. Es sind vermutlich nur Verlagsvorschauen in Katalogform, die ich ohnehin schon im Internet zur Kenntnis genommen habe. Also im Grunde hübsch aufgemachtes Papier, dem nachzurennen nicht zwingend notwendig wäre.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Filiale, unüberlicherweise gähnend leer, war man ziemlich ungehalten. Zwei Mitarbeiter stellten auf der Suche nach dem Paket erfolglos das ganze Lager auf den Kopf. Der wartende Kunde (= ego) konnte mithören. Der neue Paketbote für den Bereich sei „wieder mal so eine Flasche“, der nix als Fehler mache und das System überfordere.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich kenne ihn schon: Junger Kerl mit Migrationshintergrund, wirkt etwas überfordert, ist aber nett, freundlich und bemüht. Fühlte mich gleich solidarisch mit der Flasche und werde versuchen, das unter uns zu regeln, sobald ich im Viertel seines Wagens ansichtig werde. Vielleicht kommt er ja heute noch mit Unterwäsche oder Schuhen für die berufstätige Dame oben im Haus, die ich traditionell entgegennehme. Vermutlich hat er mein Paket nämlich noch auf dem Wagen, darf aber aufgrund der Vorschriften keinen weiteren Zustellversuch unternehmen, sondern muss es so lange rumkutschieren, bis er irgendwann mal so früh Dienstschluss hat, dass er die Filiale noch zur Öffnungszeit ansteuern und es dort abliefern kann. Denn er hat ja bereits eine Benachrichtigungskarte eingeworfen, auf der genau das angegeben ist. Das System … &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7433706747819688472?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7433706747819688472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7433706747819688472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/das-system.html' title='Das System'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6896321959258215514</id><published>2011-11-24T09:52:00.001+01:00</published><updated>2011-11-24T15:54:55.288+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kabarett'/><title type='text'>"Das Leben ist schön - gefälligst!"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern Abend waren Piet Klocke und Frl. Angelika Kleinknecht (aka Simone Sonnenschein) in der Comedia. Neues Programm „Das Leben ist schön – gefälligst!“.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Klockes Strategie ist schnell erklärt, zugleich sehr kompliziert, und sie verlangt vom Künstler eine extremistische Bühnendarbietung. Er weist uns hin auf die Diskrepanz zwischen gesprochener Sprache und kognitiven Prozessen. Schneller denken, als sprechen möglich ist. Klocke führt die Tragik vor, die sich aus diesem Umstand ergibt. Rigoros. Es ist ein Verzweifeln an der Unzulänglichkeit der Welt, sehr gern auch an sich selbst, an der eigenen rhetorischen Ausstattung und an der fatalerweise selbstgewählten Rolle des „Dozenten“. Jemand, der zu schnell denkt und dabei auch noch überaus fahrig und generell sehr verwirrt ist und zudem grotesk lang und schmal, merkwürdige Garderobe trägt und eine wirre Frisur hat, sollte nicht vor Publikum treten. Das kann nur schief gehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Glücklicherweise tut Piet Klocke genau das. Weswegen bei seinen tragikomischen Auftritten das Publikum stets prustend und keuchend in den Rängen hängt und schlussendlich die Veranstaltung fix und fertig verlässt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es gibt da kein Vertun: Piet Klocke gehört zum Besten, was das Kabarett zu bieten hat. Er aktualisiert ältere, tragikomische Formen des Scheiterns an Welt und Sprache und taktet sie gnadenlos hoch. Seine erschütternde, aber in sich logische Komplettverdrehtheit und seine groteske Übererregtheit lassen einen ziemlich fassungslos zurück. Das ist pure Katharsis. Da kriegt man Atemnot. Das ist komplett zum Schlapplachen. Komischer kann die Welt nicht werden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am stärksten erinnert er sprachstrategisch wie phänotypisch wohl an Karl Valentin, einen der größten deutschen Kabarettisten. Alfred Kerr schrieb seinerzeit über den Münchner: „Alle lachen. Manche schreien. Woraus besteht er? Aus drei Dingen: aus Körperspaß, aus geistigem Spaß und aus glanzvoller Geistlosigkeit“. Er könnte es heute beinahe genauso über Piet Klocke schreiben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als seine Liesl Karlstadt fungiert Simone Sonnenschein mit schüchternem Kleinmädchen-Charme und in grotesk unbeholfener Girlie-Kleidung. Stets nur flüsternd und mimisch aktiv, voll von abrupt hervorbrechenden, dadaistischen Weltverbesserer-Ideen („Windenergie!“), die sie Klocke ins Ohr flüstert, damit dieser sie hinausposaunt – um sich dann stammelnd darüber lustig zu machen und die kleine Naive genussvoll runterzuputzen. Aber Frl. Kleinknecht hat enormes anarchisches Potenzial: Während Klocke in der Pause unter der Dusche war, hat sie ihm die Klamotten geklaut und tritt nun ebenso wortgewaltig wie verwirrt als er auf. Zum Schreien. Klocke kommt fast zu früh zurück – in Bademantel und mit Waschbürste –, um zornig seine Garderobe einzufordern. Solche faustdicken Überraschungen, die unbedarften, etwas gelangweilt wirkenden „Basteleien“ nebenher (ein Phallus aus einem Handtuch), kleine poetische Einschübe und nicht zuletzt die blitzsauberen Saxophon-Aktivitäten der studierten Musikerin Simone Sonnenschein machen einen Fräulein-Kleinknecht-Fanclub mehr als überfällig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Meine Fresse, das war komisch!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6896321959258215514?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6896321959258215514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6896321959258215514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/das-leben-ist-schon-gefalligst.html' title='&quot;Das Leben ist schön - gefälligst!&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7761403753512110959</id><published>2011-11-17T13:23:00.001+01:00</published><updated>2011-11-17T13:25:21.059+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Zeichen und Wunder</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es kam ein Brief von der Stadtverwaltung Trier. „Schissflammeng“, dachte ich, „bin ich wohl letztes Mal durch eine Radarfalle gebrettert.“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aber nix da, es ist andersrum. Exakt 25 Monate nach der Trauung hat das Standesamt festgestellt, dass es „die Gebühr für die Bereitstellung des Trauzimmers“ aus irgendwelchen bürokratischen Gründen gar nicht hätte erheben dürfen. Es gibt 30 € zurück. Potzblitz. Luftschlangen. Konfetti. Das ist gleichbedeutend mit einem Jahr Anwohnerparken in Köln oder wahlweise einem Wildschwein-Ragout für den Gemahl, einer Pizza Graeca für die Gemahlin und zwei Kölsch.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diejenigen Paare, die inzwischen wieder geschieden sind, müssen sich jetzt um die 30 € kloppen. Nicht schön.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7761403753512110959?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7761403753512110959'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7761403753512110959'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/zeichen-und-wunder.html' title='Zeichen und Wunder'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1592102745873239480</id><published>2011-11-11T09:29:00.001+01:00</published><updated>2011-11-11T15:16:12.554+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kabarett'/><title type='text'>"Weiter"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Man kennt ihn vom Sehen, den Wilfried Schmickler. Er wohnt hier irgendwo um die Ecke, und man sieht ihn oft morgens auf dem Weg zum Bäcker vor dem „Filos“ am Stehtisch, Kaffee und Kippe inhalierend. Ein Mann des Volkes. Hauptsächlich kennt man ihn aber aus dem Fernsehen als zornbebenden Rausschmeißer aus den &lt;i&gt;Mitternachtsspitzen&lt;/i&gt;. Er sagte neulich in einem Interview, aufgrund dieser hohen Eskalationsstufe hätten manche Leute Angst, in seine Programme zu kommen. Die Termine sind trotzdem regelmäßig ausverkauft.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schmickler spielt drei Tage lang sein Programm „Weiter“ in der Comedia, zwei der Termine sind mit WDR-Aufzeichnung. Wir haben uns den ohne Kameras ausgesucht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schmickler ist gekommen, um Verkrampfungen zu lösen und sich quasi stellvertretend fürs Publikum in Rage zu reden. Völlig zu Recht wird er gern mal bezeichnet als „Scharfrichter“ und als „Moralist“. Er tritt wechselweise auf als Volkstribun, der gegen „die da oben“ wettert, als Prediger, der der Gemeinde den Spiegel vorhält und allzu viel Selbstzufriedenheit gar nicht erst zulässt, sowie als melancholisch-lässiger Schlagerstar zu Halbplayback. Seine Laune schwankt zwischen der eines grantigen Maschinengewehrs, seine Taktfrequenz darauf abgestimmt, und der eines links wie rechts blickenden 80er-Überlebenden, der die Gegenwart reichlich albern findet.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Kölner Südstadt-Heimspiel ist der Mann ein Souverän, der König des Abends, der auf ein aufmerksames, manchmal wohl etwas zu amüsierwilliges Publikum trifft. Einige Leute lachen ständig, auch bei Sachen, die gar nicht lustig sind oder dazu dienen, Pointen erstmal vorzubereiten. Der Typ, der hinter uns sitzt, sagt leicht missbilligend und mit Blick dorthin, von wo das meiste Gekickel kommt: „Es sind Landeier anwesend.“ Leider sieht er sich seinerseits genötigt, der Gattin jede Pointe zu erklären. Nervt auch. Viele nicken Schmickler bestätigend zu, reden ein bisschen mit, bringen Zwischenrufe an, teilen die Meinung des Vortragenden. Fehlen nur noch zornig erhobene Fäuste. Glücklicherweise sind es nicht so viele Amüsierlacher, lautstarke Synchronanalytiker oder Meinungsbekunder, dass sie Schmickler den Rhythmus oder die Pointen zerhauen könnten. Er steht manchmal da wie ein Demagoge und gefällt sich dabei, wobei er allerdings nicht nur die politische Klasse, sondern auch sich selbst karikiert, jedes Gewese um seinen Standpunkt dezent wegwedelt oder die Mundwinkel schmerzhaft verzieht, sobald er glaubt, es gerade zu weit getrieben zu haben. Unter der rauhen Schale kommt oft genug der engagierte Typ hervor, dem die Dinge tatsächlich am Herzen liegen. Er erreicht deswegen einen Grad an Bühnenauthentizität, den man selten findet. Ein von gesundem Zorn angetriebenes Spottprogramm mit kathartischen Tendenzen, einer ganz deutlichen rheinisch-katholischen Note der Demut sowie einer dezenten „Altersfusseligkeit“. Seine von selbstironischer Sangesstar-Attitüde unterstützten Blues-Couplets sind okay, die extrem konzentriert vorgetragenen kleinen Gedichte, Philippiken und Predigten exzellent, und die Einlassungen zum Nichtraucherschutz, zum Gesundheitswahn, zu den FDP-Bubis, zu den zwei letzten Verteidigungsministern und zur katholischen Kirche sind nicht steigerbar. Schmickler ist der Maestro einer auf engstem Raum komprimierten rhetorischen Verachtung. Und er hat, bevor er diese Dinge im Kämmerlein ausformulierte, dem Volk aufs Maul geschaut. So etwas nennt man Kabarett. Und am Ende, als das Licht wieder angeht, schallt Johnny Cash aus den Lautsprechern.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Großartiger Abend. Das nächste Mal auf dem Weg zum Bäcker spreche ich ihn an, den Wilfried Schmickler, und sage ihm das persönlich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1592102745873239480?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1592102745873239480'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1592102745873239480'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/weiter.html' title='&quot;Weiter&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-832632984384724766</id><published>2011-11-07T12:18:00.002+01:00</published><updated>2011-11-07T22:41:11.944+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Prinzesschen wird neun</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute vor neun Jahren zog &lt;a href="https://picasaweb.google.com/104306183765041165243/Innenleben#5655828119825364370"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: red;"&gt;&lt;b&gt;das Prinzesschen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; bei uns ein. Zur Feier dieses zweiten Geburtstags (den richtigen kennt ja keiner) geht Herrchen jetzt extra zum „Fressnapf“ und kauft Luxusfutter. Außerdem gibt’s ein tolles Geschenk: Prinzesschen darf heute in den Kleiderschrank, dort nach Herzenslust herumwühlen und Dinge zerrupfen. Da steht das Prinzesschen drauf.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-832632984384724766?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/832632984384724766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/832632984384724766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/prinzesschen-wird-neun.html' title='Prinzesschen wird neun'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4107681340918192583</id><published>2011-11-04T10:51:00.000+01:00</published><updated>2011-11-11T11:56:14.306+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Glänzendes Mittelalter</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wieder mal unter die Noblesse gemischt. Ausstellungseröffnung „Glanz und Größe des Mittelalters“ im Museum Schnütgen. Weit über 200 hauptsächlich christliche Kunstwerke mit Herkunftsort Köln, die in aller Herren Länder verstreut wurden und nun für vier Monate wieder zusammenfinden. Großereignis für den traditionsbewussten Kölner und den Freund des echten Mittelalters. Mittelalter-Simulanten wurden derweil keine gesichtet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es gibt Kölsch, aber nix zu essen. Ziemlich warm. Viele Besucher, kaum Security, die Einladungen überprüft. Kann also im Prinzip jeder rein. Abgesehen von allerhand fachbezogenen Lokalgrößen ist die Promi-Dichte eher gering. Dafür sind amerikanische Leihgeber angereist sowie die US-Generalkonsulin in Vertretung des Botschafters. Beim Gang auf die Rednerbühne legt sie sich erstmal flach, springt aber sofort wieder auf wie eine geübte Bodenturnerin. Die amerikanische akademisch-politische Präsenz verleiht dem Ereignis einen deutlich wahrnehmbaren Hauch von Welt. Auch wenn die PA und die damit verbundene Akustik eher provinziell anmuten. An der Eingangstür hinten zankt sich eine herrische, vermutlich vermögende Schnepfe lautstark mit dem Security-Mann, und man hört die Redner vorne nicht mehr. Daran müssen wir noch arbeiten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die notorische Künstlermuse ist auch wieder da, ein paar seltsame Leute aus der Eifel ebenso (Erkennungszeichen: Strickwesten, rote Backen). Sowie die junge Frau, die über „die spitzen Brüstchen“ der Nackten auf dem Liebeszauber-Bild spottet, dabei aber offenbar selbst noch nicht gemerkt hat, dass hochalberne Girlie-Frisuren sowas von out sind. Ich selbst trete einmal mit den schweren Lederstiefeln fast der verehrten Frau Dombaumeisterin auf die zarten Füßlein. Sie war aber auch zu gut getarnt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Für die, die’s nicht wussten: Köln war eine der bedeutendsten Städte des europäischen Mittelalters und somit ein Zentrum von Kunst und Kunsthandwerk. Sehr vermögend, sehr fortschrittlich, sehr hingebungsvoll, sehr viel Manpower. Wie der Titel der Ausstellung schön verrät, geht es nicht um den Dreck, sondern um den Glanz: Kruzifixe, Reliquiare, Bibeln, Kreuzigungsgruppen, Heilige, bekannte und abstruse Bibelszenen, liturgische Gewandungen, Bischofsstäbe, ein Gerichtsschwert, Kirchenfenster, ganze Altäre, frühe akademische Schriften. Ein umfassendes, nicht endenwollendes Geschichtenerzählen in allen erdenklichen Medien, sogar mit Humor: Auf einer Kreuzigungsdarstellung kriecht am unteren Bildrand der Tod aus einem Loch hervor und kriegt von einer körperlosen Hand mit der Keule eins übergebraten. Muss man schon genau hinschauen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das archaisch wirkende Kapitelkreuz von ca. 1000 n. Chr., das Herimann-Kreuz mit dem falschen Christus-Kopf, die elfenbeinernen Turm-Reliquiare, der Linzer Marienaltar, das gewaltige Stadtbanner, das kleine Liebeszauber-Bild, die Propheten aus dem Kölner Rathaus und die Seifenblasen produzierenden Knäblein („homo bulla est“) bleiben auf Anhieb am besten in Erinnerung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Ausstellung, für die man Zeit mitbringen sollte, denn da werden wirklich sehr viele Geschichten erzählt. Und wenn diese zahllosen alten Storys sich mit den Gesprächsfetzen des modernen Publikums mischen, dann ist das Erlebnis am umfassendsten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4107681340918192583?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4107681340918192583'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4107681340918192583'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/glanzendes-mittelalter.html' title='Glänzendes Mittelalter'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3024496785254440623</id><published>2011-11-03T11:37:00.000+01:00</published><updated>2011-11-03T11:37:28.803+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Hörner-Karawane</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jedes Jahr dasselbe. Die Hörnchen sind wieder in heller Aufregung. Von den Reitersmann’schen Ländereien wurden Walnüsse eingeflogen. Die Folge ist die obligatorische Hörner-Karawane. Die zweite Marge Nüsse ist soeben weg. Jetzt sind keine mehr da. Da ich aus humanitären Gründen nicht mitansehen kann, wie die Hörner auf den Balkon gekraxelt kommen, herumschnüffeln, suchen, suchen, suchen und sich dann unverrichteter Dinge wieder in die Tiefe stürzen, habe ich käuflich Nachschub erworben. Im Supermarkt gibt es allerdings nur irgendwelche französischen Edelnüsse (steht zumindest dran). Die kosten 2 €/Tüte, und diese Tüte ist so klein, dass die Hörner sie in einer Viertelstunde leergeräumt hätten. Gleich daneben befinden sich allerdings die Riesentüten Erdnüsse für 0,99 €. Die Hörner werden jetzt wohl ziemlich überrascht dreinschauen und mit den niedlichen Näschen kräftig schnüffeln, aber ich hege kaum einen Zweifel, dass das Zeug weggeht. Wenn nicht, fressen die Zweibeiner es eben selbst.   &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3024496785254440623?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3024496785254440623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3024496785254440623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/horner-karawane.html' title='Hörner-Karawane'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7938468089135339799</id><published>2011-11-02T09:12:00.000+01:00</published><updated>2011-11-02T09:12:15.746+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Bürostuhl</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach einer Ewigkeit mal wieder in einem alten, eingemotteten E-Mail-Konto vorbeigeschaut. Direkt nach dem braven „Klosterfrau Newsletter“ und dem armen Mann aus Nigeria, der dringend Geld für seine Fuß-OP braucht, fragt jemand, ob ich Sexkontakte in Emmerich will. Kann ich gar nicht glauben. Emmerich? Warum nicht gleich in Lemgo? Oder Olpe? Alles Orte, die für mich auf Anhieb nicht so klingen, als würde an ihnen überhaupt dem Geschlechtstrieb nachgegangen. Und dann will auch noch eine „Bürostute geritten werden“, sie sagt aber nicht, ob in Emmerich, Lemgo oder Olpe. Ich las zuerst „Bürostuhl“ und dachte, es sei ein IKEA-Newsletter.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7938468089135339799?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7938468089135339799'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7938468089135339799'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/11/burostuhl.html' title='Bürostuhl'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4373435080359922290</id><published>2011-10-31T09:41:00.000+01:00</published><updated>2011-10-31T09:41:31.475+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Einkaufshilfe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zusammen mit mir verlässt eine reifere Dame, geschätzt siebzig, den Supermarkt und tänzelt beschwingt und mobiltelefonierend an mir vorbei mit ihrem Trolley in apartem Rentnerinnen-Karo-Muster. Ich hingegen habe die ganzen Einkäufe in meine Stoffbeutel gestopft und sie irgendwie so auf Schultern und Hände verteilt, dass ich keuchend herumhumple wie der Glöckner von Köln-Süd und grantig mit mir selbst spreche.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich habe es bisher aus Gründen der Eitelkeit nie ins Auge gefasst, aber ich brauche auch so einen Trolley in apartem Rentnerinnen-Karo-Muster. Ich möchte auch wieder tänzeln können.       &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4373435080359922290?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4373435080359922290'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4373435080359922290'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/einkaufshilfe.html' title='Einkaufshilfe'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3322100826878200560</id><published>2011-10-26T11:59:00.001+02:00</published><updated>2011-10-26T11:59:16.336+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Zoo im Herbst</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es sind nicht so viele Leute da, die Viecher trauen sich öfter mal raus ohne den Lärmpegel. Vielleicht liegt’s auch am schwachen Licht. Einige 'Premieren' erlebt. Kreaturen, die sich sonst eher verstecken oder „Leckt mich am Arsch“ denken. Erstmals den Leoparden gesehen. Er ist zu gut getarnt, als dass man ihn erkennen könnte, wenn er irgendwo flachliegt. Diesmal flitzte er allerdings herum. Und den Geparden von ganz nah bestaunt. Später sogar in blitzschneller Aktion. Brüllende Löwen. Ein latschendes Krokodil. Sonst liegen diese Dinger immer flach. Nilpferde bei der Fütterung. Fledermäuse in ihrer Höhle. Waschbären in Aktion. Grizzlys beim Erjagen einer Möhre. Die Elefantenherde drinnen wie draußen. Ein gegen das Gatter donnerndes Nashorn. Und, ach, endlich: Wasserschweine von nahem! Ich will auch eins! Tapire. Otter-Nachwuchs. Höhepunkt zum Schluss: Der Tiger erhebt sich, tigert herum und nimmt ein ausgiebiges Bad vorn im Wassergraben. Was für ein Brocken!&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Tropenhaus den Vogel wiedergetroffen, den wir letztes Mal „Hartmut“ getauft hatten. Vielleicht war’s aber auch Hartmuts Bruder Rüdiger. Man weiß es nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/104306183765041165243/ZooII"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: red;"&gt;Hier&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; die entsprechende Knips-Strecke. Vieles wurde durch Scheiben aufgenommen, was der Schärfe nicht unbedingt förderlich ist. Und das Licht war generell nicht so doll für eine Hosentaschenkamera.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3322100826878200560?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3322100826878200560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3322100826878200560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/zoo-im-herbst.html' title='Zoo im Herbst'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5871519626186501490</id><published>2011-10-25T10:02:00.001+02:00</published><updated>2011-10-25T10:03:27.223+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Relax!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute ist Wiegenfest, heute darf ich mir was wünschen ...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="40" width="250"&gt;&lt;param name="movie" value="http://grooveshark.com/songWidget.swf" /&gt;&lt;param name="wmode" value="window" /&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always" /&gt;&lt;param name="flashvars" value="hostname=cowbell.grooveshark.com&amp;songIDs=26291983&amp;style=metal&amp;p=0" /&gt;&lt;embed src="http://grooveshark.com/songWidget.