Samstag, 14. Februar 2009

Eingeladen

Mittelprächtiger Traum heute Nacht: Ich war aus unerfindlichen Gründen eingeladen zur Hochzeit von Thea Dorn und Tina Mendelsohn. Ein schönes Paar. Die Veranstaltung fand statt in einem urigen Berliner Kaffeehaus. Es gab Dichterlesungen, Kunstperformances, und ein Comedian las in verteilten Rollen Theas jüngstes Tatort-Drehbuch. (Es dauerte 90 Minuten und war ausgesprochen bräsig.) Danach gab es noch eine Podiumsdiskussion unter Theas Leitung zum Thema „Die Bedeutung der Entropie für den Einzelnen“, die zu dem großartigen Ergebnis kam, dass Männer die Entropie eher fördern, während Frauen sie zu beheben versuchen. Schließlich durfte sich jeder ein hippes Kleidungsstück aussuchen. Ich nahm ein Slim-Fit-Jackett aus Moleskin, dunkelblau und mit weißen Streifen. Plötzlich hakte sich im Getümmel Thea bei mir unter und sprach mich mit Namen an, was mich überraschte. Sofort stand Tina neben uns, reckte ihr Kinn vor, wie sie das so gerne tut, giftige Blicke in Theas Richtung, und fragte: „Thea, wer ist das?“
Noch bevor ich mich von jedweden Verdachtsmomenten befreien konnte, lief plötzlich, rumtata, eine Polonäse vorbei, zerrte mich mit, und ich musste meine Hände auf die Schultern von Gert Scobel legen. Kurz darauf fand ich in meinem neuen Jackett draußen in einer Fußgängerzone wieder, an einer Frittenbude für Nachtschwärmer. Was dann kam, weiß ich nicht, weil die Katze neben dem Bett saß, ihren Nachtsnack verlangte und mich aufweckte.
Die Botschaft dieses Traums lautet: Ich schaue entschieden zu viel Kultur-TV.

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