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="250" height="40" flashvars="hostname=cowbell.grooveshark.com&amp;songIDs=26291983&amp;style=metal&amp;p=0" allowScriptAccess="always" wmode="window" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5871519626186501490?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5871519626186501490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5871519626186501490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/relax.html' title='Relax!'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1277654965641423936</id><published>2011-10-23T09:22:00.000+02:00</published><updated>2011-10-24T09:22:59.385+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Meine zweite Scheidung, meine Knie-OP, meine Bonusmeilen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Anfangs kommt man sich schon etwas verloren vor zwischen so vielen Leuten, die man eigentlich kennen sollte. Manche schauen einen seltsam an. „Ist der auf der richtigen Feier?“, mögen sie heimlich denken. „Oder ist das einer dieser Event-Schnorrer?“ Ein 25jähriges Abi-Jubiläum ist eine hervorragende Gelegenheit für Schnorrer. Ich hingegen muss konstatieren, dass ich die Gesichter sofort erkenne und nur in wenigen Fällen die Namen nicht mehr parat habe.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach dem Aufwärmsektchen geht es dann so langsam in medias res im historischen Frankenturm zu Trier. Über das obligatorische „Mein Haus, mein Auto, meine Jacht“ sind wir in dem Alter hinaus. Es geht eher um „Meine zweite Scheidung, meine Knie-OP, meine Bonusmeilen“. In der Begrüßungsrede des Organisators erfährt man, dass der eine verstorbene Mitschüler nicht, wie vermeldet, überfahren wurde, sondern schwer krank war. Das ist noch bedenklicher. Und ein pensionierter Lehrer ging vor vier Wochen in die Mosel. Auch wegen Krankheit. Für einen im Prinzip unsportlichen Typen wie mich ist es nicht ganz einfach, mit einem Sportlehrer angenehme Erinnerungen zu verbinden, aber an den äußerst fairen Unterricht dieses Mannes erinnere ich mich gern. Zwei andere Lehrer sind da, der eine, fast achtzig, gebärdet sich so jovial, dass er phasenweise alles an sich zu reißen droht. Der andere ist so frisch, dass ich zuerst denke, er gehört zum Jahrgang – bis ich in ihm allen Ernstes meinen Mathematiklehrer erkenne, nur ohne Bart. Mit dem jovialen alten Mann gehe ich natürlich höflich um, aber ich habe ihn damals schon nicht gemocht, und das prägt fürs Leben. Nun sitzt er aber an unserem Tisch.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ja, auf der oberen Ebene des Turms sind Tische eingedeckt wie bei den besseren Leuten. Das Buffet ist fein, aber nicht überfein. Ich spreche den Kartoffeln in Pfeffersauce und dem Lachs zu. Für das Gesöff stehen 700 € Spenden zur Verfügung. Als die aufgebraucht sind, geht der Organisator herum und sammelt. Es wechseln Hände voller beeindruckender Fuffziger den Besitzer, ich habe aber nur noch einen Hunderter, und das ist mir zu viel der nachträglichen Spende. Zumal ich mich ohnehin nicht zuschütten kann. Muss ja nachher noch aufs Dorf raus. Ich komme mir schäbig vor. Aber nur ganz kurz. Also doch Schnorrer.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Für einige der alten Kumpels sind sofort die alten Sympathien wieder da. Es mögen noch so viele Jahre dazwischen liegen, immer ist es so, als sei keine Zeit vergangen. Sie verändern sich nicht. Okay, sie werden fülliger, aber innen drin alles wie gehabt. Es sind, wie mir auffällt, meistens die No-Bullshit-Typen, die stabilen. Die Jungs, zu deren Kindergeburtstagen man damals schon eingeladen war und die man selbst einlud, sind eben auch heute noch die erste Wahl. Es zeigt sich auch eine gewisse Grundschwingung zwischen den wenigen Teilnehmern des Deutsch-Leistungskurses. Es ist keine Freundschaft, auch nicht direkt Sympathie, sondern jene Art stiller Wertschätzung, die Überlebende einer Frontkompanie untereinander teilen. Man nickt sich zu und &lt;i&gt;weiß&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eines der wenigen anwesenden Mädels macht ein gestelltes Foto von mir mit einem anderen Mädel im Arm. Ich habe mit dieser Dame im Arm in neun Jahren Gymnasialzeit nie auch nur ein Wort gewechselt. Während der spontanen Foto-Session übrigens auch nicht. Und die etwas füllige Metzgerstochter von damals ist jetzt so schlank und zierlich, dass ihr Kopf zu groß zu sein scheint. Sie war Karnevalsprinzessin irgendwo an der Mosel. Parallelgesellschaft. Etwas verspätet kommt der Bursche, der denselben Vornamen trägt wie ich und am selben Tag Geburtstag hat, aber ansonsten ein vollkommen konträrer Typ ist. In einigen Tagen ist es wieder so weit mit dem Geburtstag. Großes Hallo, vorausgreifende Glückwünsche. „Fühlst du dich so alt, wie du bist? – „Ja, so fühle ich mich“, sagt er. – „Also, ich bin immer wieder aufs Neue überrascht“, meine ich.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als erstaunlich erweist sich das zufällige Zusammenstehen mit dem langen Kerl, der damals immer ein bisschen abgedriftet wirkte und mit dem ich nie engeren Kontakt hatte. Er ist immer noch abgedriftet, und er ist Psychiater in Köln. Er hat eine ironische Ader, die die Ausmaße des Nildeltas erreicht, und einen tiefschwarzen Humor, ist dabei aber völlig unaffektiert und verzieht meist keine Miene. Wir verbünden uns, wie wir da in der Ecke stehen, und tuscheln in mysteriösen, ad hoc verschlüsselten Volten über die Hackfressen. Er erfindet den Begriff „Semi-Hackfresse“, und sein Lieblingswort lautet „regressiv“. Den übermäßig jovialen Ex-Lehrer hält er „für ein Hologramm“. Wir tauschen E-Mail-Adressen aus, denn er ist oft in der Südstadt. Da gibt es die größte Therapeutendichte in Köln.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als dann, nach etwa sechs Stunden, der Moment kommt, in dem der angeheiterte Organisator von Tisch zu Tisch schwankt und jedes harmlose Bonmot schlüpfrig grinsend zu einem Herrenwitz uminterpretiert, merke ich, dass es Zeit ist zu gehen. So viel darf ich ja gar nicht saufen, wie ich jetzt eigentlich müsste.   &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1277654965641423936?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1277654965641423936'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1277654965641423936'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/meine-zweite-scheidung-meine-knie-op.html' title='Meine zweite Scheidung, meine Knie-OP, meine Bonusmeilen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-8581899508033347777</id><published>2011-10-21T20:21:00.001+02:00</published><updated>2011-10-21T20:21:30.173+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorf'/><title type='text'>Unverstellt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine der meistgeschätzten Personen im Dorf ist für mich heutzutage mein alter Kindheitsfreund M. Terminlich sehr nahe beieinander geboren, lokal sowieso. Gemeinsame Grundschule, gemeinsame Kindheit. Ich treffe ihn einmal im Jahr zufällig zum Plausch vorm Haus, wenn er die Tür zum alten Stall offen stehen hat und drinnen in der Werkstatt herumwurschtelt. Es wird dann so lange geplaudert, bis seine alte Mutter, seine Frau oder seine Kinder etwas wollen und das konspirative Treffen sprengen. Mitunter lassen sie sich stundenlang nicht blicken.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;M. ist ein großer, breiter Mann mit roten Wangen. Einer, der von seiner Hände Arbeit lebt und seine Familie ernährt. Ein Schrauber mit dreckigen Fingern. Er räumt gerade irgendwas auf. Das Händeschütteln will er erst verweigern, weil er mich damit ja auch dreckig macht. „Na und?“, sage ich und halte ihm und seiner Maschinenölpranke meine blassen Redakteursfingerchen hin. Das muss so.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es beginnt mit dem Thema Autoreparatur und TÜV, geht irgendwie über zu Handys, dann zum Thema Alter, wobei des Öfteren herzlich gelacht wird. Er meint, seine Frau hätte ihn neulich „altes Männlein“ genannt. Ich schlage ihm vor, mit „du altes Pony“ zu kontern. Dann wird noch über „Wer wird Millionär?“ geredet, und schließlich mäandert es in alle Richtungen. Zwischenzeitlich wird den Fahrern langsam vorbeirollender Autos oder Passanten zugenickt oder -gewunken. Sobald sie außer Hörweite sind, erfahre ich die neuesten Geschichten über sie.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und jetzt kommt Ms größte Stärke zum Tragen: das Desinteresse daran, sich zu verstellen, und seine daraus resultierende Grundehrlichkeit. Was er verbreitet, ist kein dahergeflüsterter Klatsch, sondern ausschließlich durch eigene Erfahrung abgesicherte Erkenntnis, die er dennoch in seiner natürlichen Bescheidenheit ständig als subjektiv bewertet. Es ist also alles mit Vorsicht zu genießen, sagt er, aber ich glaube ihm jedes Wort. Denn er hat wirklich kein Interesse an Übertreibungen und Skandalisierungen. Was als subjektiv gekennzeichnet wird, ist in Wirklichkeit so nahe an Objektivität, wie es nur sein kann. Das geht bei niemand anderem außer bei M.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es gibt bei ihm auch nicht die leiseste Note des auf dem Land recht beliebten Aushorchens, das als höfliches Nachfragen getarnt wird und doch gern ein bisschen weiter und indiskreter geht als nötig. „Wie geht es dir? Wie geht es deinem Vater? Wie dem Bruder? Bist du verheiratet? Hast du denn inzwischen Kinder? Was arbeitest du denn? Kann man davon leben? Wieso bist du gerade auf dem Dorf? Wie oft hast du Sex?“ Man muss solche Höflichkeit natürlich erwidern und Antwort geben („fünf- bis sechsmal am Tag“), aber flunkern sollte man schon dabei.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bei M. ist das nicht nötig, denn er führt ein Gespräch und kein getarntes Verhör. Er heuchelt auch keine Anteilnahme, die eigentlich nur verkappte Neugier oder Aushorchen ist. Nein, angesichts tragischer Geschichten ist er ernsthaft betroffen. Antipathien sind bei ihm wohlbegründet. Dabei hat er ein Gedächtnis wie ein Elefant. „Mit diesen eingebildeten Spacken könnte ich nie und nimmer einfach so herumstehen wie mit dir und quatschen. Obwohl sie meine Nachbarn sind.“ Er arrangiert sich mit den Spacken, weil er seit Jahr und Tag im Dorf mitten unter ihnen wohnt, er nickt ihnen beim Vorbeifahren zu. Viel mehr aber auch nicht. Sympathien hingegen sind von totaler Selbstverständlichkeit, Großherzigkeit und uralten Bindungen geprägt. Vollkommen unverstellt und unironisch. „Der P., der kann doch nicht mal mehr lachen. Musst du mal drauf achten, der kann einfach nicht mehr lachen. Wir beide, wir können doch wenigstens ab und zu noch lachen, oder nicht?“ Da fährt gerade meine Cousine vorbei und winkt uns heiter strahlend zu. „Ja, die kann auch noch lachen“, sagt er.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann drängelt sein Sohn, den er zur Musikprobe fahren muss. Ohne das hochheilige Versprechen, am Sonntag beim Dorffest ein Bierchen mit ihm zu trinken, komme ich nicht weg.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Stunde im Jahr mit M. reicht aus, um zu erkennen, dass die Dinge des Lebens eigentlich ganz einfach und unneurotisch sind.        &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-8581899508033347777?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8581899508033347777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8581899508033347777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/unverstellt.html' title='Unverstellt'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-137504743243721834</id><published>2011-10-19T11:08:00.000+02:00</published><updated>2011-10-21T20:21:45.406+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorf'/><title type='text'>Viez süß-sauer</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern Abend wurde zusammen mit Herrn J. beim Klimmes mal die Qualität des diesjährigen Viez getestet. Sowohl die des süßen, nichtalkoholischen, wie die des sauren, alkoholischen. Eine schöne Kombination. Vom sauren Viez wird man besoffen, vom süßen kriegt man die Scheißerei. Ich bewundere Leute wie Herrn J., die danach noch Autofahren. Aber ich hatte einen sauren Viez mehr und darf deswegen behaupten, besoffener gewesen zu sein. Natürlich war das nichts im Vergleich zu früher, als man noch wusste, wie das Wort „Ekstseß“ buchstabiert wird. Heute geht unsereiner um 22 oder 23 Uhr in die Heia und ist froh drum.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Natürlich war die Sitzung nicht nur geprägt von Lallen und Blähungen, sondern es wurden desillusionierende Analysen angefertigt, in denen sich der süß-saure Charakter des Viez letztlich widerspiegelte. Über unsere neurotische Epoche des Gruppenkuschelns und des Pubertär-Romantischen, über die sich verengenden Fahrbahnbegrenzungen, das aufgeblasene Nerdtum allüberall, die notorisch beleidigten Kreativen und die Zeilenhonorare (18,47 € für einen Dreispalter). Mit zunehmendem Alter, zunehmender Professionalisierung und zunehmender Ignoranz entwickelt man einen wunderbar pointierten Welthass, der die olle Pumpe am Leben erhält. Ich habe mich entschieden, Herrn Js jüngsten Werbeklopper fortan stärker in Betracht zu ziehen: „Männer müssen nach draußen.“      &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-137504743243721834?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/137504743243721834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/137504743243721834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/viez-su-sauer.html' title='Viez süß-sauer'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5833852359529015854</id><published>2011-10-15T10:32:00.003+02:00</published><updated>2011-10-15T10:33:08.177+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Elektrischer Zauberkasten'/><title type='text'>Retrospektive, Zwischenstand</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich konnte mich nicht beherrschen und habe mir aus der Halloween-Schütte Plastik-Vampirzähne gekauft. 0,49 €.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die kleine Hammer-Productions-Retrospektive läuft weiter. Bisher ist von den Klassikern der Kindheit &lt;i&gt;Dracula: Prince of Darkness&lt;/i&gt; der straffste und überzeugendste. Von den damals nicht gesehenen, weil nicht gesendeten Filmen ist vor allem der popkulturell bedeutsame &lt;i&gt;Captain Kronos – Vampire Hunter&lt;/i&gt; zum Niederknien hip. Plüschig-sensibel gerät der homoerotische &lt;i&gt;The Vampire Lovers&lt;/i&gt;. Tough und progressiv sind die beiden ersten &lt;i&gt;Quatermass&lt;/i&gt;-Filme aus den 50ern. Der dritte Teil, ein Endsechziger-Produkt, ist noch auf dem Weg von Britannien hierher, und ich kann es kaum erwarten, Andrew Keir, den robusten Abt aus &lt;i&gt;Dracula: Prince of Darkness&lt;/i&gt;, in der Rolle des Action-Wissenschaftlers Quatermass zu sehen.                 &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5833852359529015854?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5833852359529015854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5833852359529015854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/retrospektive-zwischenstand.html' title='Retrospektive, Zwischenstand'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1736777200824736248</id><published>2011-10-11T13:22:00.000+02:00</published><updated>2011-10-12T10:53:38.133+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Elektrischer Zauberkasten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Retrospektive</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn der Wind durch die Schluchten pfeift, einem auf dem Balkon die Kastanien auf die Birne knallen, es zwischendurch sogar einen Quasi-Wintereinbruch gibt und man(n) sich vorsorglich auf die Suche nach der langen Unterhose begibt, ja, dann sollte der Mensch sich heimelig zusammenrollen und sich mit Behaglichkeit umgeben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus diesem Grund habe ich bei der deutschen und der britischen Filiale eines bekannten Internethändlers schüttenweise kostengünstige DVDs bestellt. Allesamt knuddeliges, antiquiertes Gruselzeug, das nun schrittweise auf &lt;a href="http://glotzophonitis.blogspot.com/"&gt;&lt;b&gt;dem Filmblog nebenan&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; einer Retrospektive unterzogen wird. Die Abfolge gehorcht keiner bestimmten Ordnung, sondern erfolgt nach Lust und Laune und in (bisher) hoher Frequenz. Bald sind alle aufgeguckt, und die nächste Fuhre muss her. Damals war man Beschränkungen unterworfen und lernte Demut und Bescheidenheit. Aber heute, im Zeitalter der Fülle, darf man ruhig mal auf die Kacke hauen.&amp;nbsp;Sattfressen statt Brosamen sammeln.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die alten Filme der britischen Produktionsgesellschaften Hammer und Amicus sowie einiger Italiener erinnern Burschen meiner Generation an den schwer zu definierenden Punkt, an dem Kindheit in Jugend umschlägt. Wo man sich noch angemessen änstigt, aber zugleich anfängt, das Gesehene zu interpretieren und zu analysieren – und auch, die Filme zu komplettieren, soweit das damals möglich war. Es gab eben nur Kino und Fernsehen, sonst nichts. Und im Kino bekam man in dem Alter nur Disney oder Bud Spencer zu sehen. Irgendwann wurde man deswegen ein bisschen rebellisch und setzte durch, bis spät in die Nacht hinein Fernsehen gucken zu dürfen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das alles ist untrennbar verbunden mit der alten ZDF-Reihe „Der phantastische Film“ und ihren Fernsehpremieren klassischen Gruselguts. Der genialische Vorspann von Heinz Edelmann sollte eigentlich jeder DVD vorangestellt werden, um dieses Gefühl zu rekonstruieren, das mit „banger Erwartung“ nur unzureichend umschrieben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/HFtFkZK5f7I?rel=0" width="420"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Freitagabends nach der Probe des Musikvereins, spät, allein im elterlichen Wohnzimmer, alles dunkel. Es läuft noch die Kultursendung &lt;i&gt;aspekte &lt;/i&gt;– laaangweilig, aber man kriegt es kaum mit, weil ja gleich … ja, gleich kommen die Vampire. Schwarzweißfernseher, schlechter Empfang, besonders im Zweiten. Mutter und kleiner Bruder schon in den Betten, Vater noch beim Kegeln. Und dann endlich der Vorspann, man kriegt kurzzeitig das Bibbern und erstarrt dann in Ehrfurcht. So geht das jede Woche, bedauerlicherweise macht die Reihe jedoch längere Pausen, um neue Filme heranschaffen zu können. Über den Bildschirm flackern Dracula und anderes Gelichter, es gibt Reißzähne in Großaufnahme, glimmende Vampiraugen, unzüchtige Dekolletées, in Flammen stehende Burgen, finsteren Tann, künstlichen Nebel, Hintergrund-Paintings und kreischende Soundtracks. Und unerhörte Grausamkeiten von ausgewiesener Eleganz. Morbid und faszinierend, den Grundfragen des Lebens nachforschend: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Warum verwesen wir so schauerlich? Hat Caroline Munro eigentlich einen Freund? Warum haben die Mädchen aus meiner Klasse nicht solche Dekolletées?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1736777200824736248?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1736777200824736248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1736777200824736248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/retrospektive.html' title='Retrospektive'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/HFtFkZK5f7I/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1571630393434102700</id><published>2011-10-05T14:16:00.000+02:00</published><updated>2011-10-05T14:16:04.592+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Wildwest</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine meiner Cousinen heiratete und zog das Fest unter dem Motto „Wildwest“ auf. Auf dem Platz vor dem Pfarrhaus wurde ein Zelt errichtet, die Inneneinrichtung gemahnte an einen Saloon, weiter hinten war es mehr so Pferdestall mit Stroh und Heu. Mein Bruder machte den DJ, fand aber keinen Gefallen an Country-Musik und sattelte mittendrin um auf Soul, dann auf irgendein urbanes Techno-Zeug. Sein Kumpel Holger trat dazu als Poledance-Tanzmaus auf, in knallrotem Ganzkörper-Latex. Er hatte sich im Motto geirrt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Mädels an der Theke waren als Pioniersfrauen gekleidet, aber nicht recht auf Zack. Ich bestellte ein Bier und bekam Tee in einer Blechtasse, in der noch der aufgeplatzte Teebeutel schwamm. Auf meine Reklamation hin bekam ich Moselwein mit einem Schuss Tabasco. An der Bretterwand hinter der Theke hingen Covergirls der „Neuen Revue“ mit blanken Hupen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Draußen gab es Hufeisen-Werfen, Klapperschlangenfangen und Blechbüchsen-Schießen mit echten 45ern und Winchesters. Die Fassade des Pfarrhauses sah danach aus wie Berlin im April 45. Ein Kind wurde von einer Schlange gebissen, und der Ortsbürgermeister, verkleidet als Doc Holliday und hauptberuflich tätig bei der Bundespolizei, saugte die Wunde aus und rettete ein junges Leben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Einige der Gäste waren hochinteressant. Da kam dieser ausgesprochen authentisch aussehende Cowboy rein ins Zelt, wettergegerbt, Riesenschnurrbart, ständig Kautabak spuckend und unverständlich murmelnd und fluchend. Er grabschte sturzbesoffen die Pioniersfrauen an und versuchte ständig, ihnen seine Zunge ins Ohr zu stecken. Es stellte sich im Laufe des Abends heraus, dass unter der Maske der Herr Pfarrer steckte. Großes Hallo! Als er mit seinem Colt auf die Äpfel im Pfarrgarten zielte, traf er aus Versehen eine Kuh. Vielleicht auch nicht aus Versehen. Jedenfalls wurde die Kuh gleich aufgespießt und zum Garen übers Feuer gehängt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eingeladen war auch Burt Reynolds, was ein bisschen verwunderte, weil er ja nicht unbedingt als Westernheld berühmt geworden war. Yul Brynner hätte ich besser gefunden. Burt kam schon völlig besoffen aus dem Hubschrauber (landete auf dem Sportplatz) getorkelt und war offenbar nur wegen des Geldes hier. Irgendwann machte er sich sogar nackig und schubste Holger von der Stange. Mein Bruder stellte derweil um auf Gilbert Becaud, während die Pioniersfrauen Burt ankreischten und sich gegenseitig ihre Korsagen lockerten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Später am Tag gab es einen Angriff von Indianern auf Fort Laramie. Sie wurden gespielt von den diesjährigen Kommunionkindern, der Kirchenchor verkörperte die US-Kavallerie. Nicht ganz authentisch, weil 80% des Kirchenchors weiblich sind und 60% über siebzig. Burt Reynolds versaute es, als er besoffen eine Petroleum-Lampe aus dem Baumarkt gegen die Palisaden von Fort Laramie warf und die ganze Bude abfackelte. Die Freiwillige Feuerwehr kam zu spät, weil sie erst aus ihren Galeerensklaven-Kostümen in ihre Einsatzkleidung schlüpfen musste. Auch sie hatten sich offenbar im Motto geirrt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als ausgerechnet ich dann den Brautstrauß fing und Pioniersfrau Irmgard mir lüstern zublinzelte, wachte ich mit einem Schrei auf.       &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1571630393434102700?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1571630393434102700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1571630393434102700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/wildwest.html' title='Wildwest'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-9203565422307867749</id><published>2011-10-04T12:13:00.000+02:00</published><updated>2011-10-04T12:14:18.955+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Elektrischer Zauberkasten'/><title type='text'>Alle tot</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Qbcf_Q_KDQI/TorbBLEs29I/AAAAAAAAMVw/PC17d26wBzM/s1600/nibelungen+%25281%2529.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="242" src="http://1.bp.blogspot.com/-Qbcf_Q_KDQI/TorbBLEs29I/AAAAAAAAMVw/PC17d26wBzM/s320/nibelungen+%25281%2529.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern auf Arte die restaurierten &lt;i&gt;Nibelungen &lt;/i&gt;gesehen. Viereinhalb Stunden, und am Ende sind alle tot. So muss das sein. Ziemlich zu Anfang, als Siegfried sich dem (eher niedlich geratenen) Drachen nähert, ruft neben mir die Gemahlin der Bestie zu: „Lauf weg!“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ausschnitte und Passagen waren mir bekannt, aber nicht das ganze Ding, nicht der Rhythmus. Es ist ein ziemlicher Schlauch, aber es zieht einem die Schuhe aus. Die halbe Nacht davon geträumt. Man muss nach den endlosen Schnittgewittern der Gegenwart und der CGI-Inflation das Sehen neu erlernen. Die Netzhaut abspülen. Dazu eignet sich dieser Blockbuster der Zwanziger vorzüglich. Art-Deco-Mittelalter von massiver Strenge trifft auf wuselndes Hunnen-Chaos. Frühe Comic-Ästhetik, wie später auch bei &lt;i&gt;Metropolis&lt;/i&gt;, und die Hunnen als Ahnen der Orks, nur noch hässlicher, aber irgendwie auch sympathischer. Künstlichkeit trifft auf Natur. Es wurden seither vermutlich zahllose filmwissenschaftliche Seminare darüber abgehalten. In den Zwischentexten werden den Figuren signalhaft Wappentiere zugeordnet. War mir zum Beispiel neu. Jede Einstellung ist ein in Bewegung geratenes S/W-Gemälde mit orangebrauner Einfärbung. Was für ein Aufwand, was für eine Geometrie, was für eine dräuende tiefdeutsche Schwere, was für eine Unbedingtheit. Der Endkampf setzt immer noch Maßstäbe, und Kriemhild ist die unbedingteste Rächerin der Filmgeschichte. Eine kleine menschliche Regung gönnt sie sich beim Tod Giselhers, ansonsten nur elfenbeinerne Rächermaske. Brrr. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-9203565422307867749?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/9203565422307867749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/9203565422307867749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/10/alle-tot.html' title='Alle tot'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Qbcf_Q_KDQI/TorbBLEs29I/AAAAAAAAMVw/PC17d26wBzM/s72-c/nibelungen+%25281%2529.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-168526786768572439</id><published>2011-09-29T09:33:00.000+02:00</published><updated>2011-10-13T16:35:52.642+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Gewalt gegen Schüler</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Nacht träumte mir, dass ich an die Tafel gerufen wurde, um eine besonders komplizierte und lange mathematische Gleichung niederzuschreiben. Die Tafel war eines von den mobilen Modellen auf Rollen, und man konnte sie an der horizontalen Achse umklappen. Vorderseite nach hinten, Rückseite nach vorne und so. Das Drehgelenk war jedoch ausgeleiert. Solange ich die Kreide an der Tafel hielt und schrieb, war das kein Problem. Sobald ich aber absetzte, um über den nächsten Schritt in der unglaublich komplexen Gleichung nachzudenken, klappte die Tafel um und haute mir mit Schmackes auf den Kopf.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vermutlich irgendwas Sexuelles.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-168526786768572439?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/168526786768572439'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/168526786768572439'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/gewalt-gegen-schuler.html' title='Gewalt gegen Schüler'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7262617757558198597</id><published>2011-09-27T15:59:00.000+02:00</published><updated>2011-09-27T15:59:27.220+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Macht des Wortes'/><title type='text'>Lektoratsphysik</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mal wieder ganz simpel. Das Manuskript sollte kommen am 29.9. Einiges dran zu tun, hieß es. Der eigene Abgabetermin war der 10.10. Relativ knapp, aber machbar. Das Manuskript kam de facto am 26.9., allerdings stellt sich nun heraus, dass es am 20.9. in der Herstellung sein muss.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was tut der erfahrene, gutausgebildete Redakteur? Er geht in den Netto, kauft sich zwei Sechser-Packungen Snickers und einen Ring Fleischwurst, verrührt das per Rührstab in einer Kanne schwarzem Kaffee, trinkt alles aus und fasst dann mit einem nichtisolierten Draht in die nächstbeste Steckdose. Die beste Zeitsprung-Methode weit und breit. Sowas lernt man in der geheimen Lektoratsgeheimausbildung auf Schloss Dosenschreck. Wenn der Zeitsprung vier statt zwei Wochen umfassen soll, muss noch eine Banane mit rein.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7262617757558198597?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7262617757558198597'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7262617757558198597'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/lektoratsphysik.html' title='Lektoratsphysik'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6381220250417864571</id><published>2011-09-25T15:57:00.000+02:00</published><updated>2012-01-19T09:25:23.549+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><title type='text'>Wear your t-shirt with pride</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-nQjS9GfHvjw/Tn8x7jQB6cI/AAAAAAAAMVg/bfiWjZM6B6M/s1600/tl-shirt.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-nQjS9GfHvjw/Tn8x7jQB6cI/AAAAAAAAMVg/bfiWjZM6B6M/s200/tl-shirt.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich arbeite mich nach längerer Pause durch das Gesamtwerk dieser hochwertigen, um nicht zu sagen: bedeutenden, Rockband und gehe ein bisschen auf MP3-Tour. Die Band gehörte damals nicht zur ersten Welle meiner musikalischen Sozialisation. Das ist unentschuldbar.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es wurde auch ein altes Versäumnis nachgeholt und endlich ein T-Shirt bestellt. Die philosophische Ermahnung an eine teilnahmslose, beliebig gewordene Welt qua Schriftzug: Besinnt euch zurück, o Sünder, auf gute, einfache Geschichten, Schönheit, Transzendenz und kontrollierte Rohheit.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das wirklich Tolle an der Band war für mich stets die frohgemute, maskuline Randständigkeit, aus der sich eine fast überschäumende Menschlichkeit ableitet, eine lyrische Zugewandtheit und Mitgefühl. Gespeist wurde das natürlich aus Phil Lynotts Biographie und Street Credibility, und es prägte selbst die hochkommerziellen Songs. Und wie er das in mäandernde Barden-Geschichten fasste, gesanglich interpretierte und dabei in Zwiesprache mit kongenialen Gitarristen trat. Ich bin immer wieder gerührt. Danach ist man ein besserer Mensch. Phil Lynott: santo subito!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6381220250417864571?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6381220250417864571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6381220250417864571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/wear-your-t-shirt-with-pride.html' title='Wear your t-shirt with pride'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-nQjS9GfHvjw/Tn8x7jQB6cI/AAAAAAAAMVg/bfiWjZM6B6M/s72-c/tl-shirt.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6021918708291781636</id><published>2011-09-24T11:05:00.000+02:00</published><updated>2011-09-24T11:05:52.684+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Papst und Toast</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich finde, so ein Samstag gewinnt enorm, wenn man zu einer Papstmesse aufwacht, die Orgel schmettert und die Erfurter „Gloriosa“, die größte freischwingende Glocke der Welt (der Welt!), die Kaffeetasse zum Vibrieren bringt und den Marmeladen-Toast zum Zittern. Große Show, aber doch tapsig genug, um nicht allzu perfektionistisch zu wirken. Wir sind doch alle nur kleine Sünder und Nerds. Der MDR hängt sich ziemlich rein in die Kamerafahrten und -flüge und ist überhaupt mächtig stolz auf sich und sein Sendegebiet. Die Bischöfe sehen heute aus wie Vanille-Eis mit Pfirsich-Einschüssen. In Berlin waren sie noch Kermit der Frosch. Der Erfurter Bischof ist viel netter als der Berliner. Das Wetter ist schön, die Leute freuen sich, und diese Domplatz-Kulisse mit den zwei Kirchen … großartig.   &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6021918708291781636?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6021918708291781636'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6021918708291781636'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/papst-und-toast.html' title='Papst und Toast'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7024923795643327980</id><published>2011-09-22T09:15:00.000+02:00</published><updated>2011-09-22T09:15:59.041+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Live dabei</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bin noch nicht genau informiert, welcher TV-Sender welche Live-Berichterstattung vom Papstbesuch bringt. Werde einfach durchzappen. Hauptsache keine kritischen Reportagen (gähn) und Gesprächsrunden (zzzz). Die kenne ich alle schon. Jetzt ist langsam mal Zeit für katholisches Show Biz, weggeworfene Krücken, ein bisschen ekstatisches Zucken und Sprechen-in-Zungen.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7024923795643327980?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7024923795643327980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7024923795643327980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/live-dabei.html' title='Live dabei'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6817581685301346026</id><published>2011-09-20T10:57:00.000+02:00</published><updated>2011-09-20T10:57:40.557+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>No place safe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„O'zapft is in Kölle. Bereits zum siebten Mal wird das Südstadion zur Hochburg bierseliger, bayerischer Geselligkeit. Für ausgelassene Stimmung sorgt ein musikalisches Unterhaltungsprogramm.“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und wer wohnt in der Einflugschneise dieser kulturellen Verwirrung und hat Tag und Nacht das Geboller in der Bude und kölsche Trachtentrottel-Mutanten mit mitternächtlichen Jodel-Imitationsversuchen unterm Fenster? Genau. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6817581685301346026?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6817581685301346026'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6817581685301346026'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/no-place-safe.html' title='No place safe'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-8685898947628054695</id><published>2011-09-15T10:27:00.000+02:00</published><updated>2011-09-15T10:38:45.617+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorf'/><title type='text'>Igel, Fledermaus, Eichelhäher und Co.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist wieder so weit. Vater Reitersmann weilt an der Ostsee, und Sohn Reitersmann übernimmt für einige Tage das Kommando über das herrschaftliche Anwesen, den Waldbesitz, die Obstplantagen, die Ställe und das Fernsehprogramm.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Kutschfahrt verläuft über die übliche Strecke, die inzwischen fast ausschließlich aus Baustellen besteht. Ich werde mich wohl doch mal an die Nobilität wenden und eine Beschleunigung der baulichen Maßnahmen fordern müssen. Schließlich stellt unsere Familie einen der sieben Kurfürsten. Der direkte Vergleich der belebten Bonner Straße in Köln, Startpunkt der Kutschreise, mit dem letzten Stück bis zum Freisassen-Dorf bringt mich immer wieder zum Staunen über den Kontrastreichtum der Welt. Ich werde hin- und hergeworfen in meiner Kutsche, es holpert recht ordentlich. Ich werde Baumaßnahmen verlangen müssen.&amp;nbsp;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sofort nach Ankunft in der süßen pastoralen Einsamkeit zwischen Hecken und Streuobstwiesen und gegenüber dem schier endlosen Waldhang wird der Kutscher entlassen und eilt zu Frau und Kindern. Ich schlüpfe aus den allzu städtischen Turnschuhen und in die Pantoletten, um langsam und dem Ort angemessen durch dunkle Räume und Gänge zu schlurfen. Dunkel? Ach so, ja, die Fensterläden müssen aufgeklappt werden. Das dauert etwa vier Stunden. Dann die Pflanzen gießen, Zeitungen reinholen, die Senseo-Maschine zum Funktionieren bringen, die Lage in Kühlschrank und Weinkeller vergegenwärtigen, draußen Streunerkatzen füttern. Die Schwarze maunzt schon.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann ein kleiner Marsch übers Anwesen. Alles in bester Plaisir. Einmal die Birke umarmt („Hallo, Birke!“), danach kurz im Komposthaufen gewälzt, um Geruch anzunehmen. Sofort zeigt sich, dass es sich gelohnt hat, denn der Eichelhäher setzt sich spontan auf meine Schulter. Braves Tier. Vor dem Nachbarhaus, dessen Bewohnerin unlängst verstarb, wie man hört, steht verrottender Sperrmüll und liegen gärende Äpfel von den Bäumen weiter oben am Hang. Es riecht streng. Aus den Ritzen der Einfahrt sprießt das Kraut, das Dach ist völlig vermoost. Sollte mal jemand in Ordnung bringen. Ich werde eine Verordnung erlassen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann noch eine Senseo und einige Ausgaben der Lokalzeitung lesen. Dauert exakt 3,5 Sekunden. Entspricht nicht meiner Interessenlage, dieses hiesige Druckerzeugnis, aber die Untertanen müssen nun mal (in Maßen) informiert und unterhalten werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kleiner Spaziergang durch die Ortschaft, dazu von den Pantoletten wieder in die Turnschuhe wechseln. Den Gehrock gerade zupfen. Die Freisassen und Leibeigenen grüßen freundlich und bewundern den Städter angemessen. Braves Volk. Huldvolles Winken. Einige Kinder sind ganz fasziniert von meinem Gehstock und dem Messingknauf in Gestalt eines chinesischen Drachen. Auf dem Spielplatz ist allerdings schon wieder kein einziges Kind. Ich muss mal eine Verordnung erlassen, denn die Anlage hat mich eine Stange Taler gekostet. An der Kirche begegne ich dem Herrn Pastor und werde von ihm in ein Gespräch verwickelt über „Das Wort zum Sonntag“. Offenbar spricht am kommenden Wochenende unser teutscher Papst selbst im Fernsehen. Außerdem kündigt auf Plakaten der Kirchenchor fürs Wochenende ein Fest an. Überlege, ob ich sie mit einer Anwesenheit beehren soll, entscheide mich aber dagegen, weil die braven Freisassen mir bei solchen Gelegenheiten ständig einen ausgeben und ich wohl nicht unter 3,5 Promille dort wegkommen werde und zudem den Papst im Fernsehen verpassen könnte. Außerdem würde ich auf dem Heimweg vermutlich irgendwo ins Gebüsch reihern. Das geziemt sich nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach Einbruch der Dunkelheit und dem Entzünden der Laternen eben noch auf der Kiesauffahrt eine besinnliche türkische Zigarre im Nachtrock. Igel, Fledermaus und eine rote Katze gesellen sich hinzu. Danach im Schlafgemach noch einige edle Tropfen in Nuss und dem Knarzen der Deckenbalken lauschen, bis der Schlaf einen schließlich überkömmt.      &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-8685898947628054695?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8685898947628054695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8685898947628054695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/igel-fledermaus-eichelhaher-und-co.html' title='Igel, Fledermaus, Eichelhäher und Co.'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1800481216767904727</id><published>2011-09-11T17:03:00.000+02:00</published><updated>2011-09-11T17:04:31.998+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><title type='text'>The Business Trip</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-SWVg-_RBIeU/TmzMhNYDKrI/AAAAAAAAKpU/hEULwNnatE8/s1600/The_Business_Trip_-_Hawkwind.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-SWVg-_RBIeU/TmzMhNYDKrI/AAAAAAAAKpU/hEULwNnatE8/s200/The_Business_Trip_-_Hawkwind.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Damals, Herbst 1993, war ich auf der Tour, welche dieses Live-Album abbildet, und das Zwerchfell flattert immer noch manchmal, wenn es sich daran erinnert. Das kurz darauf publizierte Live-Album vernachlässigte ich allerdings immer ein wenig. Das Problem, fand ich, nahm seinen Anfang beim Studioalbum, das der Tour zugrunde lag. &lt;i&gt;It’s The Business Of The Future To Be Dangerous&lt;/i&gt; war so technobasiert, dass es keine nennenswerten Songs und dementsprechende klassische Strukturen enthielt. Ob experimentelle oder kommerzielle Absichten dahintersteckten oder einfach nur kreative Verlegenheit, blieb unklar. Die Platte geriet jedenfalls reichlich amorph. Viele Fans mochten sie nicht, und um die Stammhörer auf der Tournee trotzdem bedienen zu können, musste sozusagen um das Album drumherum gespielt werden, ohne neues Songmaterial zum Promoten zu haben.&amp;nbsp;Außerdem operierte die Band damals als Trio, das sehr viel Sound zu produzieren hatte und deswegen auf der Bühne kaum präsent wirkte. Ein bisschen wie eine Mixtur aus späten Pink Floyd und den zeitgenössischen Techno-DJs, die sich hinter ihren Aufbauten und Maschinen verbargen. Das Bearbeiten der Instrumente und das Abrufen zahlloser Samples forderte die ganze Aufmerksamkeit der drei schwer ackernden Bühnenaktivisten. Muss eine ziemliche Tüftelei gewesen sein, bis dieses Programm stand.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Business Trip&lt;/i&gt; kam mir immer etwas zahm vor, im Gegensatz zum Konzert damals. Die Platte funktioniert in einer Art Modul-Bauweise, bei der um einige zentrale ältere Songs herum Strukturen und Fragmente sowohl des neuen Studioalbums wie auch Aktualisierungen betagterer Passagen gestellt werden. Selten sind die Übergänge zwischen den Modulen scharf, alles fließt episch ineinander und beharkt einen förmlich mit Dynamikschwankungen und -brüchen, abrupten Wechseln zwischen meditativ-halluzinogem Geschwebe und bretthartem Rock. Tatsächlich hat man mit dem Kauf dieser CD einen Trip gebucht, einen Flug durch eine imaginäre, oft surreale Galaxie, in der es immer was zu gucken gibt. Besichtigung eines postsozialistischen Abbruchviertels auf einem Planeten mit violetter Oberfläche, danach mit Lichtgeschwindigkeit links am Altair vorbei zur Welt Elysium, rüber zur submarinen Zivilisation des Grünflossigen Dämons, danach einen Abstecher zur Goldenen Leere, um kurz darauf in eine wilde Raumschlacht verwickelt zu werden, in der die Laserkanonen mächtig grollen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Beim jüngsten Trip durch dieses Terrain habe ich diese Inszenierung sehr genossen. Mit dem exzellenten Sound und der erzählerischen Wucht ist es womöglich eines der besten Live-Alben der Band – sofern man Live-Alben nicht auffasst als möglichst perfektes Rekonstruieren von Studiosongs. Und es ist mir angesichts mancher explosiven Ausbrüche ein völliges Rätsel, wie ich &lt;i&gt;The Business Trip&lt;/i&gt; jemals für „zahm“ halten konnte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1800481216767904727?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1800481216767904727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1800481216767904727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/business-trip.html' title='The Business Trip'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-SWVg-_RBIeU/TmzMhNYDKrI/AAAAAAAAKpU/hEULwNnatE8/s72-c/The_Business_Trip_-_Hawkwind.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2238193199054464382</id><published>2011-09-10T11:30:00.000+02:00</published><updated>2011-09-11T17:04:44.248+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Aufräumen II</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Billy wurde schneller aufgebaut, als das menschliche Auge folgen kann. Die Gattin meint, es seien nur seltsame Lichteffekte, optische Schlieren und Nachbilder zu sehen gewesen. Selbst das Festnageln der Rückwand ging so rasant, dass das Hämmern sich offenbar anhörte wie ein schnelles, hochfrequentes Quietschen oder Zirpen. Ich kann mich an nichts erinnern und war danach nicht mal erschöpft. „Mein starker Held“, sagte die Gattin. „Kraul mir die Locken“, sagte ich.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der „Arbeitsplatz“ ähnelt nun einer weiten mesopotamischen Landschaft kurz nach dem Schöpfungsakt und vor der Ankunft des Menschen. Muss mir nur noch einen Platz überlegen für Lumpi, das vollkommen zerknuddelte Stofftier (Bär? Hund?), das mir Großtante Änni, selig, zum Geburtstag (= Tag der Geburt) schenkte und das mich seit fast 45 Jahren begleitet. Zuletzt lag es etwas vernachlässigt unter irgendwelchen Papierstapeln am Schreibtischrand und muss jetzt dringend mal aufgewertet werden.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2238193199054464382?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2238193199054464382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2238193199054464382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/aufraumen-ii.html' title='Aufräumen II'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2462498814494391869</id><published>2011-09-09T18:01:00.001+02:00</published><updated>2011-09-11T17:04:53.590+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Aufräumen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Man wird nicht jünger. Ich habe das Gefühl, dieses verpackte Ikea-Billy durch die halbe Stadt geschleppt zu haben, dabei war es nur vom Anwohnerparken vorm Haus bis hier herein ins Hochparterre. Kaum auszudenken, wie der Mann sich erst fühlt, wenn er das Ding morgen aufgebaut hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Billy ist gedacht für eine ziemlich unaufgeräumte Ecke der Wohnung, die man krass beschönigend als „Arbeitsplatz“ bezeichnen könnte, und dient hauptsächlich dazu, des Zweimeterfünfzig-Stapels an Gutachten-Material Herr zu werden. Der Stapel wird nicht kleiner, da ich die Tätigkeit für diesen Anbieter auf Eis gelegt und den Empfang weiterer Texte abgelehnt habe, solange andere Verlage so nett sind, deutlich lukrativere Aufträge zu vergeben – und das in hoher Frequenz. So etwas nennt man Marktwirtschaft. Da keiner vom Gutachten-Verlag mault, bleibt der Stapel also erstmal hier, wird aufs neue Billy verteilt und dient als Notgroschen für magere Zeiten. Auch wenn Gutachten dann eventuell mit zehnjähriger Verspätung bei denen eingehen und bis dahin der deutsche Markt austrocknet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Höhepunkt der Aufräumaktion in dieser Ecke wird jedoch das Ersetzen des alten &lt;i&gt;Event Horizon&lt;/i&gt;-Posters durch das neue &lt;i&gt;Totoro&lt;/i&gt;-Poster.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es wurden weiterhin zwei zusätzliche Regalböden für das Ivar-System erstanden, denn aus einem der Ivars wurden die meisten Bücher weggeräumt, dann wurden mittels der beiden neuen Böden die Höhen der einzelnen Fächer reduziert, schön gleichmäßig, um darin haufenweise Kampfjets in 1:48 oder 1:72 unterzubringen. Das Killermaschinen-Tableau wirkt in dieser Massierung reichlich manisch, aber das muss so.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2462498814494391869?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2462498814494391869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2462498814494391869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/aufraumen.html' title='Aufräumen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2817317030172563358</id><published>2011-09-01T12:32:00.000+02:00</published><updated>2011-09-01T12:32:40.758+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Grundnahrungsmittel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gerade stand ich mal wieder vor dem unübersichtlichen Knabbereien-Regal der spätkapitalistischen, globalisierten, saturierten Gesellschaft und versuchte mich zu orientieren. Dabei durchwehte mich ein sentimentales Gefühl des Bedauerns. Im Grunde bin ich markentreu bis zur Selbstverleugnung, außer man provoziert mich grundlos. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich weiß nicht mehr genau, wann Chio Chips die Rezeptur verändert hat. Muss schon Jahre her sein. Aber seitdem scheidet die Marke aus, obwohl sie in der Jugend das Grundnahrungsmittel Nummer eins darstellte. Der Konzern lebte mehrere Jahre lang allein von mir. Ich bezahlte deren Gehälter. Das wird sicherlich daran gelegen haben, dass der frühkapitalistische, unglobalisierte Tante-Emma-Laden im Dorf (selig) nur diese eine Marke führte und der Griff zur roten Tüte obligatorisch war. Besonders beliebt waren Chio Chips übrigens nach einem Besuch im Schwimmbad. Das gechlorte Wasser hat irgendwas mit den Geschmacksnerven angestellt, und die direkt darauffolgende Verabreichung von Chio Chips führte zu einer ungeheuren Geschmacksexplosion, nach der einem ganz entzückend die Birne brannte. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit geraumer Zeit haben die gewöhnlichen Chio Chips einen neuen Geschmack, „Red Paprika“ oder so was, der mit dem der Jugend definitiv nicht mehr konform geht. Irgendwas ist da anders, irgendein Mad Scientist hat drauflos gemixt, vermutlich mit dem Auftrag, es „jugendlicher“ zu machen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Habe schon seit langem umgestellt auf die normalen Geschmackstypen von „funny-frisch“, nachdem allerdings auch hier einige Sorten (afrikanisch, asiatisch) verworfen wurden als pseudo-exotischer, spätkapitalistischer Globalisierungs-Mumpitz.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2817317030172563358?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2817317030172563358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2817317030172563358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/09/grundnahrungsmittel.html' title='Grundnahrungsmittel'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4226901171221205986</id><published>2011-08-28T18:15:00.001+02:00</published><updated>2011-08-28T18:21:54.260+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hawks'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Glückwunsch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Herrje, glatt verpasst. Dave Brock, der dienstälteste aller Raumschiffkapitäne und Herr aller Habichte, ist letzte Woche 70 geworden. Darauf natürlich ein lautes „Prosit!“ hoch in die Umlaufbahn.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und eines seiner schönsten Stücke in prachtvoller Live-Performance. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="40" width="250"&gt;&lt;param name="movie" value="http://grooveshark.com/songWidget.swf" /&gt;&lt;param name="wmode" value="window" /&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always" /&gt;&lt;param name="flashvars" value="hostname=cowbell.grooveshark.com&amp;songIDs=25730830&amp;style=metal&amp;p=0" /&gt;&lt;embed src="http://grooveshark.com/songWidget.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="250" height="40" flashvars="hostname=cowbell.grooveshark.com&amp;songIDs=25730830&amp;style=metal&amp;p=0" allowScriptAccess="always" wmode="window" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4226901171221205986?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4226901171221205986'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4226901171221205986'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/gluckwunsch.html' title='Glückwunsch'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7454273028875026808</id><published>2011-08-25T10:37:00.004+02:00</published><updated>2011-08-25T15:21:05.522+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Flussfahrt nach Zons</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-bsn14nSEr5k/TlYHTzWp09I/AAAAAAAAKco/f4ZD5ShRDGc/s1600/SAM_0679.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-bsn14nSEr5k/TlYHTzWp09I/AAAAAAAAKco/f4ZD5ShRDGc/s320/SAM_0679.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zons, eine Ortschaft irgendwo hinter Leverkusen, könnte ein weltvergessenes Fleckchen sein, wenn im Sommer nicht Bus- und Schiffsladungen von Touristen hier abgeladen würden. Der Grund liegt darin, dass Zons im Mittelalter Zollfeste des Kölner Erzbischofs war und dass sich das historische Ensemble hübsch erhalten hat. Komplette Stadtmauer, Wehrtürme, Mühle, Fachwerk, enge Gässchen. Obwohl unwesentlich größer als unsere Küche, legt der Ort trotzigen Wert auf die Bezeichnung „Stadt Zons“.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn mal wieder etwas Bräune an den blassen Kadaver soll, was liegt da also näher als eine Schiffsfahrt nach Zons auf dem Sonnendeck der &lt;i&gt;Drachenfels&lt;/i&gt;? Natürlich ist das eine Rentnertour, und die Rentner erweisen sich bereits beim Entern des Schiffs als skrupellos. Kaum geht die Absperrung an der Landebrücke auf, drängeln und schieben sie, rufen sie Parolen, heizen Gattinnen ihre Männer auf, schwingen Handtaschen und beißen mit den dritten Zähnen. Dann strömen sie auf die Unterdecks an die reservierten Tische zu Kaffee und Kuchen sowie Mittagessen. Bis aufs Sonnendeck kommen die meisten gar nicht erst. Sie interessieren sich eben nicht so sehr für die Landschaft, sondern für die Speisekarte. Und sie wollen sich mit Gleichgesinnten über künstliche Hüftgelenke und geschwollene Fußgelenke austauschen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hier, auf dem Sonnendeck, geht es daher eher meditativ zu. Die Servicekraft ist aufmerksam, die Preise niedrig. In einen Stuhl gefläzt, die Beine auf der Reling, schaut man der Landschaft beim Vorbeigleiten zu. Kölner Panoramen, Auen und Wäldchen, Yachtclubs, Campingplätze, ein Pferdegestüt, chemische Industrie, vorbeiziehende Pötte. Zwei sehr angenehme Stunden Fahrt in Sonne und Flussbrise.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Zielort schlagen die Rentner wieder zu. Alle strömen gleichzeitig zum Ausgang. Vielleicht wollen sie auch vor der Musikberieselung im Schiffsinneren fliehen. Dann stellen sie, jeder für sich, fest, dass die Laufplanke, die das Schiff mit dem Anleger verbindet, eng und steil ist. Jeder Rentner benötigt gefühlte fünf Minuten für die drei Meter. Crewmitglieder tragen die Rollatoren hinterher. Als wir endlich im zwei Fußminuten entfernten Zons ankommen, die stetig stockende Rentnerkarawane auf dem schmalen Fußweg rechts überholend, ist eine halbe Stunde des zweieinhalbstündigen Aufenthalts schon vorbei. Die Rentner verteilen sich auf die überdurchschnittlich hohe Anzahl an Restaurationsbetrieben und Eisdielen. Nach dem Mittagessen an Bord, dem anstrengenden Ausstieg und dem Fußmarsch brauchen sie Stärkung und müssen untereinander ein bisschen klagen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tatsächlich ist der Ort pittoresk. Mag sein, dass hier Mittelalterfilme gedreht wurden. Löblich: Die Stadt erkennt ihr Kapital; hier wird alles auf alt gehalten. Keine grelle Werbung, keine Take-aways, kein Fast Food, kein Neon. Die Sehenswürdigkeiten sind in einer knappen Stunde erwandert und aufgeguckt. Auf der Freilichtbühne am Schloss wird „Des Kaisers neue Kleider“ gegeben, allerdings nicht heute. Die Kirche ist zu – um Vandalismus vorzubeugen, informiert eine Tafel. Das ist in Zons schwer vorstellbar. Drumherum idyllisches plattes Land. Gegen Ende wird es dann doch noch knapp, da der spontan ausgewählte Restaurationsbetrieb trotz wenig Zulauf für das Kredenzen eines höchst mittelmäßigen Salats und einer soliden, aber gewöhnlichen Lage Bratkartoffeln mit Spiegelei eine geschlagene Dreiviertelstunde benötigt. Und die Cola war lauwarm und abgestanden. Schwach. Wir hätten uns, so wie die Rentner, eben auf dem Schiff die Bäuche vollschlagen sollen und hätten nach hinten raus noch etwas Zeit gehabt, an irgendeinem mittelalterlichen Stadtmauerplätzchen kontemplativ zu verweilen und uns als Rittersleut zu fühlen. Auf dem Weg zum Schiff treffen wir dann immerhin noch das sagenumwobene „Dicke Kind von Zons“. Die Gerüchte stimmen: Es ist ziemlich dick. Und hässlich.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Rückfahrt nieselt es, was die Rentner in den Eingeweiden des Schiffs festhält. Alles frei hier oben. Mehr Verkehr auf dem Rhein zu dieser Stunde, und ich bewundere die Manövrierfähigkeiten der Flusskapitäne, vor allem wenn drei Pötte gleichzeitig, einmal sogar vier, aneinander vorbeifahren müssen. Totales Flussfeeling.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Danach vom Anlegesteg zu Fuß nach Hause. Lange genug gesessen. Die erwünschte Bräune am blassen Kadaver entpuppte sich am Abend mehr so als Röte. „Du leuchtest“, sagt die Gemahlin. „Du auch“, sage ich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7454273028875026808?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7454273028875026808'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7454273028875026808'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/flussfahrt-nach-zons.html' title='Flussfahrt nach Zons'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-bsn14nSEr5k/TlYHTzWp09I/AAAAAAAAKco/f4ZD5ShRDGc/s72-c/SAM_0679.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4478129304479549633</id><published>2011-08-22T11:13:00.000+02:00</published><updated>2011-08-22T11:13:58.945+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Gewonnen!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Nacht träumte mir, dass ich in der zweiten Klasse den Buchstabierwettbewerb gewonnen habe. Abgefragt wurden die Wörter „Redundanz“, „Entropie“, „Solipsismus“, „Schwanzgesicht“, „Fahrstromstörung“, „Unbedingtheit“, „Kackstelze“ und „Papstmesse“. Kein Wunder, dass ich gewonnen habe, denn es sind meine Lieblingswörter.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als ersten Preis gab es einen Plüschpapagei.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4478129304479549633?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4478129304479549633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4478129304479549633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/gewonnen.html' title='Gewonnen!'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4780560931106642925</id><published>2011-08-21T12:33:00.000+02:00</published><updated>2012-01-19T09:25:56.505+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><title type='text'>Be Bop Deluxe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die späteren Alben der Band (etwa: &lt;i&gt;Modern Music&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Sunburst Finish&lt;/i&gt;) sind mir heute etwas zu geschmäcklerische 70er-Hipness, teilweise kitschig. Trotz der Spaceage-Ästhetik. Gegen Ende der Bandkarriere wird es mit den New-Wave-Anteilen wieder besser. Mastermind und Gitarrengott Bill Nelson verflüchtigte sich danach vollends in Wave, später in Ambient und Hermetik und Introspektive.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Debütalbum &lt;i&gt;Axe Victim&lt;/i&gt; von 1974 jedoch entfaltet nach wie vor diesen entschlackten, wohlorganisierten Blues-Rock-Charme. Vorder- und Rückseite des Covers suggerieren eine frühe Heavy-Metal-Band mit Glam-Anteilen und Proto-Gothic, tatsächlich aber ist &lt;i&gt;Axe Victim&lt;/i&gt; ein freundlich-poetisches Idyll, in dem zwar auch stramm drauflos gerockt wird, das aber eher zum Erzählen neigt statt zur Motorik. Auch die zahllosen Gitarren-Soli und -Duette ordnen sich dem unter. „Love is Swift Arrows“ ist so ein typisches Beispiel, aber auch „Night Creatures“ und „No Trains to Heaven“ bleiben Standards.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Jahr darauf hatte Bill Nelson die Band mit neuen Leuten zum Trio geschrumpft und schuf mit &lt;i&gt;Futurama &lt;/i&gt;das erste jener verschnörkelten, romantischen Pop-Rock-Alben, die mir heute ein bisschen zu schwülstig daherkommen. Das letzte Album &lt;i&gt;Drastic Plastic&lt;/i&gt; kombiniert Wave-Elemente mit Seventies-Rock und tritt mit Kunstanspruch an.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4780560931106642925?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4780560931106642925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4780560931106642925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/be-bop-deluxe.html' title='Be Bop Deluxe'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4165968691005056301</id><published>2011-08-21T09:34:00.000+02:00</published><updated>2011-08-21T09:34:54.922+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Anime</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Anime-Ausstellung in Bonn gewesen. Das Schöne ist ja, dass man sich dafür kaum bewegen muss. Vor der Haustür in die Linie 16 einsteigen und vor der Bundeskunsthalle wieder aussteigen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vage enttäuscht von der Ausstellung. Hübsch anzusehen und großzügig in den Abmessungen, jedoch zu wenig Information oder detaillierte Hintergründe über Schaffensprozesse. Filme werden mit ein paar Originalfolien und Inhaltsangaben abgespeist. Um Cross-Marketing-Produkte und Filmausschnitte zu sehen oder eine Runde in irgendeinem Wii-Spiel zu spielen, muss ich nicht zwingend ins Museum gehen. Da reicht wohl auch ein Manga-Laden mit ein paar Vitrinen. Das „Erotik-Kabinett“ ist zwar sündig rot, aber ansonsten sehr zahm. Zutritt empfohlen ab 18, na ja, da könnte man problemlos einen Sechsjährigen abladen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Immerhin ein bisschen was gelernt über die verschiedenen Anime- und Manga-Typen und die weltbewegende Erkenntnis gewonnen, dass es in diesem Marktsegment ziemlichen Schund gibt, aber auch Meisterwerke. Wer hätte das gedacht? Lag nach dieser Erleuchtung eine Weile erschöpft auf einem hippen Sitzsack herum. Will auch so einen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schwer enttäuscht darüber, dass es das Ausstellungsplakat nirgendwo als Poster zu kaufen gab. Stattdessen zu Hause im Internet endlich mal ein original japanisches &lt;i&gt;Totoro&lt;/i&gt;-Poster bestellt – mit der besten Filmszene aller Zeiten drauf. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf dem Museumsvorplatz spielten abends Ich und Ich. Der Soundcheck war gerade im Gange. Anhand der Art, wie der Roadie die Gitarre abstimmte, glaubte ich zu erkennen, wer spielen wird, noch ehe ich die Plakate sah.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4165968691005056301?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4165968691005056301'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4165968691005056301'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/anime.html' title='Anime'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3708713716533795570</id><published>2011-08-15T10:42:00.001+02:00</published><updated>2011-08-15T10:42:40.644+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Social Network</title><content type='html'>„Was macht ein Misanthrop wie du eigentlich in einem Social Network?“&lt;br /&gt;„Leute online verachten.“&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3708713716533795570?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3708713716533795570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3708713716533795570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/social-network.html' title='Social Network'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5425122449979698935</id><published>2011-08-13T11:46:00.001+02:00</published><updated>2011-08-15T09:02:35.188+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Skript für eine Narrenträne (oder so)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gerade online noch mal &lt;i&gt;Script For A Jester’s Tear&lt;/i&gt; von Marillion durchgehört und als unfreiwillig komisch verworfen. Mehr als einmal schmerzhaft das Gesicht verzogen. Nee, die kommt mir als CD oder Download nicht ins Haus.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach wie vor bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass ich der Erste in der kreisfreien Stadt und dem drumherum liegenden Landkreis war, der 1983 dieses Debütalbum kaufte. Ich sah die LP in der Plattenabteilung des Kaufhof einsam herumstehen und fühlte mich angesprochen sowohl von dem tolkienesken Bandnamen wie auch dem überladenen Cover. Der kleine Entdecker war wieder mal auf Pirsch.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als Rock-Anfänger war mir das schon ein bisschen rätselhaft. Zweifellos aktueller Frühachtziger-Sound, aber mit „epischen“, nahezu rezitatorischen Zügen, die auf etwas Älteres zurückverwiesen. Diese langen Stücke und ihre melodramatische Inszenierung, die aufwendigen Keyboards mit Klassik-Kuschel-Faktor, die Dynamikschwankungen, der expressive Gesang, die stetige Aufforderung seitens des Sängers, in seinen pathetischen Texten zwingend etwas künstlerisch Hochwertiges sehen zu müssen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Erst zwei, drei Monate später las ich einen ersten kleinen Artikel über diese Newcomer-Band in der Zeitschrift „Musik-Szene“. Darin wurde Frontmann Fish nahe an ein Peter-Gabriel-Plagiat herangerückt und zitiert mit einer ganzen Latte von Einflüssen, die ich fortan mithilfe meiner Zeitungsjob-Geldquelle brav abarbeitete. Obwohl Fish darauf bestand, „moderne“ Musik zu machen und auch auf New Wave und Post-Wave zu rekurrieren, wurde seine Band von den musikjournalistischen Spaßbremsen doch eher angegangen als Retro-Truppe, als käsige Renaissance des überwunden geglaubten Progressive Rock. Mir fiel dann irgendwann auch die eklatante Abhängigkeit von Gabriel auf, mehr aber noch die von Peter Hammill. Der Anfang von &lt;i&gt;Script …&lt;/i&gt; etwa ist Hammill circa anno 1973. Ich kaufte mir schließlich noch das Nachfolgealbum &lt;i&gt;Fugazi&lt;/i&gt;, danach war Schluss. Während die Marillion-Alben an eine Mitschülerin verkauft wurden (fünf Mark das Stück), begann eine Liaison mit dem originalen, authentischen ProgRock der Siebziger, die letztlich in eine intensivere Liebesaffäre mit dem Hardrock und dem Psycho mündete. Der Marillion-Durchbruch, der Airplay-Hit „Kayleigh“, traf mich bereits mit verächtlich hochgezogener Oberlippe an.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich musste beim aktuellen Durchlauf des Debütalbums einige Songs echt abkürzen, denn die bedeutungsschwangere Amateur-Lyrik, das wichtigtuerische Gejammer, das instrumentale Herumgeschlacker und die Keyboard-Flokatis waren kaum zu ertragen. Manchmal ist es nicht förderlich, in die eigene Biographie abzutauchen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5425122449979698935?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5425122449979698935'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5425122449979698935'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/skript-fur-eine-narrentrane-oder-so.html' title='Skript für eine Narrenträne (oder so)'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5534838987202225595</id><published>2011-08-12T13:15:00.001+02:00</published><updated>2012-01-19T09:26:12.340+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Breitschwert und Biest</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ty6J8JmZTIo/TkUJlWGn68I/AAAAAAAAKUI/FLjqH0oWtmA/s1600/broadsword.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="317" src="http://4.bp.blogspot.com/-ty6J8JmZTIo/TkUJlWGn68I/AAAAAAAAKUI/FLjqH0oWtmA/s320/broadsword.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Frühjahr 1982. Ich hatte gerade diesen Aushilfsjob bei der Zeitung bekommen. 40 Mark in der Woche, 160 im Monat. Damals als Taschengeld nicht zu verachten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zuvor hatte ich es mir immer zweimal überlegt, ob ich mir eine Platte kaufen sollte oder nicht. Musste schließlich dafür sparen. Das war nun vorbei. Die Hälfte des wöchentlichen Salärs wurde ab sofort in eine LP investiert. Eine Neuerscheinung kostete damals so 16,99 bis 17,99 DM. Im Fall von „Nice Price“-Produkten (7,99-9,99) konnten es auch schon mal zwei Platten werden. Es öffneten sich auf einmal neue Horizonte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich wollte mich verändern, erweitern. Rockiger werden, weg vom Pop meiner Epoche und mich aufmachen in die märchenhaften, unbekannten Lande jenseits des täglichen Airplay-Horizonts. Da gab es so unendlich viel Material, das die Altvorderen uns hinterlassen hatten. Die erste Platte vom neuen Geld musste unbedingt zelebriert werden. Die Wahl fiel auf die legendäre, mythophile, flötenfetischistische, offenbar auch ein bisschen exzentrische Hardrock-Band Jethro Tull und ihr brandaktuelles Album &lt;i&gt;The Broadsword and the Beast&lt;/i&gt;. Selbstverständlich zog mich auch das Fantasy-Cover an. Wahrscheinlich war es sogar der wichtigste Kaufanreiz.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn ich die Platte heute mal wieder durchhöre, überläuft mich immer noch derselbe Schauer wie damals. Eine LP zum Entdecken, und exakt das richtige Album für den mythophilen Rock-Novizen. Ein Gefühl der Dankbarkeit durchrieselt mich.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Inszenierung zwischen modern und klassisch-archaisch, voll von folkigem Hardrock, losgelassener Flöte und schönen Gitarren- und Mandolinenfiguren, düster dräuenden Fantasy-Metaphern, süffisanten Kalter-Krieg-Botschaften, poetischer Inbrunst mit Edda-Touch, mittelschweren Riffs und balladesker Schönheit. Selbst die hymnischen Stücke sind nicht klebrig, sondern zielen in melancholische Weiten (etwa: „Slow Marching Band“). Für Tull-Verhältnisse relativ neu waren die tuckernden Synths und Keyboard-Fanfaren, der geschmeidige Pop-Anteil, aber das wusste ich damals selbstverständlich noch nicht. Nach heutigen Maßstäben klingt das Album nur in wenigen Momenten nach käsigen Achtzigern (etwa: „Flying Colours“); der Rest ist zeitlos und gänsehauttechnisch nach wie vor groß. Danach wurde Woche für Woche der gesamte Tull-Backkatalog angeschafft. Und herrje, was gab es da alles zu entdecken! &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das persönliche&lt;i&gt; Broadsword&lt;/i&gt;-Highlight heißt immer noch „Clasp“.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5534838987202225595?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5534838987202225595'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5534838987202225595'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/breitschwert-und-biest.html' title='Breitschwert und Biest'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-ty6J8JmZTIo/TkUJlWGn68I/AAAAAAAAKUI/FLjqH0oWtmA/s72-c/broadsword.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2994833586801434637</id><published>2011-08-08T13:09:00.000+02:00</published><updated>2011-08-08T13:09:47.010+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Deep Impact</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mannomann, das war ein Schwinger, diese Ruhr-Epidemie, die Gattin und Gatte übers Wochenende niedergestreckt hat. Als wäre ein Komet in den Verdauungstrakt eingeschlagen. Der Gattin geht’s wieder merklich besser, danke der Nachfrage. Der Darm des Gatten offeriert inzwischen auch wieder feststoffliche Endprodukte, die Bleischwere ist größtenteils aus Kopf und Gliedern gewichen, lediglich der Magen brennt noch ziemlich und zügelt den Appetit. Auf die Darstellung weiterer Details wird aufgrund eines ästhetischen Restempfindens verzichtet. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kabautz. Einfach so synchron umgehauen worden. Muss irgendwas im Essen gewesen sein, aber was genau, das bleibt ein Mysterium. Nichts davon war irgendwie exotisch oder ungewöhnlich. Das Leben bleibt unberechenbar.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2994833586801434637?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2994833586801434637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2994833586801434637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/deep-impact.html' title='Deep Impact'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2324243204057324827</id><published>2011-08-07T15:24:00.000+02:00</published><updated>2011-08-07T15:24:04.636+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Tull</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Noch so ein altes Schätzchen, an dem es sich abzuarbeiten gilt. Tatsächlich war Jethro Tull die erste Band, die den 14jährigen Vollidioten damals davon abbrachte, ELOs &lt;i&gt;Discovery&lt;/i&gt; oder Alan Parsons &lt;i&gt;Tales of Mystery and Imagination&lt;/i&gt; für die besten „Rock“-Alben aller Zeiten zu halten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das ist eine Leistung, die Maßstäbe setzte, dennoch bewerte ich Jethro Tull heute ein bisschen ambivalent. Angeführt wurde die Band von einem selbstverliebten Autokraten, der auf der Bühne die Rocksau ebenso verkörperte, wie er Spontaneität vorgab. Einer, der je nach Bedarf den Rocker, den Bauersmann, den Komödianten, den Bildungsbürger, den Poeten oder den irren Rattenfänger herauskehrte und durch die Jahre halbherzig alle möglichen Stile aufgriff und verhunzte. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das wäre die eine Sichtweise. Tatsächlich aber hatte Ian Anderson genialische Züge, ließ sich von niemandem reinreden und erschuf neben prätentiösen Monstren auch runde, atmosphärisch unglaublich dichte Alben. Seine Mitspieler waren allererste Sahne und durften ihre Talente auch ausleben, solange sie sich den Konzepten des Maestros unterordneten. Saufen, huren und bunte Pillen schlucken durften sie angeblich nicht, zumindest nicht auf Tourneen (die viele Musiker ja am liebsten genau deswegen unternahmen). Nein, solche Exzesse hätten die Perfektion der nächsten Show gefährdet. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die ersten drei Alben schienen mir damals, als ich Tull-Platten zu kaufen begann, 1982, bereits zu sehr gealtert in ihrem Bluesrock-Bestreben. In &lt;i&gt;Aqualung &lt;/i&gt;(1971) hingegen bin ich monatelang spazieren gegangen. Auch &lt;i&gt;Thick as a Brick&lt;/i&gt; mochte ich ungemein, während mir &lt;i&gt;A Passion Play&lt;/i&gt; größtenteils verschlossen blieb. &lt;i&gt;War Child&lt;/i&gt; empfand ich als eine Art skurrilen Comic, viel eher noch als das gezielt im Comic-Design gestaltete, etwas langweilige &lt;i&gt;Too Old to Rock’n’ Roll: Too Young to Die&lt;/i&gt;. Dazwischen gab es noch &lt;i&gt;Minstrel in the Gallery&lt;/i&gt;, das ich bis auf den heavy Titelsong auch etwas behäbig fand.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich war ein Riesenfan des „Folkrock“-Albums &lt;i&gt;Songs from the Wood&lt;/i&gt; (1977), zumindest so lange, bis ich mal richtigen Folkrock hörte. Ian Andersons Kokettieren mit der Musik der Bauersleut war wenig mehr als das: Kokettieren nämlich. Das Cover ist symptomatisch. Anderson an einem Lagerfeuer mitten im Wald, in Landburschentracht, mit erlegten Fasanen nahebei. Wenn man genauer hinschaut, ist das alles Kulisse. Das Unterholz hinter ihm ist auf eine Glasscheibe gemalt, weder Feuer noch Holz noch Fasane sind echt. Die Aufnahme entstand vermutlich in irgendeinem Fotostudio in London. Was auf &lt;i&gt;Songs from the Wood&lt;/i&gt; nach Folkrock klingt, ist genau dasselbe: eine Simulation. Es gibt nicht viele akustische Instrumente, erst recht keine authentischen, vieles wird mit E-Gitarre, Keyboards, Synths und mithilfe aufwendiger Arrangements und Studiomätzchen gemacht. Und die Botschaften passen in ihrer landmännischen Simplizität auch ganz gut zu diesem Innenarchitekten-Folk: „songs from the wood make you feel much better“ oder auch, rührenderweise: „it’ll make of you an honest man“. Echte Folker haben das Simulationsunternehmen Jethro Tull deswegen gehasst. Jedoch ist Anderson seit jeher ein Ironiker gewesen, der so etwas absichtlich macht. Das witzige Backcover, auf dem ein Baumstumpf zum Plattenteller wird, bespielt von einem mordsteuren Designer-Tonarm, macht sich über die Platte und ihre Botschaft lustig. Und über den Hang der Stadtmenschen, sich aus Smog und Verkehrslärm in die geordnete pastorale Schönheit früherer Epochen wegzudenken. Die dickensianische, urbane Blues-Hardrock-Robustheit der früheren Band war nach einigen ProgRock-Monstrositäten nun dem Charme eines britischen Freilichtmuseums gewichen. Oder dem einer Fototapete. Oder dem eines Mittelalter-Festivals, bevor es Mittelalter-Festivals gab. Auf &lt;i&gt;Heavy Horses&lt;/i&gt; wurde das fortgesetzt und geriet in seinem Drang zur pastoralen Harmlosigkeit fast ein bisschen zu schmerzfrei.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Andererseits: Wenn ich heute irgendwo diesen pseudo-historisierenden Gothic-Folk-Metal und seine simulierten Simulationssimulationen zu hören kriege, bin ich verdammt froh, den sofort abwürgen und zu Tull-Platten greifen zu können.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit geraumer Zeit bevorzuge ich &lt;i&gt;Stormwatch&lt;/i&gt;, den düsteren Nachzügler der Folk-Phase und Tull-Spätheimkehrer. Dieses Album ist wieder mächtig elektrifiziert und veredelt die Folkrock-Restbestände durch ihre Verwendung im Hardrock-Kontext. Die Lyrik ist phänomenal dunkel, die elegischen Teile sind allem Anschein nach tief empfunden und völlig ernst gemeint. Die kritische, nahezu apokalyptische Botschaft ist kein bisschen hysterisch oder alarmistisch, sondern eine mythische Verdichtung britisch grünen Gedankenguts, exemplifiziert an den harschen Landschaften und magisch-realistischen Stimmungen nordbritischer Küstenstreifen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Danach wurde Tull dann modern. Die beiden Alben &lt;i&gt;A&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;The Broadsword and the Beast&lt;/i&gt; übertünchen die Abriebsverluste mit Elektronik, &lt;i&gt;A&lt;/i&gt; macht das ziemlich gut. &lt;i&gt;Under Wraps&lt;/i&gt; wagt sich noch viel weiter auf dieses Terrain vor, danach wird Tull zu etwas hardrockiger angedachten Dire Straits, wobei &lt;i&gt;Roots to Branches&lt;/i&gt; noch mal den erfreulichen Ausflug auf ein spannenderes World-Music-Areal versucht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2324243204057324827?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2324243204057324827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2324243204057324827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/tull.html' title='Tull'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1742543810877624724</id><published>2011-08-03T10:09:00.000+02:00</published><updated>2011-08-03T10:09:48.851+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Cameron in der Südstadt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Scheint sich doch um ein größeres Hollywood-Filmprojekt zu handeln, was die hier drehen. Voll generalstabsmäßig und so. Bombastisch. Würde mich nicht wundern, wenn James Cameron dahintersteckt. Am Sonntag fuhr ich das Auto wegen der Dreharbeiten in eine Nebenstraße. Heute Morgen klingelt eine Politesse und meint, mein Auto stünde im Halteverbot wegen Filmaufnahmen. Ich entgegne: „Es &lt;i&gt;stand &lt;/i&gt;im Halteverbot wegen Filmaufnahmen.“ Sie meint: „Nein, es &lt;i&gt;steht &lt;/i&gt;im Halteverbot wegen Filmaufnahmen“ und fügte hinzu: „Bitte wegfahren, die bauen gerade auf.“ Tatsächlich hat Cameron nun mit seiner Crew auch die Nebenstraße in Beschlag genommen. Habe sogar einige Weltstars gesehen, die da herumlungerten. Mir fielen nur wieder die Namen nicht ein. Habe das Auto jetzt in eine andere Nebenstraße gefahren. Morgen kommt dann wahrscheinlich die Politesse und meint …&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1742543810877624724?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1742543810877624724'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1742543810877624724'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/08/cameron-in-der-sudstadt.html' title='Cameron in der Südstadt'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5488815011794757791</id><published>2011-07-31T09:32:00.001+02:00</published><updated>2011-07-31T09:32:55.275+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Weltstars zum Anfassen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Direkt um die Ecke drehen sie mal wieder einen Film, einsehbar vom Balkon aus. Könnte „Alarm für Cobra 11“ sein. Alles voller Weltstars, deren Namen mir gerade entfallen sind. Man könnte mit Autogrammwünschen hingehen und anhand der Unterschrift versuchen, den Namen zu googeln. Der Anwohner jedenfalls trägt sein Scherflein zum Kulturgut bei, indem er sein Auto aus der Parkverbotszone wegfährt, damit die Weltstars, ihre Visagisten und ihre Schmink- und Catering-Mobile Platz für ihre Egos haben. Könnte sowieso ratsam sein, die Straße zu räumen, denn womöglich fliegen hier heute noch ein paar Sportwagen durch die Luft. Aber ich glaube, sie drehen hier meistens die Schießereien zu Fuß. Wenn also im Laufe des Tages Schüsse peitschen und ein paar tote Weltstars auf der Kreuzung herumliegen, ist das kein Grund, aus der Kontemplation hochzuschrecken.    &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5488815011794757791?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5488815011794757791'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5488815011794757791'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/weltstars-zum-anfassen.html' title='Weltstars zum Anfassen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6542971778235932416</id><published>2011-07-26T09:23:00.000+02:00</published><updated>2011-07-26T09:23:52.193+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Macht des Wortes'/><title type='text'>Drei auf einmal</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;So mögen wir das. Drei eilige, schön dotierte Redaktionsaufträge gleichzeitig, die sich sozusagen ineinander verschränken. Eine gewisse Herausforderung, bei der darauf zu achten ist, die drei Dateien bloß voneinander fernzuhalten und bei eventuellen Copy-and-Paste-Schritten im jeweiligen Text zu bleiben. Sonst könnte es ein entzückendes postmodernes Durcheinander geben. Die Remix-Strategie ist in der Unterhaltungsliteratur noch nicht gänzlich angekommen, und ich möchte mich ungern als Innovator aufspielen. Aber gut zu wissen, dass man die Macht dazu hätte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6542971778235932416?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6542971778235932416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6542971778235932416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/drei-auf-einmal.html' title='Drei auf einmal'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7810951317636140855</id><published>2011-07-21T15:13:00.000+02:00</published><updated>2011-07-21T15:13:17.345+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Elektrischer Zauberkasten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Jetzt digital</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unser neuer Digital-Kabelanschluss mit seinen 300 Kanälen ist eher eine Zwangsmaßnahme.&amp;nbsp;Bibel-TV, Al Jazeera auf Arabisch und „Ikebana für Manager“.&amp;nbsp;Benötigt hätten wir das eigentlich nicht, aber okay, freunden wir uns eben damit an. Leider erwies sich der Anschluss seinerseits als unfreundlich: Nach Ankunft und Anschluss des Digital-Receivers gab sich der Empfang bescheiden, um nicht zu sagen: komplett beschissen.&lt;br /&gt;„Wenn was ist: Anrufen!“, hatte mir der Mann von der Betreiberfirma noch mitgeteilt, ehe er mit dem frisch unterschriebenen Vertrag um die Ecke verschwunden und zum nächsten Kunden entfleucht war. Also schauten wir weiter Analog-Kabel, aber ich nahm ihn natürlich beim Wort, den Mann, und erwischte ihn auf einem Campingplatz in Norddeutschland. „Wie ist das Wetter in Köln?“, fragte er. „Bedeckt“, sagte ich.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es war nur ein Kurzurlaub, und er hielt Wort. Gestern fror mitten in der Analog-Tagesschau die großartige Susanne Daubner ein und schaute mich einen Moment lang erotisch streng&amp;nbsp;an, als wollte sie sagen: &lt;i&gt;A Quadrat plus B Quadrat gleich C Quadrat&lt;/i&gt; ...&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nicht in der Nase popeln, und sitz endlich gerade!&lt;/i&gt;&amp;nbsp;Dann waren sowohl sie wie auch der Empfang ganz weg. Ich wusste: Aha, er ist im Keller und schraubt rum. Er brauchte für die Signalverstärkung exakt zwei Minuten und kam mir, als ich runterging, schon freudestrahlend entgegengespurtet. Ich sagte: „Mein Bild ist weg.“ Er antwortete: „Versuchen Sie’s jetzt! Versuchen Sie’s jetzt! Müsste prächtig sein!“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Korrekt. Prächtig. Danach saßen wir noch ein Weilchen auf dem Parkett vor der Glotze, er nahm mich an der Hand und erklärte mir die Kniffs der neuen Fernbedienung: „Schmeißen Sie die Gebrauchsanleitung weg, und passen Sie JETZT auf!“ Zwischendurch klingelte sein Handy mit der Pink-Panther-Melodie. „Lass mich in Ruh, bin beim Kunden!“, rief er in Richtung Gürtel-Etui. Susanne Daubner war noch auf Sendung, er zappte an ihr vorbei, blieb kurz hängen und sagte mit einem Augenzwinkern: „Aaah, sieht die heute wieder scharf aus!“ Er hatte völlig recht: Susanne war schärfer und strenger denn je. Dann programmierte er mir zu Demonstrationszwecken DSF auf Platz eins der Favoriten. Vermutlich weil das sein Lieblingssender ist. Es lief gerade Werbung für Energy Drinks. Als er weg war, löschte ich DSF, holte Susanne zurück und setzte sie auf die Eins. Fernsehtechniker sind schon coole Säue.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7810951317636140855?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7810951317636140855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7810951317636140855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/jetzt-digital.html' title='Jetzt digital'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-286308076233897781</id><published>2011-07-20T09:18:00.000+02:00</published><updated>2011-07-20T09:18:09.311+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Verfall</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Er schreitet voran, der Verfall. Nun wurde da, wo’s meistens losgeht, am Übergang zwischen Hinterkopf und Schädeldecke nämlich, eine verdächtig schüttere Stelle entdeckt.   &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Also sind die Zeiten vorbei, in denen das weibliche Geschlecht, vor allem Frisösen und Großtanten, angesichts dieses vollen, potenten Haupthaars in Freudenschreie ausbrach und dauernd dran rumzuppelte, begleitet von irritierenden Äußerungen wie „Dieses Haar! Dieses Haar!“, „Was für ein Prachtbursche!“ oder „Mach mir ein Kind, das auch so Haar hat!“ &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Segnungen des Alters: kein Gezuppel mehr, keine haltlosen Kinderwünsche.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-286308076233897781?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/286308076233897781'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/286308076233897781'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/verfall.html' title='Verfall'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6583374340536138246</id><published>2011-07-19T09:41:00.000+02:00</published><updated>2011-07-19T09:41:56.503+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Elektrischer Zauberkasten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Modellbau-Hölle</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern gab’s bei &lt;i&gt;Einsatz in vier Wänden&lt;/i&gt; den dramatischen Fall eines 68jährigen Modellbauers, der sich sein eigenes Haus zugerümpelt hatte. Völlig unterschiedslos mit Schiffen, Flugzeugen, Autos, Zinnfiguren, Modelleisenbahnen und so ziemlich allem, was man basteln kann. Das ging so seit dem Tod seiner Frau. Ein Fall für die dicke Knutschkugel Tine Wittler, die wieder mal als psychosozialer Notdienst fungierte und dem Mann zu völlig unpassender Musikuntermalung eine unpassend junge Designer-Wohnung herrichtete, die in drei Monaten vermutlich wieder so aussieht wie die vorherige. „Die Höllen-Hütte des Bastel-Opas“ war diese seriöse Fallstudie betitelt. Hauptfigur war wie üblich natürlich die dicke, eitle Frau Wittler, nicht ihr armes Opfer.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir ziehen dennoch Lehren aus diesem Fall. Modellbauer sind anfällig, denn sie leben in einem mysteriösen, weltabgewandten Zwischenreich zwischen Perfektion (die Modelle) und völliger Verwahrlosung (der ganze Rest). Die geringste Störung des Ablaufs, also z.B. das Ableben der Gemahlin, führt erst zu Irritation in der brisanten Balance, dann zu hoffnungsloser Introvertiertheit und Kompensationsverhalten. Und jetzt ist erst recht niemand mehr da, der hinter dem Exzess-Bastler aufräumt und ihn regelmäßig aus Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer oder Wintergarten wegscheucht. Das Ergebnis ist „Die Höllen-Hütte des Bastel-Opas“. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir lernen: Sich auf irgendeine Art Bastelobjekt konzentrieren. Nicht alles aufheben. Ab und zu mal Kartons wegwerfen. Die Dusche nicht mit halbfertigen Modellen zustellen. Eingetrocknete Farbdöschen wegwerfen. Die Bastelunterlagen mal ausschütteln, am besten draußen. Die Blumen im Wintergarten mal gießen. Sich ab und an mal den Bart schneiden. Mit Klebstoff verschmierte Finger nicht ablecken. Sich mal beim Schützenfest oder dem Seniorennachmittag blicken lassen. In der Küche Fallen für Fruchtfliegen auslegen. Wieder lernen, in ganzen Sätzen zu sprechen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6583374340536138246?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6583374340536138246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6583374340536138246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/modellbau-holle.html' title='Modellbau-Hölle'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1479148515323415364</id><published>2011-07-16T08:31:00.000+02:00</published><updated>2011-07-16T08:31:07.854+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Lachshäppchen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Nacht entwickelte ich eine neue, revolutionäre Literaturtheorie, den sog. „Phantastischen Fiktionalitätsbremser“. Das erregte einiges Aufsehen, ich wurde dauernd auf Tagungen eingeladen, auf denen Leute mit Plastik-Elfenohren herumstanden, und fraß denen die Lachshäppchen weg. Eine Einladung von Tina Mendelsohn von der 3sat-„Kulturzeit“ lehnte ich ab, weil es da nur Prosecco gab, aber keine Lachshäppchen. Der Traum war nicht in der Lage, mir zu erklären, was der sog. „Phantastische Fiktionalitätsbremser“ eigentlich ist, aber die Lachshäppchen waren gut. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1479148515323415364?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1479148515323415364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1479148515323415364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/lachshappchen.html' title='Lachshäppchen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-65412208841770112</id><published>2011-07-13T09:53:00.000+02:00</published><updated>2011-07-13T09:53:19.371+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Zivilisationsreste oder: Tote Maus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir hatten da diesen unangenehmen Geruch in der Wohnung. „Tote Maus“, sagte die Gemahlin. Aus Richtung Küchenspüle. War früher schon mal da, der Gestank, ging aber immer wieder rückstandslos weg. Diesmal nicht. Wurde eher schlimmer. Also musste der Gatte seine Einsachtzig mal unter die Spüle falten, um sich diese Installation anzuschauen. Sah ziemlich kompliziert aus. Zu viele Rohre, Winkel, Kurven, Schläuche, Klemmen, Schraubverbindungen, Hähne, mysteriöse n-dimensionale Räume und Verkrümmungen. Letztens Endes gelang es mit ein wenig Logik, Relativitätstheorie und Konzentration, das Geheimnis zu durchschauen und dem Chaos eine Struktur abzutrotzen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als Kern des Geschehens erwies sich der allerhinterste Teil, wo der Schlauch ins Abflussrohr in der Wand verschwindet. Dort hatten sich die Hinterlassenschaften mehrerer Mietergenerationen gestaut, teils chaotisch, teils chronologisch. Unsere natürlich auch, klar, aber diese Stelle war seit dem Hausbau vermutlich nicht gereinigt worden, zumindest aber seit dem Zeitpunkt, seit sich dort ein ominöses, hartes Teil (eine Schreibfeder?) verkantet hatte, sehr viel nachkommendes Spülegeröll nicht mehr durchgelassen und somit einen Pfropfen erzeugt hatte. Während besagter Pfropfen über Klo und Duschwanne ausgekratzt und durchgespült wurde, offenbarte sich Stück für Stück, woraus er bestand.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Geliertes Hackfleisch (wabbelig, nahezu durchsichtig), zusammengebackenes Hackfleisch (Konsistenz: Mörtel), mumifiziertes Hackfleisch (braun-schwarz), Erbsen und Möhrchen, burgundisches Gulasch (vier Stunden auf kleiner Flamme), lappenartige chinesische Pilze, blaue Paprikaschoten (vermutlich früher rot), Chio Chips, Eiersoße, ein Plüschtier, zwei Kondome (unbenutzt und noch verpackt), eine SIM-Karte, Reste einer „Bravo“ von 1982, Nasenkufen von gleich drei unterschiedlichen Brillen, zwei Druckerpatronen, ein Playmobil-Männchen (aus der Serie „Bauarbeiter“), ein Michael-Schumacher-Fan-Wimpel in Deutschlandfarben, Fingerknochen eines früheren Mieters oder Hausmeisters, ein handgeschriebener Notruf der Franklin-Expedition von 1847 (größtenteils unleserlich), ein Basketball ohne Luft, ein abgestorbener Ficus, die Leiche eines kleinwüchsigen, etwa 45jährigen Zeugen Jehovas, einen Stapel „Wachturm“-Hefte von 1973 noch umklammert. Und ja, eine tote Maus auch.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-65412208841770112?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/65412208841770112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/65412208841770112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/zivilisationsreste-oder-tote-maus.html' title='Zivilisationsreste oder: Tote Maus'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7964851370570919512</id><published>2011-07-10T08:55:00.000+02:00</published><updated>2011-07-10T08:55:31.040+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Kölner Lichter</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern Nacht bei den &lt;i&gt;Kölner Lichtern&lt;/i&gt;, dem jährlichen Großfeuerwerk auf dem Rhein, mal die Videofunktion der neuen Kamera getestet. Für so ein kleines Ding gar nicht verkehrt. Das Finale könnte man allerdings auch als „Luftangriff auf Tripolis“ ins Internet stellen, und man käme damit vielleicht sogar in die Nachrichten. („Wie lange steht Ghaddafi das noch durch?“) Entlarvend wäre lediglich der Ton, denn wegen des elfährigen, „kölschen“ Jubiläums der Veranstaltung war das Feuerwerk diesmal zu Kölschen Gassenhauern choreographiert. Andererseits ist es durchaus vorstellbar, dass die NATO aus Gründen der psychologischen Kriegsführung ihre Bombardements mit Kölschen Gassenhauern untermalt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7964851370570919512?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7964851370570919512'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7964851370570919512'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/kolner-lichter.html' title='Kölner Lichter'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5310632764951776251</id><published>2011-07-07T11:09:00.000+02:00</published><updated>2011-07-07T11:09:33.529+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Fremde im Zimmer</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute am frühen Morgen ging plötzlich das Licht an, und ich schaute einer dicken, aufgeschwemmten Frau ins überdimensionale Gesicht, über deren wulstige Lippen irgendein Gebrüll dröhnte. Ich begriff im halbgeweckten Verwirrzustand natürlich sofort, dass das keinesfalls die Gemahlin sein konnte, denn die ist 1) nicht dick und aufgeschwemmt und mit wulstigen Lippen, 2) brüllt nicht herum und liegt 3) auf der anderen Bettseite. Wer zum Teufel war diese unangenehme Person? War die Wohnungstür über Nacht unverschlossen geblieben? Gehörte sie irgendeiner Stadtguerilla-Performance an, die frühmorgens das Bürgertum aus dem Schlaf der Halbgerechten scheucht und mit Proklamationen gegen Atomkraft, das Patriarchat oder laktosehaltige Lebensmittel überschüttet? Ich verstand gar nicht, was die blöde Kuh da redete!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nun ja, ich konzentrierte mich also auf ihren Sermon und wurde währenddessen wacher. Auf der Bettkante bemerkte ich zudem eine sehr wache, quengelige Katze. Unsere Katze. Und die Fernbedienung des Fernsehers, die über Nacht dort liegengeblieben war. Und den hellen, eingeschalteten Breitbildschirm nah am Bett, der auf Stand-by gestanden hatte. Die Katze hatte ihn beim Quengeln eingeschaltet, auf RTL, und dabei die Wiederholung einer nachmittäglichen Reality-Darbietung erwischt. Die fette Schnepfe mit der haarigen Warze am Kinn war gar keine Stadtguerilla, sondern brüllte nur gerade ihren untreuen Gatten an, er solle mit „seiner Yvonne“ doch bitte dahin gehen, wo der Pfeffer wächst. Sie habe jedenfalls die Schnauze gestrichen voll.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich stellte den Ton ab, gab der Katze im Licht des Breitbildfernsehers ihr Futter und machte dann alles wieder dunkel.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5310632764951776251?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5310632764951776251'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5310632764951776251'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/fremde-im-zimmer.html' title='Fremde im Zimmer'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-102976436658238429</id><published>2011-07-05T09:22:00.000+02:00</published><updated>2011-07-05T09:22:41.467+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Rotation</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Einigkeit zwischen den ansonsten widerstreitenden Kräften in meinem Verstand: &lt;i&gt;Lollipop &lt;/i&gt;ist das großherzigste, schlüssigste und psychedelischste Sommeralbum, das wir, die Kräfte und ich, überhaupt je gehört haben. Im Sommer 1989 hatten wir, die Kräfte und ich, auch schöne Platten, klar, aber hätten wir dieses Album damals besessen, wir wären Raketenstufen gewesen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vielleicht ist es aber auch bloß Sentimentalität angesichts der Tatsache, dass wir, die Kräfte und ich, heutzutage nach zehn Minuten Herumhüpfen schon schnappatmig werden und bei den melancholischen Passagen anfangen zu weinen. Und vielleicht ist es auch Bestürzung angesichts der Tatsache, dass man die Platte am liebsten so oft in die Rotation schicken würde, wie man es damals getan hätte, heutzutage aber von Broterwerb daran gehindert wird. Damals gab es noch keinen Broterwerb, damals gab es nur wichtige Dinge, und es gab die nie endende Rotation.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aber mal nüchtern betrachtet und ohne diese elende Verklärung: Es ist schön, dass die Meat Puppets dabei sein können und unseren Sommer, den der Kräfte und meinen, wieder mit Schönheit übergießen.      &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/Nc-OSTk3Aec?rel=0" width="425"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-102976436658238429?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/102976436658238429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/102976436658238429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/07/rotation.html' title='Rotation'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/Nc-OSTk3Aec/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-276096884278680363</id><published>2011-06-29T14:30:00.000+02:00</published><updated>2011-06-29T14:30:07.011+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Abbuchungen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;USt-Nachzahlung, ESt-Nachzahlung, USt-Vorauszahlung, ESt-Vorauszahlung, Nebenkostennachzahlung, Miete, privates Sozialgedöns, zwei Laptops, Kamera, diverse weitere Anschaffungen nach dem konjunkturfördernden Motto &lt;i&gt;Jetzt erst recht&lt;/i&gt; … Man reiche mir ein Gewand aus Sackleinen und begrabe mich dereinst vor den Toren der Stadt. „Hier verscharrt liegt ein armer, armer Mann.“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-276096884278680363?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/276096884278680363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/276096884278680363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/abbuchungen.html' title='Abbuchungen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2255304954769933880</id><published>2011-06-28T13:12:00.000+02:00</published><updated>2011-06-28T13:12:20.308+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wohlklang'/><title type='text'>Lollipop</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ZRLELPE2TAc/Tgm2JfTMfLI/AAAAAAAAGjI/TNKwjLXAIx0/s1600/meatpuppets2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="133" src="http://1.bp.blogspot.com/-ZRLELPE2TAc/Tgm2JfTMfLI/AAAAAAAAGjI/TNKwjLXAIx0/s200/meatpuppets2.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das erste Album der Meat Puppets stammt von 1982. Seit der zweiten Hälfte der Achtziger sind sie eine Konstante meines Daseins. Nebenprojekte und Besetzungswechsel eingeschlossen. Das liegt schlicht und einfach daran, dass die Band bis heute existiert und dass ihre Platten stets die Balance aus Vertrautheit und Innovation hinkriegen. Während andere alte Heroen wie Greg Sage sich völlig zurückgezogen haben oder Bob Mould mir zu konsumierbar wurde, boten die zauseligen Kirkwood-Brüder über die Jahre stets Verlässliches und blieben doch ewiger Geheimtipp. Hochästhetische Saitenquälerei, besessen von Schönheit und Melodie, melancholisch verhuschtes Americana-Wüsten-Idyll in Pastell oder bretthart nach vorne getriebener Psycho-Powerrock als Metallinstallation, Experimente in Sound und Arrangement. Bunt, impressionistisch, hochgradig organisiert, auch wenn es sich oft wie hingeworfen anhört. Dazu der Kontrast zwischen einer notorischen lazyness, die Entspanntheit signalisiert, und einer eklatanten Hyperaktivität in den Songs, die des Öfteren schier bersten wollen vor lauter Sound und Idee und drastischem Gitarrensolo. Poetische Texte wie unter Drogen, Bewusstseinserweiterung als Normalzustand. Mitte der Neunziger zerfiel die wunderschön eskapistische Künstler-Gegenwelt aufgrund persönlicher Probleme von Curt Kirkwoods Bruder Cris, dem Bassisten. Drogenkarriere, Todesfälle, Schießerei mit einem Wachmann, Bauchschuss, Knastkarriere. Curt widmete sich währenddessen diversen Projekten, führte die Band aber weiter mit anderen Musikern und der Option, seinen Bruder nach der Gefängnisentlassung zu reintegrieren. Cris Kirkwood ist seit drei Alben wieder essentieller Teil der Meat Puppets.    &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das neue Album &lt;i&gt;Lollipop &lt;/i&gt;ist eines der schönsten der ganzen Karriere. Zurückgenommene Power, trocken, transparent, mäandernd, gute Laune verbreitend. Eine stoische Schönheit wie „Vile“ zeigt mal wieder, warum es gut war, den Burschen all die Jahre die Treue zu halten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/CW3Qv4MFwoY?rel=0" width="425"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2255304954769933880?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2255304954769933880'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2255304954769933880'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/lollipop.html' title='Lollipop'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-ZRLELPE2TAc/Tgm2JfTMfLI/AAAAAAAAGjI/TNKwjLXAIx0/s72-c/meatpuppets2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4334352265292136369</id><published>2011-06-23T17:52:00.000+02:00</published><updated>2011-06-23T17:52:58.641+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Auf der Gewinnerseite</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Notdienst-Installateur war da. Gewaltiger Bruch in einer alten eisernen Steigleitung. Kannst du die Hand reinstecken, so groß. Nein, nein, da kann der Notdienst heute nichts mehr machen. Ist viel zu alt und massiv, das alles. Muss die ganze Wand aufgestemmt und -gepickelt werden, um die Ansatzpunkte für das neue Rohr zu finden. Geht womöglich über mehrere Stockwerke. Könnte also was länger dauern. Ist ja auch langes Wochenende und so.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die gute Nachricht für die beiden heute vielbeschäftigten Arschkarten-Mieter: Nur Teile des Hauses hängen an dieser speziellen Horrorleitung, andere Teile nicht. Nachdem der Notdienst ein bisschen mit Haupthahn und Verteilerhähnen herumgeknobelt hatte, lief bei uns das Wasser wieder. We are the winners! &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jetzt klingeln alle halbe Stunde die Nachbarn und stehen mit leeren Eimern vor der Tür.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4334352265292136369?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4334352265292136369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4334352265292136369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/auf-der-gewinnerseite.html' title='Auf der Gewinnerseite'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-3769916192150598437</id><published>2011-06-23T14:00:00.001+02:00</published><updated>2011-06-23T14:34:45.704+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Will Feuerwehrmann werden</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da steht man auf am Feiertag, holt die Zeitung rein, denkt sich nix – und verharrt irritiert im Hausflur ob dieses eigentümlichen, hallenden Plätscherns. Duscht da etwa jemand bei offener Wohnungstür? Oder pinkelt unten im Zwischenkeller ein Brontosaurier an die Wand? Mal eben die Treppe runter, Kontrollblick in den Zwischenkeller. Das Geräusch wird lauter. Und da haben wir’s auch schon: Aus der Wand hinten plätschert es nicht, es fließt gebirgsbachartig. Der Zwischenkeller steht drei Fingerbreit hoch unter Wasser. Der Wasserstand ist nur deshalb so niedrig, weil der Bach unter der metallenen Trenntür und durch Kabelschächte munter weiter in den Tiefkeller fließt. Wie lange das schon so fließt, ach was, strömt … wie es da unten wohl aussieht … keine Ahnung. Ich glaube, ein Brontosaurier wäre mir lieber gewesen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was nun? Darf ich mich wieder ins Bett legen und heulen? Nein, natürlich nicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Na ja, den folgenden Parcours möchte ich gar nicht im Detail beschreiben. Derjenige Mieter, der das Desaster als Erster entdeckt, hat die Arschkarte. Es ist das Ehepaar Reitersmann. Feiertag. Nirgendwo geht einer ran, einige der Nummern sind nicht mehr aktuell und führen u.a. nach Bayern. Die Handynummer irgendeines Verantwortlichen liegt nicht vor, wird aber nach einiger Mühsal ermittelt. Nur hat fraglicher Verantwortliche natürlich sein Handy abgeschaltet. Ist ja Feiertag. Stunden später ruft er doch zurück. Bei ihm piepen im Hintergrund die Vögelein. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Letztlich wird die Berufsfeuerwehr verständigt. Ein ganzer Einsatzzug kommt. Große, breite Kleiderschränke. Hochprofessionell, freundlich, sexy. Wir machen so’nen Scheiß jeden Tag, geht mal aus dem Weg, ihr kleinen, verängstigten Mieterlein. Nicht heulen, alles wird gut. Knisternde Funkgeräte, Äxte, Pumpen, Einsatzdress, Gummistiefel und Muskeln. Einer bleibt draußen am Löschzug zurück und raucht. Alles easy.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn mal was ist: Ruf die Männer von der Feuerwehr, die können es, die labern nicht rum, die lassen die Muskeln spielen, die haben mächtige rote Äxte, hacken die Kellerwand auf und begeben sich durch bedrohlich schwappende Überflutungsszenarien auf die Suche nach dem Haupthahn. Du kommst dir ganz klein vor. Ich will auch Feuerwehrmann werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Schaden im Keller ist geringer als befürchtet, weil die Arschkarten-Mieter früh genug reagiert haben. Verlange Mietminderung wegen erwiesenen Heldentums. Aber das Problem heißt nun: Im ganzen Haus ist das Wasser abgestellt, und um die Schadensbehebung müssen sich jetzt wieder diese Immobilienfirma-Schluffis kümmern. Ich kaufe morgen vorsorglich mal eine ganze Palette Deoroller und stelle sie in den Hausflur zur freien Verfügung.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-3769916192150598437?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3769916192150598437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/3769916192150598437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/will-feuerwehrmann-werden.html' title='Will Feuerwehrmann werden'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2351898458783227704</id><published>2011-06-21T10:40:00.000+02:00</published><updated>2011-06-21T10:40:22.343+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Poststelle</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vor einiger Zeit gab es hier im Haus einige Rotation. Bekannte Mieter raus, neue Mieter rein. Der DHL-Mann, der monatelang eine andere Route fuhr und jetzt mal wieder auftauchte, erkannte das Klingelschild kaum wieder und lachte fast ungläubig. Wie gut, meinte er, dass eine Konstante bleibt: die Poststelle. Einfach die unterste Klingel betätigen, und der Typ im Hochparterre wird schon angespurtet kommen. Als neulich mal die Gemahlin rausrannte, weil der Poststellentyp unpässlich war, meinte der DHL-Mann allen Ernstes: „Ich kenne Ihren Mann gut.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unter den neuen Mietern sind welche, die äußerst rege dem E-Commerce zusprechen. Vor allem die Damen. Der Poststellentyp rennt also inzwischen vormittags dreimal raus an die Haustür, um dem polnischen DHL-Mann, dem aserbaidschanischen DPD-Mann und dem marokkanischen Hermes-Mann ihre Pakete abzunehmen und Unterschriften zu leisten. Angesichts dieses erhöhten Aufkommens wurde unlängst, natürlich per E-Commerce, ein ausgemustertes Fluggepäck-Röntgengerät bestellt und im Wohnungsflur der Poststelle installiert. Könnte ja Gefahr im Verzuge sein. Wer weiß, was man sich da tagtäglich in die Wohnung holt? Bisher waren aber nur Designer-Salzstreuer, Duftwässerchen, Unterwäsche mit Katzenmotiven („Superpussy“) und ein S/M-Lederhalsband drin. Eine der Damen hat mal ein Mini-Handwerker-Set bestellt, inklusive Wasserwaage. Wie bizarr.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Laufe des Tages, meistens Abends, werden die Pakete dann den adressierten Damen überreicht. „Viieelen Dank!“ – „Kein Problem. Viel Spaß damit.“  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2351898458783227704?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2351898458783227704'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2351898458783227704'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/poststelle.html' title='Poststelle'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6656057138666877396</id><published>2011-06-19T09:38:00.000+02:00</published><updated>2011-06-19T09:38:26.659+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Der Stuntman ist tot</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie aus dem Infopool zum 25jährigen Abi-Treffen zu erfahren ist, haben wir den ersten tragischen Verlust zu beklagen. Offenbar wurde Wolfgang B. letztes Jahr überfahren. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vor fünf Jahren, beim letzten Treffen, überraschte er noch mit einer Armprothese und der Information, sein richtiger Arm sei in einem elektrischen Garagentor zerquetscht worden. So makaber es klingt, aber das schien zu jemandem zu passen, der schon zu Schulzeiten beherzt und leicht irre über die Bänke sprang, sich dabei öfters auf die Fresse legte und als Berufswunsch „Stuntman“ angab. Dass aber nun ganz finito sein soll, ist maßlos übertrieben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wolfgang B. war mit mir im Geschichte-Leistungskurs und gehörte zu den Überlebenden der „Abi Challenge Eighty-six“. Sammeln wir uns eine Minute und gedenken seiner.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6656057138666877396?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6656057138666877396'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6656057138666877396'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/der-stuntman-ist-tot.html' title='Der Stuntman ist tot'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1624757556724669184</id><published>2011-06-15T14:18:00.000+02:00</published><updated>2011-06-15T14:18:37.448+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Greise</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dieses schicke Internet wurde langsam zu aufwendig für unsere greisen Medion-Laptops mit ihren Zipperlein. Alles so schön bunt und flackernd und laut und ressourcenfressend. Die Gattin laborierte an einem Laptop von annodunnemal, mein damals erster, den ich mit Aufklebern der Wipers und Weezer versehen hatte. Ein Punk-Laptop! Er blieb allerdings nicht jung und rastlos, sondern begann irgendwann bei der geringsten Web-Anstrengung zu stottern und dann – zack! – eine Notabschaltung durchzuführen. Das alternde Maschinchen wurde stetig kurzatmiger und erblickte die schöne neue Internetwelt eigentlich nur noch von ferne. Hippe Flash-Filmchen und Java-Gedöns verursachten bei ihm permanente Aussetzer. Eigentlich sympathisch, aber letztlich in einer durchoptimierten Welt doch suboptimal. Sein Lüfter hörte sich seit jeher an wie eine Airbus-Turbine beim Steigflug, klang aber nun im Alter wie eine Saturn-V. Und schön heiß wurde er. Man hätte sich an seinen Lüftungsschlitzen wahrscheinlich die Haare fönen können, wenn der dauerlüftende Greis nicht fünf Kilo wöge und vorm Spiegel daher etwas unhandlich ausfiele. Der Akku war schon lange hinüber, und der Greis musste zwangsläufig am Strom hängen. Ein paar Schräubchen waren ihm auch rausgefallen, so dass man beim Hochheben darauf achten musste, dass er nicht irgendwelche rätselhaften Einzelteile verlor. Nun ist die Gattin nicht so irre technologiebasiert und internetaffin, aber der Zustand wurde spätestens dann untragbar, als sie damit anfing, den alten Medion beim Erklimmen jedes kleinen Internet-Hügelchens anzufeuern. „Du schaffst das, Alter, du schaffst das! Oben kriegste eine Limo!“  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mein Laptop − ebenfalls ein Medion, etwas jünger und schlanker, aber paradoxerweise auch breiter − erfüllte im Prinzip weiterhin seine Pflichten, wurde aber um die Taille herum recht wabbelig, warf Falten, verlangte unlängst nach einem Rollator und bestand auf seinem Mittagsschlaf. Zzzzz. Und beim virtuellen Spazierengehen konnte er mit den hübschen jungen Notebooks und Netbooks, die um ihn herumsurften, schon lange nicht mehr konkurrieren und hustete sich einen. Vielleicht aus Notwendigkeit, vielleicht auch nur aus Verachtung für die Jugend. Mit dem Wackelkontakt, der bei gewissen Bildschirmstellungen selbigen schwarz wie die Nacht werden ließ, hatte ich zu leben gelernt. Ebenso mit der Tatsache, dass auch sein Akku den Weg alles Irdischen gegangen war und er daher so mobil war wie ein Grabstein. Neuerdings schien es auch an seiner Stromzufuhr einen Wackler zu geben, der ihn recht zittrig und flackerig machte, wenn der Bildschirm mal gerade nicht schwarz war. Und guten Gewissens auf Reisen konnte man mit beiden Maschinchen auch nicht mehr gehen, denn die Katze hatte beide Laptop-Taschen komplett zerrupft. Kein schöner Anblick, aber irgendwie Punk.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich hatte diese Medions damals gekauft, weil ein paar Kundenfang-Goodies inbegriffen waren: Laptop-Tasche, externe Maus (nie gebraucht), eine Tüte Gummibärchen, ein Hochglanz-Fotoalbum mit Nacktfotos aller Aldi-Kassiererinnen der Kette „Süd“. Und sie waren als Arbeitstiere auch gar nicht schlecht. (Die Laptops, nicht die Kassiererinnen, herrje.) Es wurden Hunderte, vermutlich sogar mehr als tausend Gutachten auf ihnen geschrieben, hundert Romanmanuskripte auf ihnen redigiert. Bücher wurden auf ihnen gemacht. Auf ihnen wurde Software erforscht, das Mp3-Phänomen ergründet, uralte Spiele gespielt, es wurden kistenweise Fotos bearbeitet, externe Geräte angeschlossen und erkundet. Sie wurden gepeitscht, angetrieben, wurden verflucht und mit garstigen und liebenswerten Dingen besprochen und gestreichelt. Sie waren die tapferen kleinen Begleiter der Nullerjahre. Schneller gealtert als man selbst, aber vielleicht ist das auch bloß Wunschdenken. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jetzt heißt es allerdings „Goodbye, Medions“. Ab in die Kryo-Kammer, ihr Laptop-Greise. Träumt was Schönes-Virtuelles, erzählt euch da unten im Schrank gegenseitig von euren Zipperlein oder lest euch von mir aus ein paar redigierte Romanmanuskripte vor, wenn ihr welche findet, die was taugen. Entspannt euch, ihr habt es euch verdient. Die zwei neuen Samsungs sind bereits eingerichtet.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1624757556724669184?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1624757556724669184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1624757556724669184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/greise.html' title='Greise'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6146549595028639564</id><published>2011-06-12T15:46:00.001+02:00</published><updated>2011-06-12T15:48:33.707+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Gastbeitrag</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Frau K. hat der Gemahlin eine Mail geschickt. Mit freundlicher Genehmigung von Frau K. zitiere ich daraus eine Passage, weil damit alles gesagt ist, was man wissen muss.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Ich hänge auf dem Sofa und gucke eine komplett bekloppte Sendung auf RTL. Eine dicke, blonde Hausfrau, oder was auch immer, ist mit einem halbzahnlosen Typen verheiratet mit Kind und chattet mit einem ‚Helden der Erotik’ (‚Was hast du gerade an ...?’). Sie ist verliebt, und sie treffen sich, er will sie, sie auch, aber sie hat gerade ihre Tage und sie sagt, es täte ihr leid, aber sie könnten nur kuscheln. Der Ehemann derweil kämpft um sie, singt ein selbstgedichtetes Lied im Park mit einem bunten Hut auf dem Kopf und einer Gitarre in der Hand, die nur eine Saite hat, die er fleißig zupft. Sie geht zum anderen, weil der gerade in diesem romantischen Moment simst. Der säuselt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Ehemann fragt verzweifelt einen Anwalt wg. Scheidung, freut sich über die Zugewinngemeinschaft und dass er die Hälfte kriegen würde, wovon ist unklar. Dann geht er mit der Gattin zum Wahrsager, um die Ehe zu retten und herauszufinden, ob die Gattin wirklich ihre Tage hatte bzw. wirklich keinen Sex mit dem Internet-Sexgott hatte. Der Wahrsager sagt ihr wahr, dass der Internetheld sicher noch andere sexuelle Kontakte bzw. Bekanntschaften hat, sie ist erschüttert, der Chatter kommt sie besuchen, mit Rosen, und es kommt zum Showdown mit dem Ehemann auf dem Sportplatz.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Chatter singt ein selbstgemachtes Lied, der halbzahnlose Gatte präsentiert ein großformatiges Familienfoto vor dem Fußballtor.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die blonde Dicke, laut Kommentator in ihrem schönsten Outfit (Jeans u. figurbetonter Pulli), entscheidet sich mit dem ‚Diamanten der Liebe’ in der Hand, einem Glasstein, den sie vom Wahrsager bekommen hat, um sich für den Richtigen zu entscheiden, und gibt ihn, wer hätte das gedacht, dem Gatten. Der Chatter heult, beteuert seine aufrichtige Liebe, und die Sendung ist zu Ende. Ich glaube, ich mache heute nix mehr.“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6146549595028639564?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6146549595028639564'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6146549595028639564'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/gastbeitrag.html' title='Gastbeitrag'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2494979559442803410</id><published>2011-06-11T10:33:00.002+02:00</published><updated>2011-06-12T08:24:31.545+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Witz!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus einem unerfindlichen Grund geht mir heute Morgen dauernd dieser alte jüdische Witz durch den Kopf, und ich bin ständig am Kichern. Er befand sich auf einer ollen Sketch-Cassette aus den Siebzigern, die wir Kinder rauf und runter hörten, interpretiert von Fritz Muliar.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der alte jüdische Schuster liegt im Sterben. Die Familie hat sich um sein Totenbett versammelt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Schuster zu seiner Frau: „Rachel? Biste do?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Frau: „Jo … schluchz … bin do.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schuster zum ältesten Sohn: „Tevje? Biste … do?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sohn: „Jo, Boppa, bin do.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schuster zum jüngeren Sohn: „Samuel? Biste … och … do?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jüngerer Sohn: „Jo, Boppa … bin och do.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schuster zur Tochter: „Esther … biste do?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tochter: „Jo … schnief … bin do.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Darauf der Schuster erbost: „Ja, und wer is in Jeschäft?!“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2494979559442803410?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2494979559442803410'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2494979559442803410'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/witz.html' title='Witz!'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-5268343626964692149</id><published>2011-06-10T15:37:00.000+02:00</published><updated>2011-06-10T15:37:36.596+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorf'/><title type='text'>Majusebetta!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Stoßseufzer bzw. Ausdruck der Überraschung im heimischen Dialekt. Verschliffene Kurzform von „Maria-Jesus-Peter!“ Meine Großmutter väterlicherseits, Oma Tilly, war die unangefochtene Majusebetta-Königin der Großregion. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Keine Sorge, es gibt aktuell keinen Grund für einen Stoßseufzer oder einen Ausdruck der Überraschung; ich wollte das Wort nur mal niedergeschrieben haben, bevor es ausstirbt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-5268343626964692149?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5268343626964692149'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/5268343626964692149'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/majusebetta.html' title='Majusebetta!'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-40132856996028611</id><published>2011-06-06T15:35:00.001+02:00</published><updated>2011-06-06T15:38:15.372+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Gehen, nicht laufen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich kaufe meine Turnschuhe nur noch bei Deichmann. Nicht so sehr wegen der niedrigen Preise, sondern weil ich in diesen Sportläden missverstanden werde. Sobald man da die Schuhabteilung betritt und den Fehler begeht, mehr als fünf Sekunden reglos zu verweilen, hat man sofort einen dieser großen, braungebrannten, wohlriechenden, weißzahnigen Verkäuferathleten an den Hacken, der umgehend mit einer Typberatung beginnen will, die niemand angefragt hat. Ich erst recht nicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Laufen Sie Outdoor, Indoor oder Cross?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Ähm. Draußen. Für drinnen hab ich Schlappen. Die Antwort lautet also: Outdoor.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Haha, ja. Betreiben Sie Iron Man, Marathon, Halbmarathon, Mittelstrecke, Sprints oder Walken?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Tja, hmm, man nennt es heutzutage wohl Walken. Also Gehen. Ich &lt;em&gt;gehe &lt;/em&gt;in Schuhen.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Aha. Um wie viel Uhr laufen Sie für gewöhnlich?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Gehen, ich &lt;em&gt;gehe&lt;/em&gt;. Tja, hmm. Über den Tag verteilt, würde ich sagen. Fängt morgens an, wenn ich aufs Klo ...“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Alles klar. Haben Sie Senk- oder Spreizfüße?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Käse. Käsefüße.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Okayyy. Tragen Sie Einlagen?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Hmm, geschätzt 90.000 Euro, verteilt auf Aktien- und Rentenfonds sowie ein Sparkonto. Und ein Bausparvertrag.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nein, nein. Ich meinte, ob Sie Einlagen &lt;em&gt;tragen&lt;/em&gt;, nicht ob Sie welche haben.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Ach so. Nein.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Kennen Sie Ihren BMI?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Body Mass Index, stimmt’s?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Ja.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nein.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Okayyy. Haben Sie zufällig einen Ausdruck der letzten FKPA Ihres Orthopäden dabei?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„FKK-was?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Fußknochenpositionsanalyse. Eine SAP, eine Sehnenarretierungsprognose, oder eine ZSLD, eine Zehenstandslangzeitdiagnose, könnten auch hilfreich sein.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nö, ich hab bloß meine Füße dabei.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Möchten Sie eine FKPA, eine SAP oder eine ZSLD in unserem Computertomographen machen lassen?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Äh, nö. Muss ich?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nein. Wollen Sie stattdessen für fünf Minuten auf unser Laufband, damit ich ihren Laufstil bewerten kann?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nur wenn ich darauf gehen kann, nicht laufen.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Tut mir leid, die niedrigste Geschwindigkeitsstufe des Geräts ist fünfzehn ka-emm-ha! Das bedeutet automatisch Laufen.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nö, dann nicht.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Wollen Sie auf unserem Fußdruckanalysator eine FDA machen lassen?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„FDA?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Eine Fußdruckanalyse zwecks Ermittlung des Fußdrucks pro Quadratzentimeter.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Ist das so eine Massage?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Nein,&amp;nbsp;was Sie meinen, sind&amp;nbsp;Fußreflexzonen. Sind Sie isotonisch, diabetisch oder esoterisch?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Katholisch, ich bin katholisch. Nicht praktizierend.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Aha. Haben Sie farbliche Präferenzen?“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Die Schuhe sollten nicht blinken wie die Großraumdisco Camelot an der Ausfahrt Bergheim-Süd. Das fände ich scheiße.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--„Wieso? Das ist meine Lieblingsdisco!“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich habe mir dann bei Deichmann völlig beratungsfrei so leichte graue Adidas gekauft.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-40132856996028611?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/40132856996028611'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/40132856996028611'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/gehen-nicht-laufen.html' title='Gehen, nicht laufen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7141346738184374101</id><published>2011-06-05T17:53:00.000+02:00</published><updated>2011-06-05T17:53:15.592+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Blindschleiche</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Köln war mal wieder Tag der Forts. Die Führung in Fort V (fünf) fiel jedenfalls schon mal aus. Nicht mangels Interesse. Es standen exakt neunzehn Leute am Treffpunkt höchst geduldig und stark ölend in der brütenden Hitze herum, aber wer nicht kam, das war die Führungsperson. Danke auch, Blindschleiche. So wird das nix mit eurem schönen Tag der Forts, Leute. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Lehre, die sich daraus ergibt: Verziehe beim Wort „Ehrenämtler“ abfällig das Gesicht und halte dich an die Profis. Denen passiert so ein Scheiß nämlich nicht. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von Fort V ist nur ein massiges Reduit mit Graben übrig. Steht direkt an den Gleisen des Bahnhofs Süd und ist heute integriert ins Uni-Gelände. Geographisches Institut, Abteilung Nuklearchemie. Sehen wir’s positiv, dass wir nicht reinkamen. Wer weiß, welche Erstsemester gestern da drinnen Experimente gemacht und die Bleideckel nicht korrekt geschlossen haben. Keinen Bock, heute Abend im Dunkeln zu leuchten.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7141346738184374101?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7141346738184374101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7141346738184374101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/blindschleiche.html' title='Blindschleiche'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6872238834240133993</id><published>2011-06-05T09:03:00.001+02:00</published><updated>2011-06-05T17:57:20.096+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Heisterbach</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-hQIox-yN23c/Teso_iPemiI/AAAAAAAAFSk/4rYkXVHg0VQ/s1600/Bild+005-1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-hQIox-yN23c/Teso_iPemiI/AAAAAAAAFSk/4rYkXVHg0VQ/s320/Bild+005-1.jpg" t8="true" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es scheint zur schönen Tradition zu werden, dass gänzlich ahnungslose Musiker der Gemahlin zum Geburtstag ein Ständchen bringen. Letztes Jahr war es im Altenberger Dom eine Probe des Tölzer Knabenchors, diesmal probte ein gesichtsloser Pianist nebst Streichquartett in der Scheune des Klosters Heisterbach für ein Konzert tags darauf. Es wurde Lehár gegeben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heisterbach. Im Siebengebirge, irgendwo im Gebüsch oberhalb von Königswinter. Am besten zu erreichen über den puppigen Ort Oberknollen-, nee Oberdollendorf. Unten an der Straßenbahnstation und der Verkehrskreuzung etwas schäbig, weiter oben wie aus der Zeit gefallen. Die Anreise ist eine hübsche Kombination aus ÖPNV und eigenen Quadratlatschen. Kurz an der Bundeskunsthalle rausgehüpft und am versteckt liegenden Bundesgetränkeautomaten ein paar Cola-Flaschen gezogen. 1,10 €, wo gibt’s so was heute noch? In der Straßenbahnstation Ramersdorf (Umsteigen) kennen sich die Leute alle und unterhalten sich über die Gleise hinweg. Ziemlich heiß in den Zügen. Die Getränke in des Gatten Umhängetasche heizen sich auf. Warme Cola schmeckt wie Füße. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zur Sache. Heisterbach. Ehemaliges Zisterzienserkloster. 1192-1803. Der berühmteste Mönch war der Chronist Caesarius von Heisterbach (&lt;em&gt;Dialogus miraculorum&lt;/em&gt;). Die geistlichen Gebäude wurden um 1810 abgerissen, Funktionsgebäude blieben. Pittoreskes Torhaus. Stehen blieb auch der Chor der Abteikirche, der etwa ab 1820 beliebtes Objekt der romantischen Malerei wurde. Verständlich, wenn man ihn so sieht. Die eigene Anwesenheit wird fotografisch belegt. Das verschlafene Areal soll baulich aufgewertet werden (Landschaftspark usw.), weswegen Bauarbeiten im Gange sind. Es wird mit „Ruhe und Einkehr“ geworben, dennoch ist die Terrasse der Klosterschenke recht belebt. Alle sind erschöpft vom Wanderwegenetz, und es verlangt sie nach Ruhe und Einkehr. Aus der Scheune nebenan erklingt derweil piekfein der Lehár. Ein waghalsiges Kind fährt mit seinem Rad gegen eine Mauer und heult lautstark rum. Nie was gehört von Ruhe und Einkehr. Verhaltener Applaus von der Terrasse, denn der Knabe hat die ganze Zeit genervt, als er noch zwischen den Tischen herumkurvte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Rückweg geht bergab, ist meistens leichter. Oberknollen-, nee Oberdollendorf zeigt sich immer noch in der Zeit erstarrt, nur die blöden Autos sind Anachronismen. Auf der Rückfahrt kackt der Straßenbahnzug ab, und die Fahrerin kündigt an, ihn in Wesseling austauschen zu lassen. Wir rechnen mit stundenlanger Verzögerung bei 32 Grad, aber die Sache geht so schnell vonstatten, dass man es kaum mitbekommt. Man sollte auch die vielgescholtene KVB mal loben dürfen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6872238834240133993?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6872238834240133993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6872238834240133993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/heisterbach.html' title='Heisterbach'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-hQIox-yN23c/Teso_iPemiI/AAAAAAAAFSk/4rYkXVHg0VQ/s72-c/Bild+005-1.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-985629714290041310</id><published>2011-06-03T14:01:00.000+02:00</published><updated>2011-06-03T14:01:37.134+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Fotos</title><content type='html'>Für die Freunde der gepflegten erotischen Fotografie &lt;a href="https://picasaweb.google.com/viriconium1/Flugausstellung#"&gt;hier&lt;/a&gt; ein kleiner Online-Ordner.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-985629714290041310?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/985629714290041310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/985629714290041310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/06/fotos.html' title='Fotos'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-4374691600799986256</id><published>2011-05-31T10:44:00.001+02:00</published><updated>2011-06-19T10:19:03.020+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Luxembourg</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-NDdb25P8mD8/TeSf-W1CgRI/AAAAAAAAFGM/wvpSXUtMwaA/s1600/Bild+025.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://4.bp.blogspot.com/-NDdb25P8mD8/TeSf-W1CgRI/AAAAAAAAFGM/wvpSXUtMwaA/s320/Bild+025.jpg" t8="true" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Luxembourg. Hauptstadt des schnuckeligen Großherzogtums. Lücksambuhr. Kannst dich auch den Eingeborenen und ihrer Universalsprache anschließen und &lt;em&gt;Letzebuasch&lt;/em&gt; (oder so) sagen. Erster Anlaufpunkt: das Mudam (Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean). Neu, am Rand des vorgelagerten, ultraschicken Kirchbergs, von wo aus Europa verwaltet wird. Das Mudam ist von außen regelrecht unauffällig zwischen all diesen modernen Bauten und Plätzen und Boulevards, von innen aber richtig, richtig gut. Weit ausholend, hell wie nur was. Durchdringendes Wohlfühlgefühl. Ieoh Ming Pei, das ist der mit der Louvre-Pyramide. Gefällt mir um einiges besser als das Centre Pompidou in Metz. An ausgestellter Kunst (Sammlung) machen mich Wim Delvoye (die subversive "Kapelle") und Gabriel Lester besonders an. Lesters Installation lädt zum Verweilen ein: sich verändernde, wegkippende Schattenspiellandschaften. &lt;em&gt;Excellent!&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Mudam wurde auf Teile des Forts Thüngen (frühes 18. Jahrhundert) gesetzt, und das Areal ist Teil des "Vauban-Rundwegs" (Für die Banausen: Sébastian de Vauban war Festungsbaumeister Ludwigs XIV. und ging dieser Tätigkeit in nahezu manischer Besessenheit nach. "Befestigen, befestigen, ich muss Europa befestigen!"). Im Zuge&amp;nbsp;neuer Baumaßnahmen haben die Luxemburger 1999-2006 das gesamte Gelände aufgewertet und die vorgelagerte Festungsarchitektur komplett restauriert. Könnte plastischer kaum sein. Es empfiehlt sich, dem Vauban-Weg durch die gewaltigen Festungsbauten und -gänge bis in die Stadt zu folgen. Ein großartiger Zugang. Im Zentrum parken kann jeder, den Weg von hier muss man sich jedoch erarbeiten. Zwischen Kirchberg-Plateau und der Luxemburger Oberstadt liegen nämlich noch die Unterstadtteile Pfaffenthal und Grund sowie der Fluss Alzette. Das bedeutet bergab und bergauf. Meines Wissens gibt es einen solchen Höhenunterschied innerhalb einer relativ übersichtlichen Stadt kaum irgendwo in Europa. Und in Luxemburg sind's an diesem Tag 31 Grad Celsius. Die Getränkevorräte sind bereits am Mudam aufgebraucht worden, und unterwegs gibt's keinen Kiosk. Nichts für Weicheier also. Hat man die Oberstadt jedoch einmal schnaufend betreten, kann man von den Klippen wortwörtlich zurückblicken auf das Geleistete. Dann geht es ruckzuck und man steht, zusammen mit&amp;nbsp;knipsenden Chinesen, beim Großherzog vor der Tür, wo ein einzelner Gardist auf und ab paradiert. Einer von ungefähr 36 Soldaten des Großherzogtums. Extrem-Grillteller beim Mexikaner, Sonnenbrand geholt, Sprachengemisch zugehört, Schatten gesucht, drollige Kathedrale besichtigt, Gemahlin möchte&amp;nbsp;ein Eis, Getränke en masse gekauft, zurückmarschiert. Riechen wie Iltisse. Füßchen massiert. Toller Tag. Schlafen wie Steine.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-4374691600799986256?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4374691600799986256'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/4374691600799986256'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/luxembourg.html' title='Luxembourg'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-NDdb25P8mD8/TeSf-W1CgRI/AAAAAAAAFGM/wvpSXUtMwaA/s72-c/Bild+025.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-2012135503425088557</id><published>2011-05-30T20:06:00.001+02:00</published><updated>2011-06-05T09:07:41.403+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Flugausstellung</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-vtR5IIMHiy4/TePbk9hsYnI/AAAAAAAAFGA/IvBh9GUJ8PA/s1600/Bild+039.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-vtR5IIMHiy4/TePbk9hsYnI/AAAAAAAAFGA/IvBh9GUJ8PA/s320/Bild+039.jpg" t8="true" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Platz für Väter mit Söhnen. Gemahlinnen und Töchtern hingegen wird einiges an Tapferkeit abverlangt am Wallfahrtsort für den Flugzeug-Enthusiasten: Flugausstellung Hermeskeil. Eine der größten in Deutschland, vielleicht in Europa. Eröffnet 1973, seitdem stetig gewachsen. Der Familienbetrieb widmet sich allen Aspekten der motorisierten Fliegerei und sammelt weltweit ausgemusterte Flugzeuge zusammen, zivile wie militärische. Rotor-, Propeller- und Strahlantrieb. Derzeit über 100 Flugzeuge. Es gibt auch 1:1-Repliken der ganz alten Gebilde von Lilienthal, den Wrights, Bleriot. Haufenweise Turbinen und Motoren zum Betrachten. Schleudersitze, Piloten-Equipment, Cockpit-Ausstattungen. Drei hangargroße Hallen und beträchtliches Außengelände. Fotografieren und Antatschen erlaubt. Bei vielen Maschinen ist der Blick ins Cockpit möglich, begehbar sind auch welche. Das Museumscafe befindet sich traditionell in einer Concorde. Kaffee und Kuchen mit der Illusion, reiche Schnösel zu sein. Einschlafen lohnt nicht, Schatz, wir sind gleich in New York. Historisch wichtigstes Ausstellungsstück: die original Super Constellation, mit der Adenauer 1955 nach Moskau flog, wo er u.a. die Kriegsgefangenen freiverhandelte. Alles in gutem bis hervorragendem Zustand. Dies ist ausdrücklich kein Anlaufpunkt für irgendwelche Militaria-Freaks, verhinderte Kriegshelden oder Bewunderer der "glorreichen" deutschen Luftüberlegenheits-Vergangenheit, wohl aber für Freunde des gutgelaunten, pfeilschnellen Kampfjets in all seinen Ausprägungen. Von denen stehen hier nämlich mengenweise herum. Und sie sind wirklich GROSS. Unzählige MiGs und SUs und TUs sind seit dem Fall der Mauer zusätzlich zu den westlichen Maschinen auf den Parcours gehievt worden. Ich persönlich finde besonders solche westlichen Maschinen entzückend, die man selten sieht und die man hier bis zum Zustand der totalen Glückseligkeit aus allen Winkeln betrachten und tätscheln kann: Sepecat Jaguar, Saab Viggen und, als völlig unerwartete Neuanschaffung, eine Saab Draken. Eine Hawker Harrier, eine ganze Latte Phantoms und Starfighter und Mirages. Eine Super Mystere, eine von der Decke hängende, riesenhafte Super Sabre, eine echte Delta Dagger, eine prächtige BAC Lightning (Foto), mehrere Hawker Hunter und und und. Ein hyperventilierender Reitersmann. (Die Gemahlin macht sich Sorgen und ruft übers Areal: "Ist ein Arzt anwesend?") &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die zivile Seite ist ebenso spaßig. Eine Ju-52 darf nicht fehlen. Allerlei DeHavillands, riesige Illjuschins. Obszön gerät der russische MIL-Transporthubschrauber, den man aus 100 Metern Entfernung fotografieren muss, um ihn ganz in die Kamera zu bekommen. Treibstoffverbrauch beim Überführungsflug aus dem Ural bis hierher: 90.000 Liter.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dieser Ort ist toll.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Danach noch zum zehn Autominuten entfernten, nicht ganz so tollen Ort: das KZ (SS-Sonderlager) Hinzert-Pölert, dessen traditionelles Mahnmal 2005 um ein hochmodernes Dokumentationszentrum mitten auf der Wiese erweitert wurde. Damals war selbst das landschaftliche Idyll Horror. Gute Idee: das Panoramafenster, das eine Nachbildung des längst verschwundenen Arbeitslagers wieder in die Landschaft zu pflanzen scheint.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Des Abends lecker Fresschen im Dorflokal, anschließend auf den Spielplatzschaukeln dem Sonnenuntergang ins Antlitz blicken. Geschlafen wie ein Fels.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-2012135503425088557?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2012135503425088557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/2012135503425088557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/flugausstellung.html' title='Flugausstellung'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-vtR5IIMHiy4/TePbk9hsYnI/AAAAAAAAFGA/IvBh9GUJ8PA/s72-c/Bild+039.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-9014560218397718889</id><published>2011-05-29T10:35:00.000+02:00</published><updated>2011-05-29T10:35:00.054+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Teufelsschlucht</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-0VzkGfIVv3g/TeIEdl6sNWI/AAAAAAAAFFs/fErnI6NeGao/s1600/Bild+024.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-0VzkGfIVv3g/TeIEdl6sNWI/AAAAAAAAFFs/fErnI6NeGao/s320/Bild+024.jpg" t8="true" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Legende sagt, die Teufelsschlucht sei von ihrem Namensgeber mit der Axt in die Landschaft gehauen worden. Die Wissenschaftler meinen, sie verdanke ihre Existenz einem Felssturz vor 10.000 Jahren. Ich persönlich halte die erste Version für weitaus schlüssiger. Der Weg zu der langen, arschkalten, klaustrophobischen Felspassage am Rand des weltberühmten Ferschweiler Plateaus führt an endlosen Kalksteinklippen entlang, die früher, zu Zeiten meines Großvaters, mal Meeresboden waren. Vorbei geht's auch am Thron des Gewürztrollkönigs, der aber verduftet ist. Zwischendurch Päuschen. Fünf Minuten auf einer Felsplatte. Nicht reden, nicht schnaufen, nicht bewegen und nur auf das hören, was der Wald einem zu sagen hat: rausch, knarz, fiep, pöööp, raschel, summ. Ach so. Direkt am Eingang der Schlucht wurden übrigens einige Szenen der Verfilmung von "Der Brief für den König" gedreht. Man erkennt es im Film sofort wieder. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von den Irreler Wasserfällen (de facto: Irreler Stromschnellen) bis zum Besucherzentrum Teufelsschlucht sind es nur zweieinhalb Kilometer, aber sie sind beschwerlich. Außerdem muss man ja auch wieder zurück. Über Stock und Stein und Felsstufen und mit veritablem Höhenunterschied. Setze deine Schritte mit Bedacht, o Wanderer, oder du landest unten in den Brombeeren und wirst erst nach der nächsten Eiszeit gefunden und in klimatisierten Museumsräumen als "die Brombeermumie" ausgestellt. Das Besucherzentrum, das man nach dem Durchsteigen von des Teufels Spalte erreicht, wurde neu aufgezogen und familiengerechter gemacht. Eintritt frei. Sympathisches kleines Regionalmuseum ist mit drin. Alter Hippie, eventuell auch Grünen-Abgeordneter aus Düsseldorf, schnorrt eine Zigarette von mir und lässt sich die Schadstoffwerte von der Packung referieren. Nach dem Verzehr von zwei Portionen "Teufelshörnern" (Bockwurscht mit Kartoffelsalat) und Großgetränk zurück in den Kalkstein. Die Gemahlin entdeckt dabei ein Raubvogelnest. Ganz oben in der Klippe. Es macht auffällig laut "öök-öök" von oben, und tatsächlich: Da sitzt ein junges Hakenschnabelviech, plustert rum, reinigt das Gefieder, spreizt die Schwingen und verkündet der Welt: "Ööök-ööök ... ööök." Wir halten inne und rufen zurück: "Ööök-öök. Ööök." Der Junghabicht glotzt runter und ist verblüfft: Herrje, sie sprechen meine Sprache! Wir warten ein Weilchen, ob vielleicht Mama Habicht mit einer schmackhaften Maus oder einem Touristendackel angeflattert kommt. Uns wird dann aber klar, dass wir hier ein Störfaktor sind und Mama nicht kommt, solange wir blöd unter ihrem Halbwüchsigen herumlungern. Ich spiele kurz mit dem Gedanken, die Klippe zu erklettern, um den Kleinen zu tätscheln, aber es sind zwanzig senkrechte Meter und ich bin schließlich auch nicht mehr der Jüngste.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zurück auf dem Parkplatz vor Erschöpfung Kreise und Sternchen vor den Augen und das Bewusstsein der Existenz von Beinmuskulatur. Nachts schon wieder geschlafen wie ein Stein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-9014560218397718889?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/9014560218397718889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/9014560218397718889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/teufelsschlucht.html' title='Teufelsschlucht'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-0VzkGfIVv3g/TeIEdl6sNWI/AAAAAAAAFFs/fErnI6NeGao/s72-c/Bild+024.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-428622944433007006</id><published>2011-05-28T11:36:00.000+02:00</published><updated>2011-05-28T11:36:29.481+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Metz</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-_CPudVVSd4U/TeDA8jytnCI/AAAAAAAAFFg/2hUwWn8Deww/s1600/Bild+023.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-_CPudVVSd4U/TeDA8jytnCI/AAAAAAAAFFg/2hUwWn8Deww/s320/Bild+023.jpg" t8="true" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Obwohl es nur 100 Kilometer von der alten Heimat entfernt liegt, war ich nie zuvor in Metz. Beschämend, klar. Ich hatte das vage Vorurteil einer wegen der notorischen Grenzlage und wechselnder Oberhoheiten irgendwie unentschlossenen Stadt. Ein schnarchiges Provinznest am Rand von allem, das sich zwischen französischer und deutscher Vergangenheit nicht so recht entscheiden kann. Fehleinschätzung. Metz ist trotz sehr übersichtlicher Fahrtzeit komplett Ausland. France totalement. Der leicht abblätternde, rustikale Charme verwinkelter französischer Altstädte. Eng, hoch, schattig und dann plötzlich total breit und offen. Plätschernde Brunnen überall. Große, rätselhafte Bauwerke, wie ein Mix aus Zitadelle und absolutistischem Knast. Vermutlich irgendwas von Vauban. Tauchen die Gässchen drumrum ganztägig in absolutistischen Schatten. Bloßliegende Strom- und Telefonanschlüsse über den Hauseingängen, kaum wärmedämmende Fenster. Dafür überall Blumen. Herumschlurfende französische Rentner mit Baguette, Mops und farblich unsinnigen Regenmänteln. Patisserien mit bunt-klebrigen süßen Kunstwerken in winzigen Puppenstuben-Schaufenstern. Dauernd was zu gucken. Ziemlich lebhaft, zumindest freitags. Kein Auto ohne Beule. Beeindruckende Kathedrale mit mystischen Lichtverhältnissen und Chagall-Fenstern. Beste Stelle: Place Saint-Luis, 13e - 15e siècles. Hochgebautes, langgestrecktes Mittelalter mit vorspringenden Arkaden und klitzekleinen Ladengeschäften. Kültür pür. Mitten drauf das charmanteste Karussell der Welt mit Jules-Verne-Thematik; die Gattin war begeistert und hat sofort die Nautilus fotografiert. Unser Hauptziel war aber eigentlich die brandneue Filiale des Centre Pompidou. Architektonisches Meisterwerk des Japaners Shigeru Ban, hat aus bestimmten Perspektiven allerdings den Charakter von drei überdimensionierten Schuhschachteln mit Champignon-Hut obendrauf. Innendrin Spiel mit Materialien und jede Menge offene Ausblicke in Richtung Dacharchitektur. Très hübsch. Fundamental: Galerie 2 sowie der große, leere Spiegelsaal in Galerie 3, an dessen Ende man auf das Stadtpanorama blickt. (Die Tiefgarage könnte auffälliger ausgeschildert sein, wenn es um die Schonung meiner Autofahrerpsyche geht. Merke: Nicht nach Wegweisern und Navi-Gerät gleichzeitig richten.) Sattgeguckt nach Hause gefahren und nächtens geschlafen wie ein Stein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-428622944433007006?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/428622944433007006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/428622944433007006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/metz.html' title='Metz'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-_CPudVVSd4U/TeDA8jytnCI/AAAAAAAAFFg/2hUwWn8Deww/s72-c/Bild+023.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1351575054806608477</id><published>2011-05-24T13:00:00.000+02:00</published><updated>2011-05-24T13:00:20.092+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Zeichen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Alle behaupten, der Weltuntergang und die Entrückung der Gottgefälligen seien ausgefallen. Jetzt macht man sich überall lustig über den Prediger, der das propagiert hatte. Ich finde das etwas vorschnell. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Deutschland grassiert eine Darmkrankheit, hauptsächlich im protestantischen (also ketzerischen) Norden. Und sie geht ausgerechnet von Gemüse aus, das sie uns seit Jahrtausenden als „gesund“ verkauft haben. Die Benzinpreise erreichen ein nicht für möglich gehaltenes Niveau, und es setzt landauf, landab ein garstig Heulen und Zähneklappern an. Die Verluste der CDU in Bremen und die geringe Wahlbeteiligung haben offenbar damit zu tun, dass dort viele bereits entrückt worden waren, bevor sie zur Urne schreiten konnten. Das müsste noch verifiziert werden. Am Samstag sprach die Katze laut und deutlich die Wörter „Rhododendron“ und „Adventskranzkerzenglanz“, und auf der seit Wochen offen daliegenden Käsescheibe im Kühlschrank hat sich ein Mel-Gibson-Antlitz gebildet. Und zu allem Unglück war heute Morgen im Supermarkt auch noch das Zwiebelbaguette alle. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zudem schwöre ich Stein und Bein, dass ich am Samstag vom Balkon aus gesehen habe, wie der sauber gescheitelte Typ vom Nebenhaus sich während des Türaufschließens in die Luft erhob, an der Fassade emporschwebte und dann langsam gen Süden wegdriftete, dabei stetig an Höhe gewinnend. Er konnte wohl selbst nicht glauben, dass er zum engeren Entrückungskreis gehörte, und telefonierte während des Wegschwebens heftig gestikulierend mit dem Handy. Aus einem offenen Fenster zwei Häuser weiter erklang derweil christlicher Hip Hop.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1351575054806608477?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1351575054806608477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1351575054806608477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/zeichen.html' title='Zeichen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6218276430151491956</id><published>2011-05-21T12:15:00.000+02:00</published><updated>2011-05-21T12:15:23.202+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Es wird sein ein Sausen und Brausen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bin heute etwas paranoid, lausche auf jedes Geräusch und registriere jede Erschütterung. Laut den Berechnungen eines amerikanischen Radiopredigers ist heute nämlich der Beginn des Weltuntergangs. Das genaue Datum ist der 21.10.2011 (ein Tag vor unserem Abi-Treffen, so’n Mist). Bis dahin müssen jedoch noch 200 Millionen Bibeltreue errettet bzw. entrückt werden. Der klägliche Rest wird derweil von Naturkatastrophen verschlungen, die exakt heute beginnen sollen. Nicht dass ich mir als Bibeltreuer da ernsthafte Sorgen machen müsste, aber ein bisschen Nervosität ist schon mit dabei. Bis jetzt hat sich allerdings noch nichts getan hier, außer dass der Vollidiot von oben mit einem Stapel Teller die Treppe runtergefallen ist. Aber es ist ja erst viertel nach zwölf.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6218276430151491956?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6218276430151491956'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6218276430151491956'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/es-wird-sein-ein-sausen-und-brausen.html' title='Es wird sein ein Sausen und Brausen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-278175041476545894</id><published>2011-05-20T08:52:00.000+02:00</published><updated>2011-05-20T08:52:12.263+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Exploitation</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich finde, Mme. Lagarde, Favoritin auf den IWF-Chefsessel, sieht aus wie die Managerin eines vom Vatikan finanzierten Pariser Nobelbordells, in dem eine satanische Freimaurerloge blutjunge Novizinnen aus abgelegenen Pyrenäen-Klöstern quält und danach an albanische Drogenbarone und saudische Prinzen verhökert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-278175041476545894?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/278175041476545894'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/278175041476545894'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/exploitation.html' title='Exploitation'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1893159701862784943</id><published>2011-05-18T08:59:00.001+02:00</published><updated>2011-05-18T09:07:08.340+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Luxusproblem</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Zeitungsbeilage wird heute ein hipper Jungwicht für den Abi-Ball eingekleidet. In den Varianten „klassisch“, „ausgefallen“ und „lässig“. Eine Designerin nimmt sich dessen verantwortungsvoll an. Klassisch kostet komplett 620 €. Das wären damals, vor 25 Jahren, 1200 Mark gewesen. Inflationsbereinigt bestimmt immer noch 800 Mark. Dafür hätte mein Vater einen Drittelmonat arbeiten müssen. Für das bloße Outfit des Sohnes auf einem bescheuerten Abi-Ball. Ausgefallen kostet immerhin noch 520 € (1000 Mark), lässig 130 € (250 Mark). Wenn man bedenkt, dass da heutzutage auch noch eine Zeitungsanzeige, eine Weltreise, ein VW Golf (inklusive großflächiger Abi-2011-Aufkleber-Folie für die Heckscheibe) und Immobilienfonds-Anteile dazugehören, ist so etwas für Eltern ein ziemlicher Aderlass. Echt nicht zu beneiden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Achtziger waren doch besser. Scheußliche Frisuren, klar, aber nicht so größenwahnsinnig.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1893159701862784943?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1893159701862784943'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1893159701862784943'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/luxusproblem.html' title='Luxusproblem'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-8647103075461719194</id><published>2011-05-16T08:47:00.000+02:00</published><updated>2011-05-16T08:47:48.545+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Seid fruchtbar</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir waren eingeladen zur Geburtstagsfeier. Außerdem galt es, den relativ frischen Nachwuchs des ausrichtenden Paares erstmals zu bestaunen. Eingeladen waren ebenfalls etwa 25 junge Familien. Jede der jungen Familien brachte es auf eine Stückzahl von 1-3 Kinder im Baby- oder Kleinkindalter. Wo man auch stand und ging, musste man achtgeben, nicht auf ein krabbelndes Geschöpf zu treten. Ihre Namen lauteten unter anderem Lilith, ein niedliches Mädchen (allerdings benannt nach der ersten Frau Adams und dämonischen Mutter aller Succubi), oder Pelle, ein freches Knäblein, das in späteren Jahren womöglich Probleme mit der Partnerinnenwahl haben wird, denn welche Frau will einen Mann heiraten, dessen Name klingt, als sei er etwas, in das Wurst gepresst wird, und nicht etwa ein Kerl? &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gegen Kinder ist naturgemäß nichts einzuwenden. Bekanntlich erging einst von höherer Stelle die Order an alles zwischen Blattlaus und Buckelwal: „Seid fruchtbar und mehret euch. Nutzt eure primären Geschlechtsorgane und besät meinen Acker.“ Die jungen Familien auf dieser Feier hielten sich daran, sie sind in jeder Hinsicht auf der richtigen Seite: biologisch, moralisch, weltanschaulich. Und sie hatten sich offenbar schon vor einiger Zeit untereinander abgesprochen, die zukünftige Bevölkerung eines ganzen Stadtviertels allein zu zeugen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit dem Besäen ist es jedoch nicht getan, die Frucht muss gehegt und gepflegt werden. Was dann unablässig zu verbalen Hegemaßnahmen führt wie: „Nicht auf das Geländer klettern, Liliane!“, „Nein, Sven-Oliver, du pieselst nicht in den Teich!“, „Rose, hau dem Thure nicht immer mit der Schaufel auf den Kopf. Nimm wenigstens die aus Plastik und nicht die aus Metall“ oder auch: „Britta, pass bitte auf dein Brüderchen auf. Mama muss mal ah-ah“.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es wird getan und gewickelt und gespielt, ein Odeur von Kacka weht übers Land. Väter laufen ganztägig der Festivität entrückt mit Babys auf dem Arm übers Areal und murmeln zärtlich-beruhigende Dinge. Mir kommen sie beinahe vor wie die „lebenden Bücher“ bei Bradbury, lediglich die Texte sind kindgerechter. Die Stoppuhr läuft mit, wenn es darum geht, wie lange der Knabe diesmal benötigt, sowohl die Tischdecke wie auch sich selbst, seine Eltern, seine Schwester und die Tischnachbarn komplett mit Schokolade zu überziehen. Hurra, das war Rekord! Karsten, hörst du? Das war Rekord! Karsten hört nicht, denn der Geräuschpegel der Feier degradiert Menschen zu Fischen: Mund auf, Mund zu, zu hören ist nichts außer einem sehr eigenartigen, hochfrequenten Blubbern. Der langhaarige Single-Typ ohne jeden Anhang kichert tief und kehlig, halbwegs fassungslos angesichts all der Kurzen. Hatte ihn wohl niemand drauf vorbereitet. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aber nicht nur alles Tun und Werden, so hat man den Eindruck, ist dem Nachwuchs untergeordnet, auch die Gesprächsführung, wie sie während ruhigerer Momenten unter den Erwachsenen zustande kommt. Die Konversation wird ständig in die entsprechenden Bahnen gelenkt: der Nachwuchs und seine Befindlichkeiten. Im Idealfall geht es um die eigenen Befindlichkeiten im Spiegel der Befindlichkeiten des Nachwuchses. Die freudig erregt vorgetragene Diagnose eines Ich-Verlusts. Und derweil wird jedes unartikulierte Quieken aus dem Sandkasten von einer Menschentraube wohlwollend beklatscht. Das alles ist soweit keine bahnbrechend neue Erkenntnis, aber in dieser Konzentration bekommt man sie selten verabreicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir als kinderloses Paar sitzen etwas abseits auf der Bank in der Sonne und spötteln leicht über diese oder jene Hegemaßnahme, aber wir wissen zugleich: Es ist nur ein Aufbäumen gegen die letztgültige Erkenntnis, dass diese Menschen dem Befehl von oberster Stelle nachgekommen sind, dass sie auf der richtigen Seite sind, während es uns in etwa so ergehen wird wie Robert Neville im Roman von Matheson: Wir sind Legende. Wenn die Natur ruft, werden wir unsere ungenutzten Gene freiwillig unbetrauert in die Grube rollen und mit Mutter Erde wiedervereinen. Staub und Schatten: Unsere Spuren werden verwehen und zerfallen und absorbiert werden, während auf das Wohnviertel von Lilith und Pelle, Liliane und Sven-Oliver, Thure und Rose und ihren eigenen unartikuliert quiekenden Nachwuchs lieblich die Sonne scheint.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ganz so schlimm war der Blues dann allerdings doch nicht. Sonst hätten wir gewiss den herrenlosen, barfüßigen Knaben mit nach Hause genommen, den der Hausmeister des Veranstaltungsorts neben unserer Bank abstellte, mit einem anklagenden Blick und der Bemerkung: „Der wollte gerade draußen über die Hauptverkehrsstraße laufen!“ Als Antwort lediglich ein entspanntes Schulterzucken: „Ist nicht unserer.“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-8647103075461719194?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8647103075461719194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/8647103075461719194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/seid-fruchtbar.html' title='Seid fruchtbar'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-7609795093279117389</id><published>2011-05-11T12:50:00.001+02:00</published><updated>2011-05-11T13:18:15.393+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Homburger</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bisher war mir Birgit Homburger eigentlich ziemlich egal. Ein Egal mit gewisser Ablehnungstendenz natürlich, denn wer mag die schon? Wenn ich ihrer in der Glotze ansichtig wurde, sagte ich zu ihr: „Sei du mal froh, dass du überhaupt im Fernsehen bist. Du musst nicht auch noch den Mund aufmachen.“ Damit hatte es sich dann aber auch. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Morgen jedoch las ich in der Zeitung, dass Birgit Homburger nur eineinhalb Jahre älter ist als ich. So ähnlich wie meine Cousine Monika, Nachbarsjunge Uwe oder Kamerad H. vom Bund, und nur ziemlich genau ein Jahr älter als Frau K. vom schönen Wupperstrande. Ich war völlig entsetzt: Birgit Homburger ist so alt wie wir! Die Frage, die mich seit heute Morgen beherrscht, lautet: Sehen wir womöglich alle so bescheuert aus? So mopsig und fassförmig, großzähnig, tantig frisiert, überspachtelt, haargefärbt und dröge öffentlich-dienstlich? Hat es uns bisher nur niemand gesagt, weil wir natürlich ständig von Vertretern unserer eigenen Generation umgeben sind und uns gegenseitig schonen? Sind DAS wir? Oder anders gefragt: Sind WIR das?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-7609795093279117389?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7609795093279117389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/7609795093279117389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/homburger.html' title='Homburger'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-312854060902053472</id><published>2011-05-10T09:37:00.000+02:00</published><updated>2011-05-10T09:37:06.513+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Happy End</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;Alles ist gut.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-HFZEXGcCyxk/Tcjq-0jvABI/AAAAAAAAEo8/V_aOdCc6CLQ/s1600/Bild%2B208.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="270" src="http://1.bp.blogspot.com/-HFZEXGcCyxk/Tcjq-0jvABI/AAAAAAAAEo8/V_aOdCc6CLQ/s320/Bild%2B208.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-312854060902053472?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/312854060902053472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/312854060902053472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/happy-end.html' title='Happy End'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-HFZEXGcCyxk/Tcjq-0jvABI/AAAAAAAAEo8/V_aOdCc6CLQ/s72-c/Bild%2B208.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-1302879945332096080</id><published>2011-05-06T09:36:00.000+02:00</published><updated>2011-05-06T09:36:38.186+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Ist Herr Ente schwul?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es wird zunehmend mysteriöser. Nachdem Herr Ente zuletzt allein auf den Garagen unterwegs und von Frau Gemahlin keine Spur mehr zu sehen war, glaubte ich nun meinen Augen nicht zu trauen. Da hocken in trauter Eintracht wieder zwei Stück Federvieh und schnarchen. Rührend. Allerdings: Es sind zwei &lt;em&gt;Erpel&lt;/em&gt;. Was hat sich um Himmels willen da bloß zugetragen?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Möglichkeit eins: Es ist das Nachglühen nach der Sauftour zweier betrogener Mannsbilder, die von den Weibern die Schnäbel gestrichen voll und sich mal ausgetauscht haben. („Scheißweiber! Gehen jedem Arsch auf den Leim, der aus dem Wasser ragt!“)&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Möglichkeit zwei: Frau Ente hat Herrn Ente verlassen, weil er sich als schwul erwies. Er kann nun seine Neigung ausleben und seinem langjährigen Liebhaber endlich in aller Öffentlichkeit am Hals knabbern. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Möglichkeit drei: Herr Ente hat erst nach der Trennung von Frau Ente seine homoerotische Seite entdeckt, was Manfred vom Nebenteich, der schon lange einen Blick auf Herrn Ente geworfen hatte, sofort ausnutzte. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Möglichkeit vier: Frau Ente war die letzten Tage unabkömmlich, weil sie in einer Privatklinik in Bad Oeynhausen eine Geschlechtsumwandlung hat machen lassen. Danach flog sie noch in die Entenlackiererei auf der Kö und ließ sich farblich umspritzen. Herr Ente war anfangs zweifellos irritiert, hat sie aber wiedererkannt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-1302879945332096080?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1302879945332096080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/1302879945332096080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/ist-herr-ente-schwul.html' title='Ist Herr Ente schwul?'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-902604351499066533</id><published>2011-05-05T11:24:00.000+02:00</published><updated>2011-05-05T11:24:33.689+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Ist Herr Ente wieder solo?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mache mir ein bisschen Sorgen um Herrn Ente. Er kommt seit kurzem immer allein auf die Garagendächer. Ist Frau Gemahlin auf den Zweimeterfünfzig vom Park bis hierher etwas zugestoßen, oder handelt es sich um ein Beziehungsdrama?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sie: „Hab den Schnabel voll von dir! Warum müssen wir uns immer so abkapseln von den anderen? Warum können wir nicht durch den Teich pflügen wie unsere Freunde, schnattern, Brot fressen, tauchen und den Arsch in den Himmel strecken? Immer auf diesen Garagen hier hocken und pennen! Mann! Ich hätte auf meine Mutter hören sollen. Die hat von Anfang an gesagt: Melanie, hat sie gesagt, pass auf, der Typ ist ein Autist!“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Er: „Zzzzz.“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-902604351499066533?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/902604351499066533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/902604351499066533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/ist-herr-ente-wieder-solo.html' title='Ist Herr Ente wieder solo?'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2700784541730120339.post-6699057602756293778</id><published>2011-05-04T16:16:00.000+02:00</published><updated>2011-05-04T16:16:01.674+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gottes schöne Welt'/><title type='text'>Spargelessen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gerade gewachsener, praller Spargel mit einer schlüpfrigen Hollandaise und saftigem Schinken, anschmiegsamen Kartoffeln und feuchten Kürbisspalten. Dazu ein gieriges, großes Kölsch, das einem das Kinn runterläuft. Tinto Brass, übernehmen Sie! &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2700784541730120339-6699057602756293778?l=inklusorium.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6699057602756293778'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2700784541730120339/posts/default/6699057602756293778'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inklusorium.blogspot.com/2011/05/spargelessen.html' title='Spargelessen'/><author><name>Reitersmann</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author></entry></feed>
